SPD Wald-Michelbach nominiert Dr. Sascha Weber als Bürgermeister-Kandidaten für die Wahl am 12. März

Dr. Sascha Weber ist der Bürgermeister-Kandidat der Sozialdemokraten für die Wahl am 12. März. Der SPD-Vorsitzende wurde von der Mitgliederversammlung in geheimer Wahl mit 23 von 28 abgegebenen Stimmen nominiert. Eine Stimme war ungültig, zwei Mitglieder stimmten mit Nein, zwei enthielten sich. Der Abstimmung war unter der Versammlungsleitung der SPD-Bundestagsabgeordneten Christine Lambrecht eine engagierte Diskussion um die Kandidatenfindung vorausgegangen.

Im Zuge der Versammlung wurde auch an die Seite von Achim Klos ein weiterer stellvertretender Vorsitzender gewählt, nachdem der bisherige Amtsinhaber Helmut Gremm seinen Posten niedergelegt hatte. Sven Wingerter, vorher Beisitzer, wurde mit 22 von 28 abgegebenen Stimmen als sein Nachfolger gewählt. Neuer Beisitzer wurde Felix Wolf aus Siedelsbrunn, der früher bei den Jusos in Überwald aktiv war und jetzt wieder in den Ortsteil zurückgezogen ist.

Sascha Weber hatte in seiner Rede betont, „ich will als Bürgermeister Wald-Michelbach in eine bessere Zukunft führen“. Er trete nicht an, um den Niedergang zu verwalten. Denn: „Unsere Gemeinde hat viel zu bieten.“ Er nannte günstige Immobilienpreise, touristische Attraktionen, gutes Betreuungsangebot für Kinder und niedrige Gebühren. Mit einer besseren Anbindung an die Metropolregion, einer besseren medizinischen Versorgung und einem besseren Konzept für die Förderung von Wirtschaft und Tourismus „kann es uns gelingen, den Abwärtstrend aufzuhalten“. Damit könne man nicht nur junge Familien hier zu halten, sondern auch neue zu gewinnen, betonte er.

Der SPD-Vorsitzende wies darauf hin, dass er seit 17 Jahren ununterbrochen Funktionen in der Partei wahrnehme. Er wies auf sein vielgestaltiges Studium hin, durch das er Generalist sei, „der sich schnell in neue Themengebiete einarbeiten und Problemlösungen finden kann“. Er sei für Führungsaufgaben ausgebildet und habe „breite Erfahrungen sammeln können“.

Für ihn sei es eine Selbstverständlichkeit, dass ein Bürgermeister „in seiner Gemeinde verwurzelt und präsent sein muss“, betonte er. Seine Familie lebe schon seit Generationen in Wald-Michelbach „und mir liegt meine Heimat am Herzen“. Auch wenn ihn sein Beruf oft in andere Städte und Länder geführt habe, sei ihm die Bindung in die Heimat immer sehr wichtig gewesen. Deshalb habe er auch vor geraumer Zeit seinen Lebensmittelpunkt wieder in den Überwald gelegt.

Für Weber hat Wald-Michelbach einen Bürgermeister verdient, der in der Lage sei, „mit Teamgeist, Motivationsfähigkeit und vor allem gesunden Menschenverstand die Verwaltung zu führen“. Darum habe er sich entschieden zu kandidieren. Er habe den unbedingten Willen „unsere Gemeinde zu gestalten“. Die gegenwärtige Situation sei nämlich „eine einmalige Chance für die SPD, den Bürgermeister in Wald-Michelbach zu stellen“.

Denn die Sozialdemokraten würden seit Jahren nur noch als Anhängsel der CDU wahrgenommen. Es sei dringend notwendig, „dass die Partei nach außen wieder mehr Profil zeigt“. Er sei bereit alles zu geben, um die Bürgermeisterwahl zu gewinnen. „Aber selbst wenn ich verlieren sollte, hat die Partei allein schon mit meiner Kandidatur gewonnen“, sagte Weber.

Die lebhafte Aussprache über die Kandidatenlage in der Gemeinde und die Positionierung der SPD in den vergangenen Monaten waren Thema der internen Diskussion. Ernst Dörsam sprach an, was zum Schluss allgemeiner Tenor war: „Was gestern war, ist vergangen. Heute, ab dem 31. Oktober, interessiert mich unser Kandidat. Ab jetzt zählt für uns alle Sascha Weber; als einer von uns und einer von hier.“ Der Wahlvorschlag der SPD wurde gleich am nächsten Tag offiziell bei der Gemeinde eingereicht.

 

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