Türkspor Wald-Michelbach will in der C-Liga nach der Winterpause nochmal oben angreifen

Keine Frage, es hätte besser laufen sollen, gibt Türkspor-Funktionär Oktay Mamaci in seiner Winterbilanz freimütig zu. Das Team war mit dem klaren Ziel in die C-Liga-Saison gestartet, beim Aufstieg ein lautes Wörtchen mitreden zu wollen. „Das haben wir definitiv verfehlt.“ Denn nach einer wechselvollen Saison sind die beiden begehrten wärmenden Plätze mit Blick auf die B-Liga-Sonne schon ein ganzes Stück weit entrückt. „Allerdings nicht unerreichbar“, wie Mamaci betont.

Mit großen Ambitionen, verstärktem Kader und neuem Trainer war Türkspor hoffnungsvoll in die Hinrunde gestartet. Aber gleich die erste Partie ging gegen den jetzigen Tabellenletzten Reichenbach hoch verloren – ein Vorzeichen für die weitere Saison, bei der Licht und Schatten oftmals nah beieinander lagen. Dem Fehlstart folgten ein paar gewonnene Spiele, dann gab es wieder einen kleinen Einbruch, aus dem sich die Elf aber an den eigenen Haaren herausspielte und eine beeindruckende Siegesserie vor der Winterpause hinlegte.

Diesem Lauf ist der versöhnliche vierte Tabellenplatz zu verdanken, auf dem Türkspor jetzt überwintert. Vor dem Start in den Rest der Rückrunde könnte man den Bürstädtern sogar noch Platz 3 abnehmen, wenn die Nachholpartie in Schwanheim gewonnen wird. Mamaci lässt keinen Zweifel daran, dass die „Mission Aufstieg“ im neuen Jahr nach vor im Fokus steht. „Wir können das noch schaffen“, zeigt er sich überzeugt – auch weil die direkten Konkurrenten alle nochmal auf die heimische Sportanlage in Unter-Schönmattenwag kommen.

„Wir müssen unsere Leistung auf dem Platz regelmäßiger abrufen“, macht der Vereinsfunktionär deutlich, dass einfach derzeit noch die Konstanz fehlt. „Denn das Team hat die Möglichkeiten dazu“, zeigt immer wieder, welche spielerische Fähigkeiten in ihm stecken. Läuft es dann mal ganz gut, „kommt dann auch noch das Glück des Tüchtigen dazu“, hebt er auf knapp gewonnene Begegnungen kurz vor der Winterpause ab. „Wenn wir weiter unten gestanden hätten, wären die uns flöten gegangen“, meint er. Auch haben manche Leistungsträger ihr Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft. „Das macht sich bemerkbar.“

Das bewährte Team soll es auch für den Rest der Rückrunde reißen. Ein Neuzugang und ein Abgang sind derzeit zwar im Gespräch, aber noch nicht spruchreif. Der Rest des Kaders bleibt laut Mamaci zusammen. Vorsitzender Suat Bekyigit, der nach der Trennung von Coach Sven Dechant Mitte der Hinrunde das Traineramt übernommen hatte, wird auch weiterhin laut seine Stimme vom Spielfeldrand erklingen lassen.

Zuerst wollte man in der Winterpause nach einem neuen Trainer schauen, so Mamaci. Doch zum einen ist die Suche aktuell nicht einfach, weil der Markt leergefegt ist, zum anderen müsste sich ein neuer Coach erst mit der Mannschaft vertraut machen. Und bis dahin ist die Runde auch schon fast wieder vorbei. Deshalb will Türkspor lieber zielgerichtet für die kommende Saison mit einem neuen Mann planen.

Über die Winterpause ist die Elf aber beileibe nicht untätig. Derzeit läuft das Hallentraining, dann sollen auch drei Hallenturniere gespielt werden. Einer kurzen Pause schließt sich das Nachholspiel an. „Wir müssen eine gute Vorbereitung machen“, betont Mamaci. Bisherige Ausrutscher sollen vermieden werden, um zu den schon weiter enteilten Fürth und Lampertheim noch aufschließen zu können.

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