Wald-Michelbacher Ferienspaß-Kinder hatten viel Spaß im Kletterwald und auf der Sommerrodelbahn

Bei der Sommerrodelbahn sind sie alle „alte Hasen“. Auch wenn sich gerade die beiden Gruppen mit den jüngeren Teilnehmern den Sitzbänken zum Mittagessen eingefunden haben, waren die Sieben- bis Neunjährigen schon oft bei der Touristen-Attraktion auf der Kreidacher Höhe zu Gast. Aber vom Odenwald-Bob können die Ferienspiel-Kids nie genug kriegen, deshalb ist die Abfahrt Richtung Tal jedes Mal aufs Neue eine Riesengaudi.

Der Kletterwald war da schon ein anderes Kaliber. Die verschiedenen Parcours sind nach Alter und Schwierigkeitsgrad gestaffelt. Da kann es schon mal sein, dass ein Jüngerer nicht alles machen darf. „Ich hatte keine Angst“, versicherte glaubhaft die neunjährige Emily. Sie fand es schön, wie den Kindern alles erklärt wurde und diese lernten, gesichert in der Höhe zwischen den Bäumen über die wackelnden Stufen zu gehen.

84 Übungen in zehn Parcours warten im oberhalb der Rodelbahn gelegenen Kletterwald auf die kletterbegeisterten Besucher. Der niedrigste mit einer Höhe von einem Meter kann bereits ab sechs Jahren genutzt werden. Dann geht es Schritt für Schritt weiter hinaus. Die Höhen liegen dann zwischen einem und 14 Metern Höhe. Dabei kann sich jeder nach seinem eigenen Geschmack die passende Höhe aussuchen.

Die siebenjährige Laetitia war beim „Sechserpack“ an der Seite ein wenig vorsichtig, meinte sie. Für Hanna (8) wiederum war die Seilbahn die größte Attraktion. Dahinter verbirgt sich der Flying Fox Parcours, bei dem die Kinder an einem Seil hängend durch die Luft sausen. „Sehr, sehr groß“, meinte der achtjährige Pascal über den Kletterwald. Auch er fand es toll, am Seil durch die Luft zu fliegen. Schade fand er nur, dass er für manche Aktivitäten noch zu jung war.

Silvan kennt den Kletterwald schon auf dem Effeff. „Ich war schon zehn Mal da“, meinte der Neunjährige im Brustton der Überzeugung. Rio (7) gefiel es besonders gut, in Schwindel erregender Höhe frei laufen zu können und den Boden so weit unter sich zu sehen. „Das macht einen Riesenspaß“, sagten die Jungs mit Blick auf die Sommerrodelbahn. Die haben sie schon etliche Male mit ihren Freunden und Eltern besucht.

Die Streckenführung der 1000 Meter langen Sommerrodelbahn kann sich sehen lassen, überquert sie doch eine Landstraße und führt danach durch zwei actiongeladene Kreisel in einer atemberaubenden Höhe von sechs Metern über dem Erdboden. Mit bis zu 40 km/h fahren die Sommerrodler auf den gelben Schlitten ins Tal, um dann mit dem automatischen Liftersystem wieder zurück zur Bergstation transportiert zu werden.

Bevor es allerdings dorthin ging, wollten erst einmal die nach den Anstrengungen hungrigen Mäuler gestopft werden. Brat- und Currywurst sowie Pommes wurden von den Betreuern herbeigeschafft, damit sich alle für die Fahrten auf dem Odenwald-Bob stärken konnten. Das Wetter spielte den ganzen Tag über optimal mit, die für nachmittags gemeldeten Gewitter ließen sich nicht blicken.

Die 60 Kinder waren zu Beginn in vier Gruppen eingeteilt worden. Die älteren zwischen zehn und zwölf Jahren fuhren zuerst mit der Rodelbahn, während die jüngeren zwischen sieben und neun in den Kletterwald gingen. Die Teilnehmer am Ferienspaß der Gemeinde kamen dabei nicht nur aus Wald-Michelbach selbst, sondern auch aus den verschiedenen Ortsteilen.

Zwölf Betreuer, drei pro Gruppe, kümmerten sich um die Kids, während diese jeweils mehr als zwei Stunden bei den beiden Attraktionen aktiv waren. Seitens der Gemeinde hatte Markus Knapp alles organisiert. Nachdem sich die Kinder schon auf der Kreidacher Höhe ordentlich ausgepowert hatten, folge gestern der Höhepunkt der Ferienspiele: der Besuch des Holiday-Parks in Haßloch.

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