Eugen-Bachmann-Schule Wald-Michelbach: Mit „Kompo7“ Kompetenzen entdecken und Potentiale nutzen

Siebtklässler der Eugen-Bachmann-Schule für die anstehende Phase der beruflichen Orientierung sensibilisieren: Mit Hilfe von Kompetenz-Feststellungsverfahren können Schüler im Berufsfindungsprozess qualifiziert beraten, begleitet und erfolgreich in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integriert werden. Das Verfahren nennt sich „Kompo 7“ und soll helfen, die eigenen Potenziale zu nutzen. Jetzt fand die Übergabe der Zertifikate statt.

Seit Beginn des neuen Schuljahres führte das eigens geschulte Personal der EBS Kompo7 mit 18 Schülern durch. Hiermit wurden die Jugendlichen, ihre Eltern, die beteiligten Lehrer und die Berufseinstiegsbegleiterin für die anstehende Phase der beruflichen Orientierung sensibilisiert. Kompo7 unterstützt die beginnende Berufsorientierung als Bestandteil der Lebensplanung und hilft den Schülern, ihre eigene Stärken und Interessen kennenzulernen. Im Rahmen des Verfahrens werden Interessen, Neigungen und Stärken mit dem Schwerpunkt Lernen ermittelt.

Darüber hinaus lernen Schüler Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt kennen, stellen diese ihren Neigungen gegenüber und erhalten so Hinweise und Anregungen für den weiteren Prozess der Berufsorientierung. Untrennbar mit der Kompetenzfeststellung verbunden ist eine anschließende individuelle Förderung der Berufswahl- und Ausbildungsreife durch die Berufseinstiegsbegleitung.

Diese wird an der EBS seit November 2010 durchgeführt. Die Maßnahme verbessert den Übergang in die Berufswelt im Interesse der Jugendlichen und sichert den Fachkräfte-Nachwuchs für die Wirtschaft. Im Rahmen des Projektvorhabens werden die Schulen in die Lage versetzt, Kompo7 selbstständig und ohne externe Unterstützung anzuwenden. Zu diesem Zweck haben vier Lehrer und die Berufseinstiegsbegleiterin der EBS im Juli an der modularen Fortbildungsreihe „Kompetenz macht Schule“ teilgenommen, wurden in die theoretischen Grundlagen von Kompetenzfeststellung eingewiesen, in der qualifizierten Beobachtung geschult und lernten das Verfahren kennen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Jahr 2010 die Initiative „Bildungsketten“ gestartet. Berufseinstiegsbegleiter übernehmen in diesen eine zentrale Rolle. Sie unterstützen Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf ab der Vorabgangsklasse bis zum ersten Ausbildungsjahr. Berufseinstiegsbegleiter, Berufsberater, Lehrer, Ausbilder und viele weitere Menschen arbeiten in den Bildungsketten gemeinsam und mit den einzelnen Jugendlichen daran, dass für diese jungen Menschen am Ende der Ausbildungserfolg steht.

Das Land Hessen und die Regionaldirektion der Arbeitsagentur verfolgen das Ziel, das an den Schulen mit den Bildungsgängen Haupt- und Realschule durchgeführte Verfahren Kompo7 flächendeckend und nachhaltig zu verankern. Dies geschieht im Kontext der landesweiten Strategie zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen.

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