Einen Nachmittag lang entführte das Wald-Michelbacher ÜWG beim Schulfest nach Afrika

Afrika-Feeling überall. Durchs ganze Schulhaus des Überwald-Gymnasiums ziehen ungewohnte Gerüche, erklingen Trommeln, laufen kostümierte Affen durch die Gegend, sind an jeder Ecke thematische Stände aufgebaut, die sich mit dem schwarzen Kontinent beschäftigen. In einer Theateraufführung wird die Savanne lebendig. Einen Nachmittag lang heißt beim ÜWG-Schulfest das Motto „Afrika“.

Aus den eingereichten Themenvorschlägen hatte das Lehrerkollegium im Vorfeld dieses ausgewählt. An zwei Projekttagen liefen die Vorbereitungen für das alle zwei Jahre im Wechsel mit der Projektwoche stattfindende Fest. Daran sind dann alle 570 Schüler und die 60 Lehrkräfte beteiligt. Mit welchem Erfolg, ließ sich an den sehr positiven Rückmeldungen und der großen Resonanz auf die farbenfrohen Aktivitäten messen. Dass der Andrang gut war, belegten auch die oftmals ausverkauften Stände. Das Fest organisiert hatten Katharina Backert und Christine Lauer.

„Tuishi pamoja“ hieß das Theaterstück über eine Freundschaft in der Savanne, das die 5B unter Leitung von Sebastian Schertel und Katrin Gölz in der Aula aufführte. Am Beispiel des Giraffenkinds Raffi (Tilman) und des Zebras Zea (Melina) wurde verdeutlicht, wie unvernünftig pauschale Vorurteile sind und wie wertvoll dagegen Freundschaften, gerade wenn beide Herden einem Angriff der Löwen ausgesetzt sind.

Die Klasse hatte das Musikstück trotz anderweitiger Aktivitäten wie Sommerkonzert und Bläserwettbewerb innerhalb kürzester Zeit eingeübt und bekam dafür viel Applaus. Das stete Kommen und Gehen in der Aula sorgte bedauerlicherweise für ein permanentes Hintergrundrauschen, das das Verstehen der Texte schwierig machte.

Wie auch aus allen anderen Projekten wurden die Erlöse der 6C für diverse Aktionen in Afrika gespendet. Die Klasse hatte verschiedene Tiere wie Nashorn, Tiger oder Flamingos sowie Palmen als Laubsägearbeiten hergestellt und pries die Waren mit viel Engagement an. Mit Erfolg: Kurz vor Ende des Fests waren fast alle verkauft. Das Krokodil gab’s unter dem Motto „Alles muss raus“ für einen Euro fast nachgeschmissen.

8A und 8B informierten auf dem Hof über die Verhältnisse im Sudan und die Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño. Die 40 Schüler der beiden Klassen waren daneben zugunsten von Unicef am Morgen eine 300-Meter-Runde auf dem Sportplatz gelaufen. Gespendet wurde dazu je nach Wunsch. Umlagert war im oberen Stockwerk das Tischkickerturnier der 5D.

Eis weg und Eintopf alle: Alles leer vermeldete das Tutorium Arsu zum Schluss. Jeder Schüler hatte vier Portionen Eintopf gekocht, das Eis hatte man mitsamt Nostalgie-Truhe aus Langenthal beschafft. Umlagert war die „Safari-Jagd“ der 7A: Hier galt es, mit etwas Können und Genauigkeit diverse selbst gemalte Bilder mit Tieren abzuwerfen und Gummibärchen dafür einzuheimsen: Affe, Schlange, Tiger, Elefant und Strauß standen zur Auswahl.

Gleich beim Betreten des Schulgebäudes lachte den Besuchern das farbenfrohe Afrika-Gemälde von Kunstlehrer Manfred Dannewalt entgegen. Gewinne mit Afrika-Motiven standen neben Schwimmbad- und Sommerrodelbahn-Gutscheinen auch ganz oben auf der Liste der Tombola-Preise. Darüber hinaus wurden die Schüler nicht müde, die Gäste nach Spenden für Afrika „anzuhauen“.

Natürlich war das kulinarische Angebot ebenfalls exotisch ausgerichtet. „Taboulé“ hieß das Gericht aus der arabischen Küche mit Couscous, Tomaten, Salatgurken und typisch afrikanischen Gewürzen. Die 9D verkaufte daneben auch nicht-alkoholische Cocktails mit Namen wie „Red Africa“, „Sahara“ oder „Kap der guten Hoffnung“. Auf der anderen Hofseite stand die Schülervertretung mit Obstbechern und Limo. Von der 8C gab’s einen Süßkartoffel-Auflauf mit Reis zu erstehen.

Absoluter Renner waren das Kinderschminken und die Henna-Malerei. Da viele jüngere Geschwister mitgekommen waren, hatten die Oberstufen-Schüler einiges zu tun, sie in Elefanten, Schmetterlinge oder Tiger zu verwandeln. Zusammen mit den Henna-Symobolen gab es auch einige Informationen über das Alphabet in Hieroglyphen. Im Obergeschoss erschallten derweil die Trommeln und fuhr mit der 5C der Zug nach Afrika ab. Gegenüber informierte die 6B über die ungerechte Verteilung der Ressourcen, Landwirtschaft und Krankheiten auf dem Kontinent.

Zahlreiche weitere Aktionen und Stände, deren schiere Zahl hier den Rahmen sprengen würde, sorgten für ein gelungenes Afrika-Bild. „Fleisch“ hieß das Stück der Theater-AG, afrikanische Lieder gab es von der 5A zu hören. Infos über die Partnerschaft mit Tansania hatte Pfarrer Stefan Ningel parat. Den Fair-Trade-Stand betrieb die Oberstufe, eine Collage zum Thema „Toleranz und Menschenrechte“ hatte die 7B zusammengestellt.

Mehr Bilder gibt’s hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1203816642995816.1073741946.100001024761983&type=1&l=bee4735ed2

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