Klassisches Weihnachtsmarktwetter in Affolterbach

Da hatten die „Affelbescher“ wirklich Glück mit dem Termin ihres Weihnachtsmarkts. Einem herrlichen Samstag mit angenehmen Temperaturen folgte ein knackig-kalter Abend, der so richtig zu einem gemütlichen Treffen mit dem Duft von Glühwein und Bratwurst passte. Ganz im Gegensatz zum trüben Sonntag. Der leuchtende Weihnachtsbaum vor dem Dorfgemeinschaftshaus leistete neben den schön geschmückten Hütten der Ortsvereine seinen Teil zum schönen Ambiente.

Gegen Nachmittag fanden sich langsam die ersten Gäste ein. Nachdem nach und nach die Dunkelheit hereingebrochen war und die verschiedenen Lichter bestens zur Geltung kamen, strömten immer mehr Gäste auf den Platz. Gegen 18 Uhr war der bereits gut gefüllt, gegen 19 Uhr kein Durchkommen mehr. Viele Ortsbürger nutzten die Gelegenheit zum Plausch mit den Nachbarn, während es aus den verschiedenen Buden kräftig dampfte. Egal ob der Grund jetzt Speisen oder Getränke waren.

Vom Ortsbeirat organisiert, wurde der Weihnachtsmarkt auch in seiner siebten Ausführung wieder gerne und stark angenommen. Wer noch ein Weihnachtsgeschenk suchte, konnte beim CCA fündig werden. Denn im Dorfgemeinschaftshaus gab’s die Karten für Prunksitzungen im kommenden Jahr zu kaufen. Drinnen war auch Rainer Türk vom OWK zu finden. Der hatte seine verschiedenen Wanderkarten im Angebot.

Der Odenwaldklub gehörte aber auch zu den sechs Ortsvereinen, die die Buden außerhalb bestückt hatten. Bei ihm gab es dampfendes Chili con Carne zu erstehen, während nebenan die Feuerwehr begehrte Schupfnudel mit Kraut anbot. Die süße Versuchung hatte in derselben Bude der Förderverein der evangelischen Kirche im Angebot: Die Mitglieder machten frische Waffeln, die bei den Kindern auf viel Nachfrage stießen.

Den Weihnachtsmarkt-Klassiker gab’s bei den SV-Fußballern: Bratwurst geht immer. Und die leckeren Exemplare, die dort auf dem Grill lagen, fanden wie immer viele Abnehmer. Der MGV kümmerte sich um die kalten Getränke, die aufgrund des kalten Wetter nicht so viel Resonanz fanden, hatte als heiße Variante aber auch einen Kinder- oder wahlweise Autofahrerpunsch im Angebot. Der MSC schließlich bot den Weihnachtsmarkt-Klassiker an: Glühwein und die dazugehörige Apfel-Variante. Klar, dass hier mit fallenden Temperaturen die Nachfrage immer größer wurde.

Beim Affolterbacher Weihnachtsmarkt ist es gute Tradition, dass kein Verein sein eigenes Süppchen kocht, sondern alles in einen Topf geworfen wird. Denn alle sollen mit dem gleichen Erlös aus dem Tag gehen – was nicht immer gesichert wäre, wenn der eine Glühwein und der andere Kinderpunsch anbietet. Deshalb wird der komplette Erlös zusammengeschmissen und jeder erhält daraus den gleichen Teil für seine Vereinsarbeit.

Wer im Wohnzimmer noch keinen Weihnachtsbaum stehen hatte, wurde bei der Jugendfeuerwehr nebenan fündig. Die hatte Exemplare in allen Formen, diesmal von Bauer Keil aus Kocherbach, „in der Auslage“, und „tütete“ sie bei Wunsch auch gleich transportfertig ein. Bei angeregten Gesprächen blieben die Gäste noch lange auf dem Dorfplatz stehen und genossen im Anschluss die Gastfreundschaft der Ortsvereine.

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