Großes Gedränge auf dem Ober-Abtsteinacher Weihnachtsmarkt

Wenn Vereine, Gruppierungen und Privatpersonen zum Weihnachtsmarkt rund um die Kirche und das Rathaus einladen, dann können sie sich eines sehr guten Besuchs sicher sein. Wenn dann wie am Sonntag noch das Wetter stimmte, es ab nachmittags trocken blieb und dazu die Temperaturen angenehm waren, strömten die Gäste in Massen zu den vielen Buden und Ständen. Und kamen beileibe nicht nur aus dem Ort selbst, sondern aus dem gesamten Überwald. Auch Landrat Christian Engelhardt war vor Ort. Denn das besondere Flair in der der Hardberg-Gemeinde hat sich herumgesprochen.

Spätestens wenn die verschiedenen Ortsvereine antreten, ballt sich das Geschehen an der Kirchentreppe. Für einige Zeit ist dann kaum noch ein Durchkommen. Der MGV Unter-Abtsteinach, der Kinderchor der Steinachtal-Grundschule und der katholische Kirchenchor unterhielten mit verschiedenen advent- und weihnachtlichen Liedern bestens. Als Abschluss des musikalischen Reigens spielten die Blechbläser der katholischen Kirchenmusik einige bekannte Weisen aus den weit geöffneten Fenstern des Rathaus-Sitzungssaals.

Dort hatte auch der katholische Kirchenchor seine gemütliche Cafeteria eingerichtet, damit sich Weihnachtsmarkt-Gäste ein wenig bei guter Bewirtung aufwärmen konnten. Gleichzeitig ließ sich im Verwaltungsgebäude die Bilderausstellung mit Aquarellen von Trudl Wittmann und Petra Thullen besichtigen. Beide stellten Motive von der Insel Usedom aus. Draußen sorgte währenddessen der Nikolaus (Stefan Pape) für glänzende Gesichter bei den Kindern, als er kleine süße Geschenke verteilte.

Pape war es auch, der mit Gabriele Gerner für die Organisation der traditionsreichen Veranstaltung verantwortlich zeichnete. Schon seit Jahren ausgerichtet, erfreut sie sich eines festen Stamms von Beschickern und einer ungebrochenen Anziehungskraft. Spätestens mit Einbruch der Dunkelheit ist kaum noch ein Durchkommen an den verschiedenen Ständen, glühen die Glühwein-Töpfe, Waffeleisen und Bratwurst-Grills so stark, dass es sogar einmal die Stromsicherung für eine ganze Festmeile raushaute.

15 Stände hatte der Ortsteil diesmal aufgeboten, die bei den Besuchern keine Wünsche offen ließen. Ganz oben in der Kirchstraße gab’s beim „Gude Drobbe“ viele süffige „Stöffsche“ in Form von Bränden, Whiskys und Likören. Da empfahl es sich schon fast, dort zu beginnen, um danach nur noch den Weg bergab antreten zu müssen. Denn wer weiter unten das reichhaltige Glühwein-Angebot kostete, hätte vielleicht Schwierigkeiten, es noch den Buckel hinauf zu schaffen.

Oder er hangelte sich von Stand zu Stand. Denn auf jeder Seite gab’s genug Marschverpflegung, um zum einen für eine feste Grundlage zu sorgen, zum anderen die im großen Gedränge ausgeschwitzte Flüssigkeit zu kompensieren. Direkt gegenüber dem Kircheneingang waren heißer Mirabellenschnaps oder heißer Amaretto eine besondere Spezialität bei Bergold-Kilian. Warmes Kontrastprogramm auf der anderen Seite: Zu den Weihnachtsplätzchen wurde bei der Flüchtlingshilfe irakischer Tee serviert.

Um die Ecke, bei der JSG Abtsteinach, gab’s die beiden absoluten Weihnachtsmarkt-Klassiker: Glühwein und Bratwurst – steter Andrang garantiert. Thomas Kunkel mit seinen Spirituosen inklusive heißer und kalter Liebe (hatte denn irgendjemand was Kaltes bestellt?) wusste ebenso mit großer Auswahl zu glänzen.

Glühwein in seinen verschiedenen Varianten hatten wahlweise der Tennisclub (Apfel) und die Malteser (Schlehe und Pflaume) im Angebot. Bei beiden gab’s natürlich auch die notwendige feste Unterlage in Form von Bratwürsten oder Waffeln. Der Schulförderverein servierte zur Kartoffelsuppe eine Feuerzangenbowle, Renate Berbner bot unter anderem Heidelbeer- und Kirchglühwein an. Neben Holzbasteleien hatten Stefanie und Nadine Jöst ebenso Baileys-Kaffee dabei.

Als Neuerung war zum ersten Mal Nevena Ilieva mit Mini-Donuts auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Weihnachtliche Bastelarbeiten (Gisela Merkel), Schmuck (Elli Unger) sowie Edelsteine und Mineralien (Jennifer Arentzen) rundeten das Sortiment ab. Ein Dank der Organisatoren ging an den Bauhof, der die Hütten – mit ein paar Leihgaben aus Wald-Michelbach – am Tag vorher aufstellte und sie am Montag wieder postwendend abbaute. Den ganzen Abend herrschte reger Betrieb, bis sich die letzten Gäste gegen 21 Uhr auf den Heimweg machten.

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