Ein „erfolgreicher Jahrgang“ wurde an der Wald-Michelbacher Bachmann-Schule verabschiedet

Als einen „erfolgreichen Jahrgang“ bezeichnete Direktor Thomas Wilcke die 70 Entlassschüler der Eugen-Bachmann-Schule, die jetzt mit einer Feier in der Rudi-Wünzer-Halle verabschiedet wurden. Davon waren 17 aus der Hauptschule und 53 aus der Realschule. Die Notendurchschnitte lagen seinen Worten zufolge bei 2,4 in Real- und 2,8 in Hauptschule. Im Mathewettbewerb der achten Klassen hätten sich die Schüler durch besondere Leistungen ausgezeichnet.

Mit einigen ironischen Schlenkern zeichnete Wilcke mit Rückgriff auf die Fußball-EM den schulischen Lebensweg der Heranwachsenden nach. Die Lehrer hätten ihren Teil „zu eurer Menschwerdung“ beigetragen. Die Hauptlast habe allerdings bei den Erziehungsberechtigten gelegen. Auf dem Weg zur Dame und zum Herren „haben wir Lehrkräfte euch begleitet“, so der Schulleiter. Aber auch viele anderen hätten ihren Teil dazu beigetragen, denen Wilcke dafür dankte.

Die jetzigen Entlassschüler seien der letzte Jahrgang, der die Baustelle und die Container über die gesamte Schulzeit hinweg erlebt habe. „Ihr hinterlasst uns eine top renovierte und top ausgestattete Schule“, meinte Wilcke schmunzelnd. Denn demnächst werde die Baustelle Eugen-Bachmann-Schule der Vergangenheit angehören.

Der Schulleiter forderte die Abgänger auf: „Steht zu euch, bringt euch ein, seid selbst stark, nicht stark auf Kosten anderer.“ Auch sollten sich die Jugendlichen ihrer Stärken und Schwächen bewusst sein. Was man jetzt in der Gegenwart könne, „macht euch stark für die Zukunft“. Denn alle Weisheit habe ihre Grenzen. Nicht alles sei erklärbar, vorhersehbar, planbar. Schon Einstein habe gesagt: „Man muss diese Welt nicht verstehen, man muss sich nur in ihr zurechtfinden.“

Als einen Tag, „ der immer ein besonderes Ereignis bleiben wird, egal welchen Weg ihr einschlagt“, bezeichnete Bürgermeister Joachim Kunkel das Schulende. Die Arbeitswelt biete viele Möglichkeiten, betonte er. Gleichzeitig sei die „Zeit des Lernens noch nicht vorüber“. Das werde auch lange so bleiben. Mit dem Abschluss wurde „eine wunderbare Grundlage für den weiteren Lebensweg gelegt“, sagte Kunkel. Es liege nun in den Händen der Schüler, ihre eigene Zukunft „bewusst zu gestalten“. Dabei sollten sie auch Rat und Tat von Menschen annehmen, die einem nahestehen. Mit der Kraft einer starken Schule solle die bestmögliche Ausbildung garantiert werden. Der Bürgermeister lobte daneben die bemerkenswerte Zusammenarbeit zwischen den Schulen im Überwald.

„Wir können allesamt stolz auf uns sein“, meinte Schülersprecherin Manuela Weber in ihrer beeindruckenden Rede. Egal welcher Notenschnitt der einzelne habe: „Hauptsache, wir haben es geschafft.“ Während der Schullaufbahn hätten die Jugendlichen viele neue Erfahrungen gesammelt. Die Abschlussfahrt nach Venedig werde allen immer im Gedächtnis bleiben, sagte Weber. Daraus sei auch das Motto „Teamwork ist alles“ entstanden. Mit Geschenken an die Lehrer verabschiedeten sich die Schüler von diesen.

Die ehemalige Schulleiterin Rita Trojan richtete für den Freundeskreis einige Worte an die Gäste. Es sei nun ein wichtiger schulischer Abschnitt geschafft, meinte sie. Ein Tag, „der im Leben hoffentlich unvergesslich sein wird“. Einerseits gelte es Abschied zu nehmen, andererseits sei es nun auch ein Aufbruch in eine „neue spannende Welt“. Der Freundeskreis überreiche den Entlassschülern ein Herz aus Stein als Sinnbild für Beständigkeit, ein Fundament, auf dem man bauen und vertrauen könne. „Es soll für euch ein Glücksbringer sein“, sagte sie an die Jugendlichen gerichtet. Sie gab ihnen mit auf dem Weg: „Geht mit Respekt und liebevoll mit euren Freunden um.“

Die Veranstaltung wurde in der ersten Hälfte umrahmt vom EBS-Blasorchester unter Leitung von Benedikt Schütz. Danach trat die Schulband „School of Rock“ auf, von Claudia Spangenberg und Reinhard Kerner geleitet wird. Die Auszeichnungen für besondere Leistungen nahm Schulleiter Thomas Wilcke zusammen mit seiner Stellvertreterin Anke Bernius und Rita Trojan vor.

Für das Kollegium hielten bei der Entlassfeier der Eugen-Bachmann-Schule Margit Beetz und Christiane Koch die Verabschiedungsrede. Darin beleuchteten die beiden humorvoll die vergangenen Schuljahre, nahmen sich selbst und die Schüler ein ums andere auf die Schippe. „Es ist geschafft, jetzt geht es erst richtig los“, meinten die Lehrerinnen mit Blick aufs Ausbildungs- und Arbeitsleben, das den Jugendlichen jetzt bevorsteht.

