Buntes Programm unterhielt beim Pfarrfest der katholischen Kirchengemeinde Unter-Schönmattenwag die Gäste bestens

Sehr gut besucht war das Pfarrfest der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer, das diesmal wieder im Haus des Gastes stattfand. Zuvor hatte Pfarrer Peter Pristas in der Kirche den Gottesdienst gehalten. Ein buntes Nachmittagsprogramm mit einigen Aufführungen sorgte für die gelungene Unterhaltung der Zuschauer. Diese geizten nicht mit Applaus für die einzelnen Akteure.

Sehr beliebt ist beim Pfarrfest immer das wohlschmeckende Mittagessen. Von Schnitzel, Kochkäse und Pommes gingen fast 100 Portionen über die Theke. Start des Programms war mit der Blasmusik Schimmeldewog. Vor allem volkstümliche Stücke kamen zu Gehör, darunter Polkas wie „Auf der Vogelwiese“, wobei eine Strophe von den Musikern gesungen wurde, „Wir Musikanten“ oder „Schöne Ferienzeit“. Aber moderne Titel von Abba oder „Sway“ von Michael Buble fanden sich im Repertoire wieder.

Die Kinder des Kindergartens St. Mariens sind ebenfalls gern gesehene Gäste. Sie begrüßten mit dem Lied „Wir feiern heut ein Fest“, gefolgt vom Gedicht „Apfelernte“. Zwei Tänze mit den Titeln „Wilde weiße Schafe“ und „Hands up“ schlossen sich an. Pfarrer Pristas sagte im Anschluss, immer wenn er in den Kindergarten komme, „sind alle Kinder gut gelaunt“. Das sei kein Wunder, „wenn solch tolle Tänze und Lieder eingeübt und gesungen werden“.

Beim Fest wurden auch die 40. Dienstjubiläen der Erzieherinnen Elfriede Schwöbel, gleichzeitig auch Kindergarten-Leiterin, und Ria Lahn noch einmal aufgegriffen. Pfarrer Pristas überreichte die Urkunden des Bistums und Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Matthias Staat dankte im Namen der Pfarrei. Er übergab beiden einen Blumenstrauß.

Ein Quizbogen sollte zur Unterhaltung und zum Gedankenaustausch anregen. Staat versuchte in ihm Fragen zusammenzustellen, „die man nicht so einfach über das Handy und Google lösen konnte“. Etwa wer den Text zum Schimmeldewöger Lied schrieb oder der letzte Bürgermeister der eigenständigen Gemeinde Unter-Schönmattenwag war. Aber auch nach dem Vatikan-Kennzeichen, der Bedeutung von Ladwersch oder dem Jahr der Kirchweihe wurde gefragt. Damit es nicht ganz so schwer wurde, waren drei mögliche Arbeiten vorgegeben. Es gab kleine Preise zu gewinnen.

Der Kinderchor des MGV unter Leitung von Katharina Zink sang im Anschluss „Ich lieb den Frühling“, „Ein hoch auf uns“ (Andreas Bourani) und „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller. Das Motto des letzten Liedes wurde vom Publikum gerne aufgegriffen und der Kinderchor mit viel Applaus belohnt. Wie immer sehr beliebt war die Schminkecke. Die Ministranten mixten leckere alkoholfreie Cocktails: Speedy (spritzig mit Traubensaft und Limone), KiBa (Kirsch-Banane), Korallenriff (grünblau) und Sunrise, alles schön dekoriert mit Zuckerrand und Früchten. Am Kuchenbuffet wurden um die 25 gespendete Kuchen verkauft. Am Ende des Tages dankte Staat allen, die zum erfolgreichen Verlauf beigetragen hatten.

Der Tag hatte mit dem Familiengottesdienst zum Erntedankfest in der Pfarrkirche begonnen. Pfarrer Pristas sagte Dank für die Erntegaben und segnete diese. Heute seien sie keine Selbstverständlichkeit mehr, merkte er an. Gemeinschaft sei wichtig, betonte der Pfarrer, und „dass wir heute als Gemeinschaft danke sagen“. Oft sei heute alles anonym. „Man kennt nicht mal seinen Nachbarn, neben dem man in der Kirche sitzt, mit Namen.“ Alle Gottesdienstbesucher wurden deshalb von ihm aufgefordert, ihren Vornamen laut zu sagen. Die Kindergruppe sagte im Rahmen eines Spieles Dank für die Gaben aus Feld und Garten.

Am Ende des Gottesdienstes ging der Dank des Pfarrers an Matthias Staat. Der sei seit 30 Jahren als Organist in Unter-Schönmattenwag für die musikalische Gestaltung der Gottesdienste verantwortlich. Er überreichte als Präsent ein Bild der Orgel, damit er „seine Königin der Instrumente“ auch zu Hause immer im Blick hat.

Staat erinnerte sich noch an die ersten „einfachen“ Gottesdienste wie Taufe oder solche an Wochentagen, bei denen nur wenige Lieder zu spielen waren, auf die man sich gut vorbereiten konnte. Viel Freude hat er an der Orgel in Unter-Schönmattenwag, die mit 15 Klangregistern und mehr als 1300 Pfeifen viele Möglichkeiten zur musikalischen Entfaltung und Improvisation bietet.

Der Pfarrgemeinderats-Vorsitzende dankte seinen Eltern, „die die Ausbildung zu diesem sehr schönen Hobby ermöglicht haben“. In der Pfarrgruppe gebe es zurzeit sechs Organisten. So sei eine flexible Aushilfe untereinander möglich – und es auch für die Gottesdienstbesucher angenehm, mal einen anderen Stil zu hören, meinte er lächelnd. Seitens des Pfarrgemeinderats würdigte Maria Schroth sein Engagement, das sich auf viele Aufgaben in der Pfarrei ausdehne.

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