Viel Grund zum Feiern beim dritten Hoffest der Odenwälder Feinen Brände in Litzelbach

Gleich dreifachen Grund zur Freude hatten jetzt Johannes Gehrig und seine Frau Monika Gehrig-Himmel von den „Odenwälder Feinen Bränden“: Das dritte Hoffest war bei herrlichem Wetter sehr gut besucht, bei der Prämierung „Badens Best Spirits“ sahnte man sechs hohe Preise ab und Johannes Gehrig hat in Offenburg den Fortbildungskurs zur „staatlich geprüften Fachkraft für Brennereiwesen“ erfolgreich abgeschlossen.

Wie Gehrig in einer kurzen Ansprache sagte, ist dieser Titel „eine echte Besonderheit im Odenwald“. Ihm sei in der Region nur ein weiterer Brenner bekannt, der sich damit schmücken könne. Deutschlandweit gebe es etwa 300 Personen mit diesem Berufsabschluss. Eineinhalb Jahre sei er im Winter „jedes zweite Wochenende“ nach Offenburg gefahren, um den Kurs zu besuchen. In diesem gehe es um sehr viele technische Dinge, dazu Mikrobiologie und Chemie, aber auch ganz trockene Sachen wie Buchführung Marketing.

Er habe schon immer gerne experimentiert, erläutert Gehrig schmunzelnd. In der Fortbnildung werde nicht nur vermittelt, wie man Liköre herstelle, sondern „wie man die gebrannten Dinge auch unter die Leute bringt“. Dass Gehrig ein Händchen für Liköre hat, bewies er auch bei der vom Kleinbrennerverband Baden in Sasbachwalden ausgerichteten Veranstaltung „Badens Best Spirits“. Er war der einzige hessische Teilnehmer neben vielen Badenern, Pfälzern, Saarländern und ein paar Franken.

In Hessen gebe es leider keinen Brennerverband, erläuterte Gehrig, „daher bin ich als gebürtiger Badener bei diesen Mitglied geworden“. Gold und einen Ehrenpreis habe er für den Erdbeerlikör „Rotkäppchens Traum“ erhalten. Und die Nachfrage des verprobenden Sommeliers, „wie man denn sowas macht“. Denn das habe dieser selbst noch nicht fertiggebracht. Der Ehrenpreis wurde bei 3500 Anstellungen nur 73 Mal vergeben. Dafür braucht es die volle Punktzahl.

Nochmal Gold gab es für den Williamslikör „Unser Willi“ von den Odenwälder Feinen Bränden, Silber für den Walnuss „Eichhörnchenparadies“ und Zwetschgenlikör „Giselhers Vermächtnis“. Bronze erhielt das Ehepaar Gehrig für den Apfelweinlikör „Ourreweller Gold“ und den schwarzen Johannisbeerlikör „Odins Nacht“.

Auf die Idee, an einer Prämierung teilzunehmen, „brachte mich unser Brennerkollege Reinhard Mück aus Nieder-Liebersbach“, erinnerte sich Gehrig. „Und dann hat mich meine Frau dazu angestachelt daran teilzunehmen“, fügte er lächelnd hinzu. Er betonte, dass alle prämierten Liköre zum Standardsortiment der Brennerei gehören. Die Preise nahm Gehrig vor kurzem vom Vorsitzenden Ulrich Müller entgegen.

Zum Hoffest überbrachte seitens des Kreistags und des Landrats Gottfried Schneider Glückwünsche. Grasellenbachs Bürgermeister Markus Röth gratulierte zu allem, was die Gehrigs in den vergangenen acht Jahren erreicht haben. Sein Wald-Michelbacher Kollege Joachim Kunkel betonte in seinen Worten die Bedeutung solcher Betriebe für den Überwald.

Die verschiedenen Aussteller auf dem Dreiseithof des Gehrigs boten selbst hergestellte Waren an. Darunter waren Filz- und Edelrostarbeiten, Stauden und weitere Pflanzen oder Schmuck nicht nur für Damen. Dazu kamen Chutneys, Essige und Öle sowie Seifen und Körperpflege-Artikel aus dem Odenwald. Natürlich konnten auch die verschiedenen Brände und Liköre verkostet werden. Musik gab es von den „Thistles and Weeds“. Die Gruppe aus dem Odenwald spielte Folk- und Bluegrass-Songs.

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