Großer Zuspruch fürs erste Agility-Turnier des Wald-Michelbacher Hundevereins

Fröhliches Bellen hallt über das Gelände. Hunde aller Rassen und Größen sausen über den Parcours des Schutz- und Gebrauchshundevereins (SGHV) Wald-Michelbach am Seckenrain. Der hatte zu seinem ersten Agility-Turnier auf dem Vereinsgelände eingeladen – und war mit dem Zuspruch sehr zufrieden. 60 Teilnehmer aus der weiteren Region bis nach Frankfurt und in die Pfalz waren angereist, um mit ihren Tieren unter dem Motto „Sport, Spiel und Spaß“ aktiv zu sein.

In den Leistungsklassen A1 bis A3 ging es morgens anspruchsvoll zu. Wippe, ein bis zu 1,40 Meter hoher Steg und eine sogenannte A-Wand mit bis zu 1,70 Meter Höhe musste absolviert werden. Nachmittags standen dann die Kategorien Jumping und Spiel auf dem Programm, die auch für die „Laien“ unter den Tierhaltern gedacht waren. Die Hunde gingen sowohl in den Leistungsklassen als auch nach Größe in den Kategorien small, medium und large an den Start. Zuvor wurden sie eingemessen und eingeteilt. Gewertet wurde nach Zeit, Fehlern, wenn ein Hindernis gerissen wurde, oder Verweigerung, wenn der Hund es nicht gleich annahm. Auch die Disqualifikation war möglich, wenn es ausgelassen wurde.

„Vom Yorkshire Terrier bis zum Schäferhund können alle starten“, erläuterte Christine Hecker, die seitens des SGHV vor Ort für die Durchführung zuständig ist. Bei den kleinen Hunden sind viele Shelties dabei, bei den Großen Border Collies oder Mischlinge. Der Parcours werde jeweils darauf angepasst. „Das Wetter passt, der Platz hält“, freute sie sich über die sehr gute Resonanz aus Hundebesitzerkreisen.

„Vor jedem Lauf gibt es eine Parcoursbegehung ohne Hund“, schilderte Hecker. Danach haben die Besitzer sieben Minuten Zeit, sich die Strecke einzuprägen, Plätze zu suchen, wo sie sich hinstellen und die Tiere anleiten. „Agility ist Sport und Spaß“, sagte sie. Die Abstimmung von Halter und Hund sei ganz wichtig. Es gelte, dem Tier über Körpersprache, Kommandos und Handzeichen die verschiedenen Hindernisse anzusagen.

Wenn auch das Turnier ohne Wertung für Wettbewerbe war, so konnten Teilnehmer bei fehlerfreiem Lauf diesen trotzdem dazu nutzen, um etwa Punkte für eine bestimmte Qualifikation zu sammeln. Oder das Ergebnis für die Teilnahme an Meisterschaften eintragen zu lassen. Hockenheim, Bad Soden, Wertheim oder Trebur lauteten denn auch die Herkunftsorte der Hundebesitzer. Die waren ebenso verschieden wie die Hunderassen: grob gesagt von 8 bis 80, egal ob Männlein oder Weiblein.

Hecker freute sich, „dass so viele aus dem Verein helfen“. 20 Mitglieder und Freunde waren den Tag über aktiv, um die Gäste zu bewirten und sich um den reibungslosen Ablauf zu kümmern. Schon seit Mai plante der SGHV sein erstes Turnier dieser Art. Deshalb war sie auch sehr froh darüber, „dass die Besucher von so weit her angereist sind“.

Vor 35 Jahren startete der SGHV nur mit der Sparte Gebrauchshundesport. „In den vergangenen zehn Jahren kam immer der Breitensport hinzu“, so Vorsitzende Susann Rosenberg. Nicht mehr nur „Rottweiler und Schäferhunde“ sind dabei, sondern viele weitere Hundearten. Der Wald-Michelbacher SGHV ist im Hundesportverein (HSV) Hessen organisiert. Seine 170 Mitglieder sind in den Sparten Agility, Schutzdienst und Spürhundesport aktiv.

Die sogenannten „Funsportarten“ erleben ihren Worten zufolge einen großen Zulauf. Auch ein Chihuahua könne Agility machen, meint sie. Es gehe darum, die Tiere über das reine Gassigehen hinaus „mental auszulasten“. Laut Rosenberg „für jede Rasse geeignet“. Die Hunde würden dadurch sehr gut beschäftigt und powerten sich aus.

Start ist beim SGHV mit der Welpengruppe. Hier stehen das Spiel mit und Kennenlernen von anderen Hunden im Vordergrund. Das Alter reicht von acht Wochen bis zu sechs Monaten. Spielerisch werde das bei Fuß gehen sowie die Befehle „Sitz“ und „Platz“ bereits geübt, sagte Rosenberg. Danach folge die Basisausbildung, nach der sich ein Hundebesitzer entscheiden könne, ob er weiter Richtung Agility, Spür- oder Gebrauchshunde-Ausbildung gehe.

 

 

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