Menschen-Kicker-Turnier bei der Affolterbacher Kerwe: „Stoanisch United“ hatte den besten Kick auf dem Feld

„Chicks on speed“, „Balla Balla Connection“ oder „Shades of Pink“ lauten die illustren Namen der Teilnehmer-Mannschaften. Antreten müssen sie gegen „Stoanisch United“, „FC Dauerdicht“ oder die „Relegationshelden“. Herzlich willkommen zum Menschen-Kicker-Turnier, das der SV am Samstagnachmittag anlässlich der Kerwe durchführte. Der Andrang und die Gaudi waren groß: 16 Mannschaften mit sechs Spielern kämpfen sechs Stunden lang im überdimensionalen Tippkicker-Feld um den Titel des Kerwemeisters.

Das Kicker-Turnier, im vergangenen Jahr das erste Mal durchgeführt, habe – neben den Konzerten – „den besten Zuspruch unserer Kerwe-Attraktionen“, freute sich Jörg Rettig vom SV-Förderverein. Auf dem Sportplatz war es außerhalb der Bundesliga-Übertragungen richtig voll. Mannschaften und Zaungäste hatten viel Spaß an der gebotenen Gaudi. Start war mit einem Einlagespiel der Kerwekids, ehe sich dann vier Mannschaften in vier Gruppen je acht Minuten in der Vorrunde gegenüber standen. Die Finalrunde lief nach dem bewährten K.o.-Prinzip ab. Sieger war „Stoanisch United“ vor den „C-geunern“ und den „Blue Boys Affolterbach“.

Am Abend zuvor hatte die Coverpartyband „Xtreme“ aus dem Mosbacher Raum wieder für ein Kerwe-Highlight gesorgt. 600 Fans in der Peter-Heckmann-Halle feierten eine heiße, vierstündige Party bis tief in die Nacht. Schon von Anfang an tanzte das Publikum kräftig zu den Songs mit, zum Schluss hin war wirklich jeder in Bewegung. Vom Anfang bis zum Ende war die Halle voll. Keiner machte vor 2.30 Uhr schlapp, als das Licht wieder anging. „Xtreme“ ist bereits von der vergangenen „X-Mas-Party“ als feste Größe gesetzt. Der SV sei „sehr zufrieden mit dem Abend“, so Rettig, „es herrschte eine super Stimmung“.

Mit gleich drei Sängern war die Partyband für alle Songs gerüstet. Mario und Lukas für den männlichen Part und Jenny für die weiblichen Stimmen sorgten dafür, dass zusammen mit rasanten Outfitwechseln die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt werden konnte – egal ob das jetzt aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke, Neue Deutsche Wetter oder deutsche Schlager.

„Wake me up“ von Wham oder der „Summer of 69“ von Bryan Adams hatten deshalb ebenso ihre Berechtigung wie ein Wolfgang-Petry- oder Bayern-Medley, Songs von den Toten Hosen, Ärzten, Helene Fischer, Nena oder den Sportfreunden Stiller. Zusammen mit Stücken von Queen („I want it all“), Toto („Hold the Line“) oder Status Quo („Rockin‘ all over the world“) der beste Mix, um die Gäste bei Laune zu halten. Das abwechslungsreiche Programm der jungen Musiker, kombiniert mit einer aufwändigen Bühnen- und Lichtshow, machte auch nicht halt vor einem Nena- und Dance-Medley.

Am Samstagabend beherrschte Weiß-Blau die Halle. Mit den „Volksrockern“ hatte der SV eine Gute-Laune-Truppe aus der Region in die Halle geholt. Die Musiker aus Hammelbach, Kocherbach und Modautal feierten zuerst in Dirndl und Lederhose eine große Party mit Stücken von Andreas Gabalier oder den Kastelruther Spatzen. Gegen Ende des dreistündigen Programms wurden das Outfit und die Musik gewechselt: Mit „T.N.T.“ von AC/DC, „Summer of 69“ oder „Rebel Yell“ von Billy Idol“ schlugen die fünf als „Daily Friday“ eine deutlich härtere Gangart ein.

Der Besuch war laut Rettig allerdings „ziemlich enttäuschend“ und schlechter als im vergangenen Jahr. Vor allem der Zuspruch aus der Ortsbevölkerung fehlte bei der großen Sause, die bis 2 Uhr in der Nacht andauerte. Die Stimmung war aber trotz der nicht geschlossenen Reihen vor der Bühne die ganze Zeit über gut, beobachtete er.

„Unser Musikgeschmack ist breit gefächert“, machte Steffen Kehr (früher bei „Nero“) deutlich, dass die Volksrocker keine Berührungsängste kennen. „Wir haben einfach viel Spaß an der Sache.“ Diese dürfte der Gruppe aus dem Odenwald auch geholfen haben, im September einen Auftritt auf den Canstatter Wasen zu ergattern.

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