Ringstraße in Unter-Abtsteinach: Bauarbeiten sollen am 24. Oktober starten

Die Gemeinde möchte die Übergangsregelung bei der neuen Umsatzsteuer-Regelung nutzen und noch bis 2021 nach dem alten Verfahren arbeiten, sagte Bürgermeister Rolf Reinhard auf der vergangenen Gemeindevertreter-Sitzung. Denn mit den neuen Vorgaben „müssen mehr Leistungen mit Mehrwertsteuer abgerechnet werden“, machte er die negativen Auswirkungen auf die Bürger-Geldbeutel deutlich. Hintergrund seiner Mitteilung war die Beschäftigung des Gemeindevorstands mit den „Unternehmer-Eigenschaften der öffentlichen Hand“ und der Anwendung der aktuellsten gesetzlichen Bestimmungen.

Nach derzeitigem Stand soll der Beginn der Bauarbeiten in der Ringstraße am 24. Oktober sein, sagte der Rathauschef. Diesen Termin habe die Firma HLP mitgeteilt. Grund für die Verzögerung sei die Bestellung von notwendigen Kupplungsstücken, die aber eigens gefertigt werden müssten. „Wir hoffen, dass der Winter nicht so schnell kommt“, sagte Reinhard. Mit den Arbeiten an den Steilstrecken werde die Baufirma sehr wahrscheinlich noch zuwarten, meinte er.

Es könne aber sein, dass in den anderen beiden Gebieten Am Wildenberg und Waldstraße ebenfalls noch in diesem Jahr begonnen werde. Überall dort wird der Straßenbelag saniert, außerdem werden die Versorgungsleitungen erneuert. Wie der Bürgermeister sagte, wurde daneben die Beleuchtung in diesem Gebiet beauftragt. Er informierte darüber hinaus, dass die Errichtung einer Vorbrecheranlage im Steinbruch Mackenheim genehmigt worden sei. Das andere Verfahren in punkto Vertiefung laufe noch.

Mit Rainer Berbner geht der Mann der Zahlen in der Gemeindeverwaltung im Spätjahr 2017 in Altersteilzeit. Um rechtzeitig einen Nachfolger zu finden, wurde bereits jetzt die Stelle ausgeschrieben, sagte Reinhard. Die Mehrausgaben für den Fenstereinbau im Kindergarten beliefen sich für die Gemeinde auf gerade einmal 250 Euro, teilte er mit. Darüber hinaus beauftragte der Gemeindevorstand den Wiederanbau des Balkons am Apothekengebäude für 11.000 Euro.

CDU-Fraktionsvorsitzende Brigitte Wetzel wünschte sich bei den Anfragen, dass das auf dem Gelände der ehemaligen Rose geplante „Betreute Wohnen“ bildlich dargestellt werden solle. Entweder dreidimensional oder als Modell im Rathaus, regte sie an. Bürgermeister Reinhard sagte das zu, möchte aber gerne damit warten, bis die Planung etwas konkreter ist. Dann werde man die Kosten dafür bei der Firma FWD abfragen. Ein weiterer Wunsch Wetzels soll nun umgesetzt werden: Die Hundetoilettenbehälter werden wieder mit Tüten bestückt. Dies war in der Vergangenheit ausgeblieben, weil ein unliebsamer Zeitgenosse diese immer angezündet hatte.

Neuer Ortsgerichtsschöffe ist Peter Kahlig. Er wurde von der Gemeindevertretung einstimmig gewählt. Das Ortsgericht besteht aus einem Vorsitzenden und vier Schöffen, darunter zwei Stellvertretern. Einer von diesen beiden fehlte nach dem kürzlichen Ausscheiden einer Schöffin aus persönlichen Gründen. Erster Beigeordneter Alois Berbner, der von der Verwaltung vorgeschlagen worden war, verzichtete auf eine Kandidatur, nachdem von der CDU Peter Kahlig nominiert wurde.

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