Feuerwehrverein und Gesangverein Harmonie Ober-Schönmattenwag warfen beim Herbstfest den Grill an

Alles drehte sich um die Wildsau – und diese sich wiederum am Spieß. Was Freiwillige Feuerwehr und Gesangverein Harmonie aus Ober-Schönmattenwag beim Herbst- und Dorffest Gutes grillen, hat sich herumgesprochen. Es brauchte nur wenig Zeit, nachdem das Wildschwein servierfertig war, und auf den Tellern waren nur noch die Knochen zu sehen – das gallische Dorf mit seinem Festmahl lässt grüßen.

Armin Falter hatte das 36-Kilo-Wildbret aus heimischen Wäldern immer im Blick. Der zweite Vorsitzende des Feuerwehrvereins kümmerte sich mit anderen Helfern darum, dass nichts anbrannte. Denn es wäre zu schade gewesen, wenn das gute Tier am Ende nicht genießbar gewesen wäre. Schließlich war es die kulinarische Hauptattraktion beim Herbstfest. Gebratene Pilze, Bratkartoffeln und Bratwurst waren andere Leckereien, denen sich die etwa 40 Helfer aus beiden Vereinen neben den Gästen widmeten.

Der gemeinsame Grillauftakt vor zwei Jahren kam laut dem Harmonie-Vorsitzenden Christof Klos „so gut an“, dass inzwischen die zweite Fortsetzung folgte. Nach über sechs Stunden Rotieren ging der begehrte Wildschwein-Braten über die Theke und auf die Teller. Rechtzeitig zuvor füllte sich der Grillplatz am Raubacher Weg ab 16 Uhr immer mehr, denn die super Qualität des Essens hat sich herumgesprochen. Das bestand aber nicht nur aus rein fleischlichen Genüssen, dazu gab’s etwa auch Bratkartoffeln und Kraut. Jürgen Walter von der Feuerwehr warf ebenfalls die Pfanne an und bereitete die begehrten Champignons zu, die etliche Abnehmer fanden.

Über die Nachmittagsstunden war es fast noch zu warm, trotzdem fand eine schöne Gästeschar den Weg nach Ober-Schönmattenwag. Die kam zum einen aus den beiden Schimmeldewogs, aber auch etliche Auswärtige wollten sich den Braten nicht entgehen lassen. Die Besucher erwarteten gegen Abend zwei musikalische Auftritte. Die 30 Harmonie-Sänger boten das südamerikanische „Un poquito cantas“, allerdings mit einem Odenwälder Text, der sich ums Essen und Trinken dreht. „Kathrin“ von den Bläck Fööss durfte aus dem großen Repertoire ebenfalls nicht fehlen.

Zusammen mit den „Funtastichor“ aus Nieder-Liebersbach, der ebenfalls von Ria Günther geleitet wird, gab’s „The Lion sleeps tonight“ und „Yakanaka“ zu hören. Der Gastchor bot außerdem „Chattanooga Choo Choo“ dar, das Glenn Miller bekannt gemacht hatte und Udo Lindenberg für seinen „Sonderzug“ nach Pankow verwendete. Die 25 Sänger waren außerdem mit dem „Banana Boat Song“ und „Leavin‘ on a jetplane“ präsent.

Nachdem das Wildschwein zur Sättigung beigetragen hatte, sorgten die „Ourewäller Uurumbl“ unplugged für Stimmung. In der Besetzung Christof Klos und Mara Mottl (Gitarre), Benedikt Breitwieser (Bass), Janina Becker (Keyboards), Tobias Walter (Schlagzeug) sowie Timo Walter und Steffi Walter (Gesang) gab’s von der Kerweband ein buntes Potpourri an Liedern zu hören. Auf „Bitte mit Sahne“ folgten auch diverse Rocksongs.

Steffi Walter gab bei „Die Hölle morgen früh“ bestens die Helene Fischer. Katja Ebsteins „Wunder gibt es immer wieder“ war ebenso auf der Setliste wie „Verdamp lang her“ von BAP. Zum Schluss hin schlugen die sechs dann eine härten Gangart mit dem „Summer of 69“ von Bryan Adams, „Purple Rain“ von Prince oder dem „Crocodile Rock“ ein. Super Stimmung herrschte bis spät in die Nacht.

„Wir agieren als Vereine gut zusammen“, erläuterte Klos den Hintergrund des gemeinsamen Festes. In der jetzigen Form habe es so etwas in dieser Form im Ort noch nicht gegeben. Zwar wurde der seit 1975 bestehende Grillplatz früher für Feste genutzt, diese schliefen aber irgendwann ein. Bis eben die beiden Vereine das Dorffest „in schönem Ambiente“ ins Leben riefen. Da man einige Jäger in Vereinsreihen habe, sei vor zwei Jahren die Idee entstanden, doch mal ein Wildschwein zu grillen. Der große Erfolg gab Feuerwehr und Gesangverein Harmonie Recht. Mit Fackeln und Lagerfeuer wurde am Abend noch ein heimeliges rustikales Ambiente in freier Natur geschaffen.

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