Ein musikalischer Abend so bunt wie der Herbst: MGV Affolterbach hatte sich viele Freunde eingeladen

So bunt wie der Herbst in all seinen Farben war auch der Liederabend, zu dem der MGV Affolterbach in die Peter-Heckmann-Halle eingeladen hatte. Neben den Gastgebern boten fünf Gastchöre aus Überwald und Oberzent einen bunten Liederreigen, der die Besucher in der gut gefüllten Halle begeisterte. Mehr als einmal gab es lang anhaltenden Applaus und Zugaberufe, die gerne erfüllt wurden.

„Wo gesungen wird, da lass‘ dich nieder, böse Menschen kennen keine Lieder“. Unter dieses Motto stellte der MGV die „frohen und geselligen Stunden“, zu denen der Verein eingeladen hatte, sagte Vorsitzender Heinz Trautmann in seiner Begrüßung. „Lieder im Herbst“ lautete der Titel, und ebenso farbenfroh und abwechslungsreich wie die Jahreszeit solle der Liederabend sein. Jeder Chor sang vor und nach der Pause je zwei Stücke – oder wahlweise ein Potpourri.

Unter der Leitung von Jun Won Lee starteten die Hausherren in den Abend. „Jubilate Deo“ von Laszlo Halmos bildete den Auftakt, gefolgt vom Potpourri „Fröhliche Welt“ von Christian Siegler. Nach der Pause gab’s ein „Rock my soul“ in Satz und Text von Peter Brettner und den russischen Sängergruß „Mnogaja Leta“.

Der gemischte Chor Finkenbach war über den Buckel angereist, um mit einem Potpourri seiner schönsten Lieder zu unterhalten. 26 aktive Sänger hat der 1909 gegründete Klangkörper in seinen Reihen. Unter der Leitung von Karlfried Schicht gab’s „Ich warte schon so lange“, „Rama Lama Dingdong“, „Wunder gescheh’n“ oder „This litte light of mine“ zu hören. „The lion sleeps tonight“, den Evergreen aus dem Jahr 1939, wurde vielbeklatscht im zweiten Set geboten.

In den Dschungel entführten die Swinging Cords Ellenbach. Nach „You’ll be in my heart“ aus dem Musical Tarzan folgte der glückliche Tag-Gospel, „Oh happy day“. Weitere Musicaltitel brachten die Halle zum Toben: „Can you feel the love tonight“, der Elton-John-Klassiker aus dem König der Löwen. Und das immer wieder gerne gehörte „Aquarius/Let the sunshine in“ aus „Hair“ – einfach zeitlos schön und in der Ellenbacher Version fetzig rübergebracht.

Die Bühne füllte sich, als der MGV Wallonia Wahlen seine Lieder anstimmte. Von klassisch bis hin zur Popmusik reichte die große Bandbreite der Stücke unter dem Dirigat von Thomas Reisig. Eher volkstümlich hieß es zuerst „Aus der Traube in die Tonne“ von Kurt Lissmann oder „Wir kamen einst von Piemont“ von Wilhelm Hinrichs. Im zweiten Teil ging’s dann ans „Loch Lomond“ von Komponist Jonathan Quick, bevor Ralf Eisenhauers „Rock mi“ für Stimmung sorgte.

Richtig eng wurde es für die Scharbacher. Bestimmt 50 Frauen, Männer und Jugendliche von 6 bis 60 nahmen auf der Bühne Platz, um als volltönender Klangkörper der Waldeslust zusammen mit dem Crescendo-Chor zuerst das „Un poquito cantes“ und dann „Weit weit weg“ von Hubert von Goisern darzubieten. Unter der Leitung von Martin Steffan gab’s im zweiten Set das „Scheierdor Medley“, arrangiert von Susanne Hoffmann-Rettig, sowie das afrikanische Volkslied „Siyahamba“ zu hören. Der Aufforderung zum Mitsingen, von Steffan unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, folgte der ganze Saal gerne, sodass ein vielstimmiger Chor den Refrain zum besonderen Erlebnis machte.

Der New Mix Generation-Chor aus Olfen mit Dirigentin Miriam Siebert war unter anderem mit dem „Hallelujah“ von Leonard Cohen und „This little light of mine“ präsentiert. Vier junge Männer, passenderweise als „4ier“ unterwegs, sorgten A-cappella für den umjubelten Abschluss des Abends und durften nicht ohne Zugabe von der Bühne. Christian Trautmann, Benedikt Heckmann, Simon Dost und Julian Markert hatten zwei Stücke der Wise Guys im Programm („Achtung, ich will tanzen“ und „Sommer“), Grönemeyers „Männer“ und „Mad World“, im Original von den Tears for Fears.

Zusammen mit den Nachbarchören veranstaltet der MGV in unregelmäßigen Abständen den herbstlichen Liederabend. Der gute Besuch aus dem Ort und darüber hinaus zeigt, dass das musikalische Angebot, ein paar schöne Stunden in angenehmer Gesellschaft zu verbringen, gerne angenommen wird. Vorsitzender Trautmann brachte in seinen Schlussworten den Dank an alle zum Ausdruck, die am Gelingen des Abends mitwirkten.

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