Einweihung der sanierten naturwissenschaftlichen Räume: Die Eugen-Bachmann-Schule in Wald-Michelbach ist jetzt wie neu

Es war viel von Freude und Begeisterung über das jetzt komplett sanierte Schulgebäude die Rede. Die Arbeiten an der Eugen-Bachmann-Schule (EBS) sind bis auf Kleinigkeiten wie das Gras im Innenhof abgeschlossen. Nun galt es, dieses Ereignis gebührend zu würdigen. Landrat Christian Engelhardt war für die Feierstunde zur Einweihung der naturwissenschaftlichen Räume als letztem Bauabschnitt in den Überwald gekommen, um seiner Freude darüber Ausdruck zu verleihen.

Schulleiter Thomas Wilcke sprach von „einem Tag, auf den wir uns lange gefreut haben“. Es gebe nach Fertigstellung nur noch ein paar Wünsche „auf hohem Niveau“. Vor zehn Jahren sei es kaum vorstellbar gewesen, wie sich die EBS heute präsentiere. „Wir sind stolz auf diese Schule“, so Wilcke. So gründlich und schön hätte er sich die Sanierung zu Beginn nicht vorgestellt.

Der Schulleiter erwähnte in diesem Zusammenhang auch die bereits vorher fertiggestellten Bauabschnitte wie Mensa, kleine Sporthalle, Pavillon mit Unterrichtsräumen sowie Schulhof mit Toilettenanlage. Mit dem Abschluss der Arbeiten an den naturwissenschaftlichen Räumen sowie Musik- und Kunstsaal und Lehrküche „ist die Eugen-Bachmann-Schule jetzt wie neu“. Die Geduld habe sich gelohnt, meinte Wilcke.

Der Aussage des früheren Landrats Matthias Wilkes, dass sich die EBS durch den Umbau zu einer der „schönsten Schulen des Odenwalds“ entwickle, könne er voll zustimmen. Die in die Sanierung geflossenen Mittel seien „die richtige Investition in die Zukunft“, betonte er. „Das Ergebnis spricht für sich“, so Wilcke. Er sehe die Feier nicht nur als Abschluss der Maßnahmen am Gebäude, sondern auch als Auftrag: „Macht was draus.“ Die Schüler würden von den verbesserten Lernmöglichkeiten profitieren, hob er hervor. Der letzte Bauabschnitt „lief wie am Schnürchen“, lobte Wilcke.

Schritt für Schritt seien jetzt 2000 Quadratmeter Raum saniert worden, sagte Landrat Engelhardt. Die Gesamtkosten der dreijährigen Baumaßnahme in vier Abschnitten betrugen 3,3 Millionen Euro. Durch den Einbau eines Aufzugs sowie einer Rampe seien nun alle Räume barrierefrei erreichbar. Wie Engelhardt erläuterte, stamme das Hauptgebäude aus dem Jahr 1964 und sei bereits in den Jahren 2002 bis 2006 umgebaut worden. Damals wurden die Fenster und das Dach erneuert, ein Vollwärmeschutz angebracht und die Beleuchtung sowie Heizkörper ausgetauscht. Mit den jetzigen Maßnahmen habe der Kreis seit Start vor 14 Jahren rund 11,5 Millionen Euro in die EBS investiert.

„Wir im Landkreis Bergstraße wertschätzen die Schulen“, hob der Landrat hervor. Es werde viel Geld in die Hand genommen, um das Lernen und die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen zu ermöglichen und zu fördern. Er sei davon überzeugt, so Engelhardt, „dass dies die richtige Schwerpunktsetzung ist“. Der Investitionsfokus auch des Haushalts 2017 liege wie seit Jahren im Schulbereich. „An keinem anderen Ort wird so fokussiert an der Zukunft unseres Landes gearbeitet“, meinte er. „Diese Schwerpunktsetzung wird beibehalten“, verdeutlichte der oberste Kreisbeamte.

„Die Grundsteinlegung der Berufsfindung beginnt in der Schulausbildung“, so der Landrat. Die neuen naturwissenschaftlichen Räume seien hierfür ein wichtiger Baustein und eröffneten den Schülern die Möglichkeit, sich in diversen Bereichen zu entfalten. Engelhardt sprach hier aus eigener schulischer Erfahrung, wie er früher in alten, nicht mehr zeitgemäßen Räumen erst keinen Spaß an chemischen Experimenten hatte und dieser später dann in anderer Umgebung neu geweckt wurde.

Bürgermeister Joachim Kunkel drückte die Freude der Gemeinde über die Fertigstellung aus. Die steigenden Schülerzahlen im Überwald seien nicht nur ein Beleg für die gute Arbeit des Lehrerkollegiums, sondern auch für die guten äußeren Rahmenbedingungen. Für die Gemeinde seien die weiterführenden Schulen am Ort „ein unheimlich bedeutender Standortfaktor“. Die zahlreichen, auch außerschulischen Aktivitäten „tragen zur Attraktivität Wald-Michelbachs bei“, sagte er.

Von Schülerseite her drückte Lilly Klage deren Freude aus, nun in keiner Baustelle mehr unterrichtet zu werden. „Wie Phönix aus der Asche“ sei die EBS nach der Sanierung auferstanden, freute sich die Vorsitzende des Fördervereins, Rita Trojan. Sie beleuchtete die Entwicklung seit Einweihung 1964 und zeigte sich „begeistert“ vom jetzigen Erscheinungsbild ihrer alten Schule, die sie in früheren Jahren selbst einmal mit geleitet hatte.

Neben den Schülern und dem Kollegium hatten sich auch viele Vertreter der gemeindlichen Gremien eingefunden. Darüber hinaus waren die mit der Materie befassten Vertreter des Landratsamts aus der Abteilung Gebäudewirtschaft ebenso wie die Vertreter befreundeter Schulen mit dabei. Für die musikalische Umrahmung sorgten die beiden Schul-Ensembles „School of Rock“ und Bläsergruppe. Nach dem Zerschneiden des obligatorischen Bandes schlossen sich Führungen durch die frisch sanierten Räumlichkeiten an.

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