Ganz vorn beim Jugend-Bezirkswettkampf: Besser hätte sich die Feuerwehrfusion in Schönmattenwag nicht anlassen können

Besser hätte es für die frisch fusionierten Jugendfeuerwehren aus Unter- und Ober-Schönmattenwag nicht laufen können: Beim Wettkampf des Löschbezirks 3 in Langenthal landeten von den fünf angetretenen Mannschaften gleich vier unter den ersten Fünf (wir berichteten). Jugendwarte und Wehrführung nahmen das zum Anlass, die knapp 30 Kinder und Jugendlichen zum Grillabend einzuladen und dabei gleichzeitig die bisher „reibungslos verlaufene Zusammenlegung“ hervorzuheben.

„Das lief besser als erwartet“, freute sich Wehrführer Tobias Walter. Die Vorbereitungen für den Wettkampf „haben die Gruppe sehr geformt und den Teamgeist gefördert“. Seit dem „offiziellen“ Zusammenschluss vor drei Monaten hätten Jugendwart Daniel Koudele, seine Stellvertreter Kevin Körsch und Max Haberkorn sowie Kinderfeuerwehrwartin Tanja Ritter zusammen mit Jugendsprecher Ramon Jöst und den anderen Beteiligten sehr gute Arbeit geleistet, betonte Walter.

Neben den Übungen kamen auch die Kameradschaftsabende nicht zu kurz. „Da wurde auch einfach mal zusammen Pizza bestellt“, lächelte Tanja Ritter. Insgesamt 32 Jugendliche aus beiden Ortsteilen umfasst die neue gemeinsame Kinder- und Jugendwehr, die Bambini zwischen sechs und zehn sowie die Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren alt. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine stolze Größe, die man sicherlich in Städten so nicht finde, betonte Daniel Koudele.

Die Jugendlichen profitierten bei den Vorbereitungen für den Bezirkswettkampf vom großen Zusammenhalt im Dorf. „Die Stelzen bekamen wir von der Grundschule Schimmeldewog ausgeliehen“, freute sich Max Haberkorn. Schmunzelnd meinte Walter, dass zur Fitness sicherlich auch das kräftigende Frühstück beigetragen habe, das es vor dem Wettkampf von der Metzgerei Dingeldein gab.

Die Ausschreibung für die zu bewältigenden Übungen bekommen die teilnehmenden Wehren sechs bis acht Wochen vor Termin geschickt und können dann üben. Da wurde dann Theorie gepaukt und versucht, die Saugleitung möglichst schnell zusammen zu montieren – auch dies eine Aufgabe beim Wettkampf. Schon in den vergangenen Jahren, damals noch mit zwei verschiedenen Wehren, schnitten die Schönmattenwager Jugendwehren gut ab. Drei Wanderpokale zieren bereits die Feuerwehrhäuser. Aber so erfolgreich war man bisher noch nie.

Wie Tobias Walter anmerkte, greife man bei solchen Großereignissen auch gerne auf den Gemeindebus zurück, um alle Mitglieder transportierten zu können. Denn die zwei eigenen Mannschaftsbusse reichten dafür nicht aus. Auch in dieser Hinsicht funktioniere die Zusammenarbeit sehr gut, von Wald-Michelbach bekomme man die benötigte Unterstützung.

Organisatorisch sei die Fusion durch die zwei Feuerwehrhäuser noch etwas schwierig zu händeln, meinte Walter. „Das fängt mit der Frage an, wo der Wanderpokal hinkommt“, meinte Kevin Lörsch lachend. Um die Kinder- und Jugendwehr zu verzahnen, gibt es außerdem noch je einen Jugendsprecher für die Ortsteile.

„Wir haben ein paar Kennenlern-Abende veranstaltet, damit sich die Kids dort beschnuppern und ihre Sorgen loswerden konnten“, erläuterte der Wehrführer. Es habe die Sorge gegeben, „dass durch die Fusion etwas Familiäres verloren gehen würde“, meinte Tanja Ritter. Doch ganz im Gegenteil: „Der Zusammenhalt wurde noch besser“, stellte sie erfreut fest. Die Feuerwehr sei für alle ein großes Zuhause geworden, kann Daniel Koudele nur bestätigen.

„Wir sind stolz auf unsere gute Jugendtruppe“, unterstreicht Walter. Denn mit dieser könne man in den nächsten zehn bis 15 Jahren den Brandschutz in Schönmattenwag sicherstellen, wenn die heutigen Nachwuchskräfte in die Einsatzabteilung überwechselten. „Wir hoffen auf viele Übernahmen“, so der Wehrführer. Die Feuerwehr müsse immer den Blick nach vorn richten und für die Zukunft planen.

Das jetzige gute Ergebnis sei die beste Basis dafür – und auch Motivation für den kommenden Wettkampf, die Leistungsspange. Die findet während des Kreis-Zeltlagers im Juli in Bensheim statt und biete eine „super Möglichkeit, den Zusammenhalt weiter aufzubauen“, meinte Max Haberkorn.

 

Info: Treffpunkt für die Schönmattenwager Jugendwehr ist immer mittwochs um 17.45 Uhr am jeweiligen Feuerwehrhaus. Interessierte sind willkommen.

 

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