Überwald-Gymnasium bekam ein komplett neues Gesicht: SPD machte sich ein Bild der Umbaumaßnahmen

In den vergangenen Jahren bekam das Überwald-Gymnasium ein komplett neues Gesicht. Nachdem sich die SPD-Fraktion bereits Anfang des Jahres von der inzwischen gut aufgestellten Eugen-Bachmann-Schule (EBS) überzeugen konnte, stand nun eine Besichtigung des ÜWG unter Leitung von Schulleiter Reinhard Fahrenholz auf dem Programm. Der SPD ist die dauerhafte Stärkung des Schulstandorts im Überwald ein zentrales Anliegen. Man wollte sich von der modernen Ausstattung und den erneuerten Bereichen überzeugen.

Über die vielen Veränderungen mit Blick vor allem auf die aktuellsten Maßnahmen wie naturwissenschaftliche Räume, Cafeteria oder Sporthalle erteilte der Direktor Auskunft. Leiter Hans Eberle und sein Stellvertreter Adam Schmitt von Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft beim Kreis Bergstraße gaben dazu Erläuterungen. „Wir freuen uns, dass sich das ÜWG in den vergangenen Jahren so positiv weiterentwickelt hat und wir damit eine wirklich vorzeigbare, attraktive Schule präsentieren können“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sven Wingerter.

Schon zwei Jahre, bevor Fahrenholz vor sechseinhalb Jahren ans ÜWG kam, seien der Anbau und der Durchgang entstanden, erläuterte dieser. Auch erhielt das Medieninformationszentrum seine heutige Gestalt. Es werde gemeinsam mit der EBS genutzt und stehe auch allen Bürgern der Gemeinde zur Verfügung. Über 16.000 Werke umfasse derzeit die Bücherei. „Ich bin froh, dass wir sie haben“, so Fahrenholz. Mit aktueller Jugendliteratur sei man „extrem gut ausgestattet“.

Der Rektor wies daneben auf den zwischenzeitlichen Bau der gemeinsamen Mensa mit der EBS hin. Diese habe „bei der Verwirklichung des Ganztagesangebots geholfen“. Etwa 80 bis 100 warme Essen gingen hier jeden Tag über die Theke. Eine im Vergleich mit anderen, zahlenmäßig größeren Schulen „gute Auslastung“. Fahrenholz meinte, ÜWG und Gemeinde könnten „dem Kreis sehr dankbar sein“, dass er so viel Geld in die Lehreinrichtung investiere.

Wie viel genau das ist, wusste Eberle. Seit 2005 seien 7,6 Millionen Euro ans ÜWG geflossen. 3,2 Millionen davon wurden für die Mensa und Ganztageseinrichtung verwendet, 2,8 Millionen für die neuen naturwissenschaftlichen Räume im Untergeschoss, 1,5 Millionen Euro für die Sporthalle und 300.000 Euro für das Außengelände. „Gut angelegtes Geld“, so Eberle, das den Schulbetrieb optimiere. Die bisher nicht sanierten Schulteile sollten in der mittelfristigen Planung eingeplant werden.

Adam Schmitt erläuterte, dass die Schule am Heizkraftwerk der Igena hänge. Highlight bei der damaligen Installation sei die Leitungsverlegung unter der Treppe hindurch gewesen. Da jetzt mit Holz statt mit Öl geheizt werden, habe man natürlich eine kräftige Kohlendioxid-Einsparung. Insgesamt, so der Fachmann, würden 13 Prozent Energie gegenüber früher weniger verbraucht.

Vor etwa zwei Jahren, erläuterte Fahrenholz weiter, begannen die Arbeiten im NWT-Bereich – und damit sehr aufwändige, zeitintensive Sanierungen. Der alte naturwissenschaftliche Trakt wurde völlig entkernt, in seinem Zuschnitt geändert, gedämmt, mit neuen Installationen und neuer Ausstattung versehen. „Das sieht jetzt wie ein Neubau aus“, meinte der Schulleiter.

Auch die SPD-Vertreter zeigten sich von den hellen Räumen mit ihren modernen Lehrmaterialien sehr angetan. Der interaktive Beamer, mit dem auch Inhalte aus dem Internet auf die Tafel projiziert werden können, hatte es sowohl Fahrenholz als auch Eberle angetan. Ein großer Fortschritt gegenüber früher, günstiger in der Anschaffung und auch durch die Funktionalität von allen zu bedienen, so der Rektor.

Die Rückkehr zu G9 mache sich auf vielen Felder bemerkbar, so der Schulleiter. Es gebe steigende Schülerzahlen, das Einzugsgebiet des ÜWG vergrößere sich wieder. Steigende Zahlen gebe es auch aus Mörlenbach, Zotzenbach und Hirschhorn. DA Weinheim nur G8 anbiete, kämen Schüler aus Gorxheimertal nach Wald-Michelbach. Das Überwald-Gymnasium als kleine Schule sei viel persönlicher. „Wir gehen viel mehr auf die einzelnen Schüler ein“, so Fahrenholz. „Das spricht sich auch bei den Eltern rum.“

Zusammen mit dem neuen Interieur bekam die Schule ein anderes Außenbild. „Wir haben mit neuen Farben experimentiert“, so der Direktor. „Es kam immer mehr Rot dazu.“ Schließlich habe man sich für die neue Außenfassade in diesem Farbton entschieden, dem nun farblich auch der Bereich vor dem NWT-Räumen und die Sporthalle folgten.

Letztere ist derzeit noch die einzige größere Baustelle. Vergangenes Jahr kam ein Pultdach drauf, seitdem wird sie innen komplett erneuert – inklusive Entkernung, funktionaler Zuordnung der bisherigen Räume nach tatsächlichem Bedarf, neuen Fenstern, Fußböden, Sanitärinstallationen. Die Arbeiten sollen noch bis ins kommende Jahr andauern.

Beim Rundgang erwähnte Fahrenholz darüber hinaus auch noch die neue Küche in der Cafeteria. Für deren Kauf hatte der Förderverein 40.000 Euro locker gemacht, ein weiterer Teil der Kosten wurde vom Kreis beigesteuert. Den Einbau bezeichnete der Schulleiter als „Paradestück der Planung“. Eine Woche vor den Sommerferien sei damit begonnen worden, eine Woche vor ihrem Ende „war alles punktgenau fertig“.

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