Bis spät in die Nacht herrschte beim Kerwe-Auftakt in Wald-Michelbach reger Betrieb

Mehr als gelungener Auftakt für die Gassenkerwe. Bis spät in die Nacht herrschte reger Betrieb im Zentrum der Überwald-Gemeinde. Vor allem auf der Hofwiese und am Rathaus, wo die Musik spielte, steppte der Bär. Aber auch in den Straußwirtschaften und an den Ständen ballten sich die Besucher. Ein zwischenzeitlicher Schauer konnte die vielen Besucher nicht von der großen Party zum Beginn der viertägigen Veranstaltung abhalten. Erst etwas mehr Regen weit nach Mitternacht bedeutete einen kleinen Dämpfer.

Feucht-fröhlich war der Start: Nachdem Bürgermeister Joachim Kunkel schon beim Heimatfest seine Probleme mit dem Zapfhahn hatte, ging auch diesmal der Fassbieranstich am Getränkewagen des Skiclubs Überwald schief. Sehr zur Schadenfreude der Zaungäste und zum Leidweisen von Nothung Köhler, dem sein Bierkrug vor der Nase zerplatzte und der stattdessen den Gerstensaft auf seiner Kleidung wiederfand. „Die Besucher lachten sich einen ab“, nahm dieser aber das Malheur mit Humor.

Nach dem Start der verschiedenen Musikprogramme war fast im Minutentakt zu beobachten, wie es an den einzelnen Verkaufs-, Essens- und Getränkeständen und in den Zelten voller wurde. Besonderer Anziehungspunkt war die Hofwiese mit dem Einhaus, wo die Eintracht mit Bembelwagen, Bierpilz, Barbetrieb und Festzelt aufwartete. Die erste Mannschaft stand am Freitagabend an den Tresen und bediente, die 1b am Samstag.

Die Eintracht der Fußballer beim Bar-Aufbau lobte Kassenwart Wolfgang Wojcek. „Die von der SG haben kräftig mitgeholfen“, hob er hervor. Vereint waren die beiden Vereine allerdings auch in der Rundenspiel-Niederlage zur Wochenmitte, die mehr oder minder hoch ausfiel. Dafür gab’s dann aber auch an der Bar genügend Möglichkeiten, um die hohe Packung etwas weniger schlimm einwirken zu lassen. Um die 20 Mitglieder waren bei der ETW, einem der Mitbegründer des Kerwe, pro Arbeitsschicht im Einsatz.

Auf dem Stagemobil rockten derweil die „Knetkepp“ die Menge. Hinter der Formation stehen die Musiker Patrick Gräber (Gesang und Bass), Michael Jungmann (Gesang und Gitarre), Janina Becker (Keyboards) und Daniel Arnold (Schlagzeug), alle vier aus Unter-Abtsteinach. Von „außen“ kommen Nico Böhm (Gitarre) aus Bonsweiher und Steffi Walter (Gesang) aus Ober-Schönmattenwag dazu. Ihr Programm aus alten (deutschen) Hits bis hin zu ein paar Hardrock-Stücken kam bestens an. Eintracht-Präsident Peter Bihn freute sich über den Riesenandrang auf dem Platz.

Die „Knetkepp“ legten nach dem letztjährigen ersten Auftritt bei der Kerwe in Abtsteinach dieses Jahr richtig los. „Wir haben erstmal viel geprobt, unser Repertoire erweitert und sind im Internet tätig geworden“, erzählte Steffi Walter. Nach der Kuhstallparty im März gab‘s etliche Anfragen. „Wenn man Auftritte spielt und hinterher Lob hört, ist das der größte Lohn für unsere Arbeit“, sagt sie. Das „Gründungs-Jubiläum“ wird in Abtsteinach am kommenden Wochenende mit einer großen Kerwe-Party kräftig gefeiert.

War auf der Hofwiese mal Pause, dann wanderten viele gerade Jüngere zum Zelt der SG vor dem Rathaus. Zu späterer Stunde wurde es in der dortigen Tanzfabrik, unterstützt von der Firma „Besessenheit“ der Wald-Michelbacher Mirko Heldmann und Nils Maday, richtig voll. DJ-Musik und Barbetrieb der Fußballer kamen bestens an.

Im Lok-Schuppen der „LOK Spechtbach“ gab’s guten alten, handgemachten Hard Rock. „TopSpin“, der Rockdreier aus dem Steinachtal, zelebriert diesen bei regelmäßigen Auftritten in der Region. Fast 60 Titel von Bryan Adams über Metallica bis ZZ Top haben die drei gestandenen Mittvierziger mittlerweile im Programm. Jürgen Dittler (Gitarre, Gesang), Oliver Maier (Drums) und Stefan Semmler (Bass) heizten den im Verlauf des Abends immer zahlreicher werdenden Zuschauern kräftig ein.

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