Inspektionsübung der Feuerwehr Schönmattenwag: Motivierte junge Truppe ist mit Begeisterung bei der Arbeit

Das Übungsobjekt war kein Problem für die fusionierte Schimmeldewäer Wehr. Eher eine Nummer zu klein für die zahlenmäßige Stärke der Brandschützer, wie Gemeindebrandinspektor Peter Capuani bei der Abschlussbesprechung schmunzelnd sagte. Er lobte die gezeigte professionelle Arbeit und hatte nur ein paar kleinere Anmerkungen und Tipps parat. 36 Frauen und Männer der Floriansjünger waren in den Alten Weg beim Festplatz ausgerückt, um dort einen fiktiven Wohnhausbrand zu bekämpfen.

Vor ziemlich genau einem Jahr habe man erstmals öffentlich über die Zusammenlegung der beiden Wehren aus Ober- und Unter-Schönmattenwag gesprochen, sagte Kommandant Tobias Walter. Seit dem offiziellen Zusammenschluss „ist ein super Haufen zusammengewachsen“. Er dankte den Kameraden für deren Verständnis, wenn „noch nicht alles gleich ganz rund lief“. Allgemein betrachtet sei aber alles sehr gut über die Bühne gegangen.

Walter stellte besonders die Arbeit in der gemeinsamen Jugendfeuerwehr heraus, die zahlenmäßig die stärkste Einheit in der Großgemeinde stellt. Er würdigte die Arbeit der Jugendwarte, die es immer verstehen, die Heranwachsenden für den Dienst in der Wehr zu begeistern und damit auch die Zukunft der Einsatzabteilung sicherstellten. Auch Bürgermeister Joachim Kunkel lobte im Anschluss „die tolle Jugendarbeit“.

„Das Übungsziel wurde ganz klar erreicht“, stellte Capuani heraus, der mit dem Kreisbrandmeister für den Löschbezirk 3, Sven Falter, und Klaus Sieber, Fachberater im Wehrführerausschuss aus Affolterbach, die Aktion beobachtet hatte. Das von Bernhard Jöst zur Verfügung gestellte Haus sei „ein überschaubares Objekt“ gewesen, sagte er. Von den 49 Wehrleuten hätten 36 teilgenommen, davon zwölf Atemschutzgeräteträger. Capuani wies darauf hin, wie wichtig es sei, bei verrauchten Objekten „so früh wie möglich den Lüfter einzusetzen“.

Der Gemeindebrandinspektor hob weiter hervor, dass die Schönmattenwager Wehr „technisch bald in eine ganz andere Liga aufsteigen wird“. Nämlich sobald das neue Löschgruppenfahrzeug 10 in Dienst gestellt werde, das auch für Katastrophenfälle ausgerüstet sei. „Eins und eins gibt nicht immer nur zwei“, betonte Capuani. Aus zwei Wehren sei nicht nur eine geworden, sondern die neue Abteilung sei mehr als die Summe von zwei Einzelteilen.

Bürgermeister Kunkel, der zusammen mit Gemeindevertreter-Vorsitzendem Nothung Köhler der Übung beigewohnt hatte, lobte das gute Zusammenwachsen der beiden Wehren. Eine „motivierte junge Truppe ist mit Begeisterung bei der Arbeit“, sagte er. Die Floriansjünger aus dem Ortsteil „sind für die Großgemeinde ein wichtiger Bestandteil ins Sachen Brandschutz“.

Kunkel dankte den Wehrleuten dafür, „das ganze Jahr im Dienste der Mitmenschen zu wirken“. Die Feuerwehr in Wald-Michelbach sei, nicht zuletzt durch das neue Feuerwehrgerätehaus, auf einem guten Weg. Aktuell sei das Bauamt „am Zeichnen“, um die Raumplanung für das neue, „sehr zukunftsweisende Gebäude“ in Schönmattenwag zu erstellen, so der Bürgermeister. Es werde danach mit der Kreisfeuerwehrführung abgestimmt.

Bei der von Tobias Walter konzipierten Übung hatte es Einsatzleiter Johannes Kunkel mit einem Wohnungsbrand zu tun. Eine Person wurde, von Rauch und Feuer eingeschlossen, vermisst, eine zweite konnte sich in einen nicht verrauchten Raum retten und wurde über eine Leiter geboren. Im Hinblick auf den zentralen Neubau rückten die Wehrleute vom Haus des Gastes mit zwei Löschfahrzeugen und zwei Mannschaftstransportwagen aus und gingen unter Atemschutz ins Haus.

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