Verschiedene Ensembles begeisterten beim zweiten Sommerkonzert des Überwald-Gymnasiums mit zahlreichen Welthits

Ein furioses Finale der ÜWG-Big Band beendete das zweite Sommerkonzert des Überwald-Gymnasiums. Genau pünktlich um 21 Uhr, sodass die Fußball-Begeisterten noch schnell an den Bildschirm eilen konnten, um das EM-Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich zu verfolgen. Irgendwie passte auch das letzte Stück dazu wie die Faust aufs Auge: „Gonna fly now“, das Thema aus den Rocky-Film, läutete mit seinen fanfarenartigen Blechbläser-Klängen bestens die spannende Partie ein.

Das Flaggschiff des musikalischen Schaffens am ÜWG mit seinen 25 Schülern begeisterte hier noch einmal mit seinem vollen Sound, schwang sich swingend zu den höchsten Tönen empor und heimste dafür begeisterten Applaus ein. Robin Beckenbach wurde für sein furioses Schlagzeug-Solo mit einem Extrabeifall bedacht. Um rechtzeitig fertig zu sein, war das Programm extra um zwei Titel gekürzt worden, erläuterte Leiter Sebastian Schertel. Den Anfang des Sets machte das weltbekannte „Stand by me“ von Ben E. King, das mit seinen perlenden Tönen vom Wechselspiel der Saxophone lebte. Sehr majestätisch kam „Dare to dream“ rüber, das zwischen getragenen und machtvollen Passagen wechselte.

Ein Feuerwerk an bekannten Songs zündeten die verschiedenen Ensembles in der ersten Konzerthälfte. Die Brass Stars, 15 Musiker von der unteren Mittel- bis zur Oberstufe, läuteten mit dem Uriah-Heep-Welthit „Lady in Black“ den Abend ein. „Time to leave“ und „Tourdion“ hießen die beiden weiteren Stücke, für die die Schüler viel Beifall bekamen. Das „Hakuna Matata“ aus dem König der Löwen, vom SII-Chor gesungen, bildete einen weiteren Höhepunkt.

Ein Best-of der Beatles hatten die Gesangsklassen der 7A und 8A zusammen mit dem SII-Chor im Gepäck. „Let it be“, „My Michelle“, „Yesterday“ oder „Hey Jude“ waren einige der Highlights des fast 40 Köpfe zählenden Chors, der unter der Leitung von Werner Marquard und Sebastian Schertel mit überschäumendem Applaus belohnt wurde. Der „Cup-Song“ war schon grenze schon an Akrobatik. Denn die Schüler machten mit den Bechern nicht nur Musik, sondern warfen sie sich auch noch fast über die gesamte Bühnenbreite zu.

Mit Unterstützung von Felix Strasser am Bariton-Saxophon ließ die Bläserklasse 6B zahlreiche Raketen mit Händels Feuerwerksmusik steigen. Michael Valentin entführte mit den Bläsern der 9B zum „Großen Tor von Kiew“ von Mussorgsky und zeichnete musikalisch ein melancholisches Bild der weißrussischen Seele. Einmal um die ganze Welt: Dem „King of Pop“ Michael Jackson widmete die Klasse diesmal unter Sebastian Schertel ein ganzes Medley. „Thriller“, „Beat it“, „Earth Song“ und „Billie Jean“ wurden dargeboten.

Eine Neuerung dann nach der Pause: Mit dem MGV Union Wald-Michelbach unter Dirigent Hans-Joachim Karl war erstmal ein externer Chor dabei. Die Sänger nutzten die Gelegenheit auch gleich, um für musikalischen Nachwuchs zu werben. Die Vocal-Band „Basta“ entführte mit dem Stück „Feuerzeug“ in einen großen Konzertsaal, „denn sie wollen auch wie ein großer Star auf der Bühne stehen“, meinte Karl schmunzelnd.

Als dann noch der SII-Chor der Männer zusätzlich auf die Bühne kam, wurde es langsam eng: Mit etwa 30 Männerstimmen gab’s den Klassiker der Comedian Harmonists schlechthin zu hören, den „Kleinen grünen Kaktus“. Mehrstimmig, schön akzentuiert und auf den Punkt gesungen holten sich die Sänger ihren verdienten Applaus des wieder über 300 Köpfe zählenden Publikums ab. An diesem Konzerttag standen noch einmal über 130 Interpreten auf der Bühne.

Nach den Dankesworten von Direktor Reinhold Fahrenholz bildete wie am Tag zuvor der Ausflug ins Dschungelbuch den krönenden Abschluss. „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ spielten die Musiklehrer, unterstützt von einem vielstimmigen Schülerchor unter der Leitung von Doris Steffan-Wagner. Sebastian Schertel (Tuba), Stefan Römer (Posaune), Werner Marquard (Trompete), Thomas Braun (Klavier) und Michael Valentin (Klarinette) hatten zum zweiten aufs Neue viel Spaß an dem Stück.

Für das ÜWG mit seinem Musik-Schwerpunkt bildeten die beiden Konzerte wieder eine gelungene Möglichkeit, sich selbst mit der geleisteten Arbeit zu präsentieren. Die fünften und sechsten Gesangsklassen gehen danach in die Chöre über. Die Bläserklassen wiederum bleiben von der fünften bis neunten Klasse zusammen, die Schüler spielen nebenher noch in verschiedenen Ensembles mit. Wenn sich Eltern und Kinder beim Übergang aufs Gymnasium für den Musikzug entschieden, dann bedeutet dies in der Woche eine Stunde mehr Musikunterricht als in der „Normalklasse“.

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