Jugendwehren aus der Großgemeinde übten zusammen bei der Affolterbacher Firma Pedex

Begeistert vom Engagement der Jugendlichen zeigte sich Gemeindebrandinspektor Peter Capuani nach der Übung aller Wald-Michelbacher Jugendwehren bei der Firma Pedex in Affolterbach. In seiner Abschlussbesprechung wertete er den Auftritt im Großen und Ganzen positiv, merkte lediglich an, dass die Schlauchreserven zu gering gewesen seien, um bis in die hintersten Winkel der Halle vorstoßen zu können. Sein Kompliment: „Ihr hättet auch ohne Hilfe der Erwachsenen einen Brand gelöscht.“

Pedex-Betriebsleiter Uwe Meis dankte für die Übung auf dem Firmengelände mit einer kleinen Spende an die Jugendwehren. Bürgermeister Joachim Kunkel sprach den angehenden aktiven Feuerwehrleuten Lob und Dank aus. Er würdigte die Arbeit der diversen Jugendbetreuer, die dafür sorgten, dass auch in den kommenden Jahren die Einsatzabteilungen genug Nachwuchs bekommen.

Etwa 60 Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren aus den sechs Ortsteilwehren waren mit 20 Betreuern und aktiven Floriansjüngern im Einsatz. Die noch jüngeren Bambini schauten interessiert zu, was sie bald machen dürfen, wenn sie zehn Jahre alt werden. Die jungen Brandschützer kamen neben dem Hauptort aus Schönmattenwag (mit der größten Gruppe), das auch Bezirksjugendwart Tobias Walter stellt, Kreidach, Gadern, Siedelsbrunn und Affolterbach.

Gemeindefeuerwehr-Jugendwartin Manuela Gutfleisch hatte zusammen mit ihrem Affolterbacher Kollegin Thorsten Oberle das Szenario ausgearbeitet. Die Einsatzleitung hatte Jerome Diehl. Angenommen wurde ein Brand in der Pedex-Lagerhalle mit sechs vermissten Personen. Affolterbach und Gadern waren unter „Atemschutz“ für den Erstangriff und die Suche nach den Personen zuständig. Dabei stellte sich laut Szenario heraus, dass noch mehr Kräfte nötig waren.

Was bedeutete, dass nach und nach die anderen Wehren aus der Großgemeinde anrückten. Die „alarmierten“ Wald-Michelbacher kümmerten sich um die Wasserentnahme aus dem Unterflurhydranten, damit die Affolterbacher Jugendlichen genug Wasser hatten. Die kühlten damit das Gaslager neben dem Gebäude.

Während die Kreidacher für die Verletztenversorgung (die „Verletzten“ wurden dabei von verschiedenen Wehren gestellt) zuständig waren, kühlten die Siedelsbrunnen die zusätzlichen, auf dem Gelände befindlichen Gastanks. Die Jugendlichen aus Schönmattenwag waren wegen der großen Mannschaftsstärke für die komplette andere Seite des Gebäudes zuständig. Sie bekämpften den Brand von einem anderen Abschnitt aus.

Timo Sieber, der Vorsitzender des Affolterbacher Feuerwehrvereins, wies darauf hin, dass durch die Zusammenarbeit der Jugendwehren untereinander auch nicht der gesamte Fuhrpark angekarrt werden musste. Einsatzleitwagen, Tragkraftspritzenfahrzeug, Löschfahrzeug 8/6 und Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug waren im Einsatz.

Seit einiger Zeit findet seinen Worten zufolge einmal im Jahr eine Großübung der Jugendfeuerwehr statt, immer in verschiedenen Ortsteilen. Im vergangenen Jahr war Ober-Schönmattenwag an der Reihe. Sie diene der intensiven Feuerwehr-Ausbildung der Heranwachsenden. Außerdem solle die Zusammenarbeit der Ortsteilwehren untereinander gefördert werden, sagte Sieber. Weiterer Punkt ist die Einbeziehung der Öffentlichkeit. „Die Bevölkerung kann sich ein Bild vom Ausbildungsstand in der Jugendarbeit verschaffen.“

Es werde somit auch deutlich, dass der Nachwuchs für die Einsatzabteilungen schon in den Startlöchern stehe. Deshalb waren auch die verschiedenen Wehrführer bei der Pedex-Übung zu Gast und schauten zu, was ihre Schützlinge so machten. Gemeindebrandinspektor Peter Capuani und sein Stellvertreter Christian Eck nahmen ebenfalls die Fähigkeiten der Jugendwehrleute unter die Lupe.

Zum Abschluss ging’s dann zum Affolterbacher Feuerwehrhaus. Dort hatten die Wehrleute aus dem Ortsteil schon alles vorbereitet, damit keiner Hunger oder Durst leiden musste. Kühle Getränke und Würstchen mit Brot standen für die Jugendlichen parat, die davon gerne Gebrauch machten.

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