MGV Unter-Schönmattenwag blickte beim Grillfest auf ein erfolgreiches Sängerhalbjahr zurück

Eine mehr als erfreuliche Bilanz des vergangenen Sängerhalbjahres zog der MGV Sängerbund bei seinem traditionellen Grillfest vor der Sommerpause. Hier kommen die Mitglieder noch einmal in gemütlicher Runde zusammen, um die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen und Ausschau zu halten, was im Rest des Jahres noch alles ansteht. Das Ganze im Sängerheim mit guter Verpflegung und bei netten Gesprächen.

Vorsitzender Christian Jöst blickte auf ein „erfolgreiches erstes Halbjahr“ zurück. Das äußerte sich nicht nur in gelungenen eigenen Veranstaltungen, sondern auch in der preisgekrönten Teilnahme an Chorwettbewerben, bei denen die Sänger aus dem kleinen Schimmeldewog auf Augenhöhe mit großen Chören aus den Sängerhochburgen agierten. „Für einen Ort unserer Größenordnung haben wir uns toll präsentiert“ und um einiges größeren Klangkörpern aus größeren Städten den Schneid abgekauft, meine Jöst.

Bestes Beispiel dafür war laut dem MGV-Chef das Sängerfest in Watzenborn bei Gießen. Hier holte der MGV sogar 23,5 gegenüber 23,33 Punkten beim sowieso schon sehr erfolgreichen Chorwettbewerb in Baiertal zwei Wochen zuvor. 30 Sänger hatten sich zusammen mit Dirigent Hajo Karl und einigen Unterstützern auf den Weg nach Mittelhessen gemacht. Golddiplom und Dirigentenpreis waren der verdiente Lohn für den Sieg in der Klasse M2 mit 13 teilnehmenden Vereinen.

Besonders gut wurde das „Vive l’Amour“ mit 24,0 Punkten (25 sind das Maximum) bewertet, bei dem Jöst als Solist glänzte. Das „Tre Stycken för Manskör“ erhielt 23,75 Punkte. Hier war Jungsänger David Bruns mit einem Solo zu hören. Dieses 13 Minuten lange Stück hat der MGV extra für Wertungssingen einstudiert. Drittes Lied war das „Kevättune – Kevade tunne“. Jöst sah den Erfolg als umso bedeutsamer an, da in Watzenborn mehr oder weniger die Crème de la Crème der deutschen Männerchöre am Start war.

Nur zwei von ihnen, quasi die Flaggschiffe der Klangkörper, holten im ganzen Wettbewerb überhaupt noch mehr Punkte. In der reinen Männerchorwertung war dies mit 23,83 Punkten die Germania Freiendiez unter Dirigenten-Crack Jürgen Faßbender, bei den Popchören „You’n‘Joy“ der Cäcilia Lindenholzhausen. „Wir haben ganz oben mitgesungen“, so Jöst.

In letzteren Ort soll es kommendes Jahr zu einem internationalen Chorwettbewerb gehen, wenn sich die Schönmattenwager dann mit Sängern aus den USA, Australien oder den Philippinen messen werden. Die Lindenholzhausener wiederum waren vergangenes Jahr bei den Feierlichkeiten zum 140. Jubiläum des MGV zu Gast im Überwald und begeisterten damals mit ihrem mächtigen Gesang.

Jöst hob daneben die erfolgreiche Probenarbeit der Dirigenten Hajo Karl (Männer) und Katharina Blattmann (Frauen) heraus. Letzere waren in Baiertal erstmals wieder seit längerer Zeit auf einem Wettbewerb vertreten und holten mit der neuen Dirigentin dabei einen schönen Erfolg, auf dessen Erfahrungen sich für die Zukunft aufbauen lässt. Mit Katharina Zink habe der Kinder- und Jugendchor „Cantante Cintura Kids“ seit Mitte April wieder eine Leiterin. Über die aktuell mehr als 20 jungen Teilnehmer zeigte sich Jöst sehr erfreut.

Aber auch die eigenen Veranstaltungen waren ein großer Erfolg. Schlachtfest, Maifeier und vor allem die Theaterveranstaltung zusammen mit Gesangverein Harmonie Ober-Schönmattenwag und  Theatergruppe zogen viele Gäste an. Damit ist es aber für dieses Jahr noch nicht getan. In seinem Ausblick nannte Jöst den Probenbeginn für alle Chöre nach den Sommerferien am 2. September, das Oktoberfest am 2. Oktober und die geplante Weinprobe im November.

Der Zusammenhalt in der Sängerfamilie war auch wieder beim Abschlussgrillfest spürbar. Viele fleißige Hände hatten im Vorfeld dafür gesorgt, dass alles bereit war. Das Spanferkel war am Morgen in Mosbach geholt, gewürzt und dann auf den Grill gehängt worden. Sechs Stunden lang drehte es sich unter Beobachtung, bis es serviert werden konnte. Dazu gab’s von den Vereinsmitgliedern gespendete Salate. Ein lauschiger Abend sorgte dafür, dass keiner früh nach Hause ging.

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