Koch sah sich in ihren einleitenden Worten an ein afrikanisches Sprichwort erinnert. Laut diesem „braucht es ein ganzes Dorf, um Kinder großzuziehen“. Sie sprach deshalb ihren Dank an alle aus, die in den vergangenen fünf oder sechs Jahren daran beteiligt waren. Koch zählte 600 gemeinsame Stunden Englisch sowie 240 Stunden Powi und Kunst auf. Die EBS sei in der gemeinsamen Zeit immer in Bewegung gewesen, betonte sie.

Als „immer in Bewegung“ charakterisierte sie auch den Jahrgang. Nicht nur wegen der Baustelle, sondern auch durch gemeinsame Ausflüge, auf die Koch einen humorvollen Rückblick hielt. Sie habe sich bemüht, „aus euch mündige Europäer zum machen“ und ein Fundament an Fachwissen zu legen, das man im Leben brauche. Auch die Vermittlung von sozialem Empfinden und Handeln sei ihr sehr wichtig gewesen.

Margit Beetz, die EBS als „eine besondere Schule“ übersetzte, sprach von einem „besonderen Jahrgang“. Vier Jahre lang habe sie diesen als Klassenlehrerin begleitet und sogar sechs Jahre in Mathe. Hier habe man in dieser Zeit 1125 Arbeiten inklusive der Prüfungen geschrieben. Der gemeinsame Unterricht von Haupt- und Realschule in der fünften und sechsten Klasse sei vor sechs Jahre noch Neuland gewesen, betonte sie. Man habe sich erst zurechtfinden müssen.

Wie Beetz sagte, sei die gesamte Schulzeit der Abgänger von Baumaßnahmen begleitet gewesen. Dafür habe man aber auch sehr schöne neue Klassenräume bekommen. Mathe sei „für viele immer noch ein Mysterium“, kennzeichnete sie die Zeit, als sie 60 junge Leute auf die Prüfung vorbereiten musste. Alle zusammen hätten sie die Höhen und Tiefen des Zusammenlebens kennengelernt. Jeder Schüler habe seine eigene Persönlichkeit mit Stärken und Schwächen.

Die Lehrerin meint schmunzelnd, sie hoffe ein Vorbild gewesen zu sein – und nicht nur nach Einstein ein abschreckendes. Die Leistungen der Abgänger bezeichnete sie als „top“. Einerseits werde sie die Schüler vermissen, andererseits „bin ich auch erleichtert, die Verantwortung abgeben zu dürfen“. Es sei nun an der Zeit, „dass ihr neue Wege geht“, meinte sie an die Schüler gewandt. Dabei sollten sie nicht immer die bequemsten nehmen, sondern die Herausforderung nicht scheuen.

EBS-Abgänger 2016

9H Hildenbeutel: Cindy Viola Arnold, Izabel Asenova, , Gabriela Asenova Rumenova, Maria-Larisa Ciobanu, Denisa-Clarisa Dinescu, Fabio Helfmann, Fabian Herd, Lukka Kessler, Patrick Kohl, Gennaro Mango, Cengizhan Özkulaber, Timo Rießland, Lara Schweidler, Markus Speicher, Tyulai Torunov, Justin Weihrauch, Jaqueline Winkler

10aR Beetz: Manuel Appelt, Julian Arnold, Marcel Berbner, Paul Emig, Katharina Gölz, Alexandra Grimme, Onur Gül, Lena Guthier, Léon Jöst, Luisa Kleinert, Lisa Kurtz, Jennifer Landmann, Leon Loos, Marcel Lücht, Melanie Mandel, Lara Meißner, Susanne Metz, Heiko Morr, Oguzhan Odabasi, Michelle Pleiner, Elma Pudic, Carina Roth, Dana Sattler, Daniela Will

 

10bR Koch: Angelina Adler, Simona Aldin Said, Marie Arnold, Julia Camber, Michéle Dietz, Maurice Engert, Pia Fischer, Carolin Gabriel, Eileen Gutierrez, Lara Helm, Leon Hintenlang, Michelle Kahlig, Feyza Korkut, Waldemar Kornilov, Damian Kragulj, Julius Lampert, Semih Mamaci, Lara Mieslinger, Saskia Reubold, Julia Schellong, Jona Scheuermann, Lara Schneider, Jano Schwebel, Christoph Sperker, Isabel Steidl, Felix Trenkwald, Denis Usov, Manuela Weber, Jan Zerr

Klassenbeste:

10aR/Beetz: Carina Roth (1,5); 10bR/Koch: Manuela Weber (1,5); 9aH/Runkwitz/Hildenbeutel: Markus Speicher (2,0), Cengizhan Özkulaber (2,0)

DELF A2: Maurice Engert, Katharina Gölz, Jennifer Landmann, Melanie Mandel, Michelle Pleiner, Carina Roth, Dana Sattler

SZO Silber: Onur Gül, Leon Jöst, Oguzhan Odabasi, alle 10aR, Jano Schwebel, Jan Zerr, beide 10bR (Schulsanitätsdienst); Michelle Kahlig, 10bR (besonderes Engagement für die Klasse); Julius Lampert 10bR (Schulband)

Gold: Markus Speicher, 9aH, Angelina Adler, 10bR (Sanitätsdienst, besonderes Engagement für Klasse); Marcel Berbner, Heiko Morr, 10bR (Schulsanitätsdienst); Pia Fischer, 10bR, (Schulband, besonderes Engagement für die Klasse); Manuela Weber, 10bR (Schulsprecherin)

Advertisements