Unterhaltsame Stunden bei der Weihnachtsfeier des MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag

Einen schönen Beweis für den großen Zusammenhalt innerhalb der MGV-Familie war die sehr gut besuchte Weihnachtsfeier. Um die 150 Vereinsmitglieder mitsamt Familienangehörigen hatten sich im Haus des Gastes versammelt, um ein paar fröhliche Stunden zu verbringen, den Darbietungen der verschiedenen Chöre zu lauschen und sich am leckeren Büffet satt zu essen, das Heinz Fischer angeliefert hatte. Dazu gab’s noch ein paar Sketcheinlagen.

Wenn ein Verein wie der Unter-Schönmattenwager Sängerbund schon seit über 140 Jahren besteht, dann ist es ganz natürlich, dass er viele langjährige Sänger in seinen Reihen hat. Deren Mitgliedschaft reicht natürlich zwar nicht ans Vereinsalter heran, aber auf 50 und mehr Jahre brachten es einige der an diesem Abend Geehrten. Sie wurden vom MGV-Vorsitzenden Christian Jöst nach den ersten Liedbeiträgen ausgezeichnet.

Auf 25 Jahre passive Mitgliedschaft schaffen es Hedwig Kuhn, Hans-Peter Ritter, Peter Beutel, Christian Sauer, Klaus Weckbach, Simone Walter und Alexandra Ritter. Heinz Höfler bringt es auf 50 Jahre. Zu den 25 Jahre lang Aktiven zählen Manuel Weihrauch, Stefan Siefert und Christian Jöst. 50 Jahre leihen dem Chor ihre Stimme: Erwin Daub, Gottfried Jöst und Erich Bock. Hermann Schmitt, der im vergangenen Jahre für 65 Jahre Sängertätigkeit geehrt worden war, wurde zum Ehrensänger ernannt. Aus Altersgründen ist er nicht mehr im Chor aktiv.

Vorsitzender Jöst bezeichnete Schmitt als jemanden, der durch seine über sechs Jahrzehnte währende Tätigkeit „den Verein mitgeprägt hat“. Er würdigte die Lebensleistung des Sängers. An die Chorleiter Hans-Joachim Karl (Männer) und Katharina Zink (Kinder) übergab er Präsente. An Frauenchor-Leiterin Katharina Blattmann, der krankheitsbedingt leider fehlte, wird ein Geschenk nachgereicht.

Bevor Jöst die versammelte MGV-Familie begrüßte, läutete der Männerchor den Abend mit drei Stücken ein: „Roll Jordan roll“, die „Weihnachtsglocken“ und das „Trommellied“ stimmten auf die besinnliche Zeit ein. Der MGV-Chef würdigte in seinen Worten den Stellenwert, den der MGV in der Bevölkerung und unter den Mitgliedern genieße. Dies komme immer im guten Besuch von Veranstaltungen, aber auch Singstunden zum Ausdruck.

Der Vorsitzende freute sich, auf ein überaus erfolgreiches Sängerjahr zurückblicken zu können. Er nannte die erreichten Preise bei den Wettbewerben in Baiertal (Teilnahme von Männer und Frauen) und Watzenborn-Steinberg (nur Männer). Bei diesen konnte der MGV ungleich stärkeren Chören Paroli bieten und diese manchmal sogar in den Wertungen hinter sich lassen. Auch die eigenen Veranstaltungen wie Mai- oder Oktoberfest waren ein voller Erfolg und wurden sehr gut von der Bevölkerung angenommen.

Im kommenden Jahr stehen neben den eigenen Traditionsterminen auch wieder Besuche bei Sängerwettbewerben an. „Wir freuen uns schon auf unsere Konkurrenz in Schwanheim und Horbach/Westerwald“, schmunzelte Jöst. Denn der MGV hat durch die bisherigen Erfolge viel Selbstbewusststein getankt. Ein Highlight wird der internationale Chorwettbewerb in Lindolzhausen sein.

Mit „Feliz Navidad“ und der „Weihnachtsbäckerei“ war nach dem Essen der Kinderchor unter Leitung von Katharina Zink an der Reihe. Im Anschluss führten die Kinder den Sketch „Versprochen“ auf. Darin ging’s darum, dem Christkind Besserung bei manchen Unarten zu versprechen, aber gleichzeitig ein paar andere zur Erheiterung des Publikums zu relativieren.

Ein Weihnachtsmann hat’s heutzutage ganz schön schwer, kam im folgenden, mit Erich Arnold einstudierten Sketch rüber. Denn der Nikolaus hatte nichts als Ärger mit Knecht Ruprecht, der mit seinen Arbeitsbedingungen nicht zufrieden war. Das Engagement in der Gewerkschaft tat ein Übriges dazu, dass der sonst eifrige Geselle streikte und die beiden wortreich ausmachen mussten, was schief lief. Die Kinder bekamen aber natürlich trotzdem ihre Geschenke.

Bevor es an die Skibar zum gemütlichen Teil überging, zeigte auch der Frauenchor mit drei Stücken sein Können. „We wish you a merry christmas“, „Weihnachtsstern“ und „Hör doch wie es singt und klingt“ hießen die zur Jahreszeit passenden Stücke. Wenn die MGV-Familie am Feiern ist, dann sind die Abende lang. Wie auch diesmal im Haus des Gastes, als erst weit nach Mitternacht die Bar wieder ihre Pforten schloss…

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