Herrliches Maiwetter sorgt beim MGV Unter-Schönmattenwag für zufriedene Gesichter

„Trotz Regen und Sturm ließen sich die Gäste nicht vom Besuch des traditionellen Mai-Rocks abhalten“, freute sich die zweite Vorsitzende des MGV Sängerbund, Anette Wiegel. Der Abend mit der schon bestens bekannten Band „TopSpin“ aus Heiligkreuzsteinach war wieder gut besucht. Am nächsten Tag, als die Sonne vom Himmel strahlte, hatten auch die MGV-Aktiven ein großes Lächeln im Gesicht. Denn zum morgendlichen Frühschoppen mit der Blaskapelle Schimmeldewog füllte sich das große Zelt schnell, wurden die Bänke sogar nach draußen geschafft, um das schöne Wetter zu genießen.

Mit ihren Rockcovers der 70er bis 90er Jahre sorgte das Trio aus dem Eiterbachtal für beste Laune. Auch wenn es von draußen aufs Zeltdach prasselte und kalt wurde: Drinnen kochte die Stimmung. Je später der Abend, desto tanz- und singwütiger wurden die Besucher, zu denen sich auch ein paar Wanderer aus dem benachbarten badischen Tal gesellt hatten. Bis 2 Uhr unterhielten die Musiker mit ihren Coversongs, doch danach war noch lange nicht Schluss mit Feiern.

Bereits zum neunten Mal war die vor zehn Jahren gegründete Band beim MGV zu Gast. Jürgen Dittler (Gitarre, Gesang), Oliver Maier (Drums) und Stefan Semmler (Bass, Gesang) spielen eigenwillige Cover-Versionen alter Klassiker und wissen damit ihr Publikum zu begeistern. Denn ihr Motto „Feel the music live“ erfreut die Freunde von handgemachter Musik.

Auf der Setliste standen Stücke von Cream, Guns‘n Roses oder Creedence Clearwater Revival, aber auch Thin Lizzy, ZZ Top, Whitesnake, Deep Purple, Uriah Heep, Metallica, Golden Earing, The Who oder Foreigner. Gerockt wurde, was das Zeug hielt, inklusive fetter Gitarrensoli sowie präziser Arbeit auf Bass und Schlagzeug.

Start des Maifests war bereits ein paar Stunden vorher gewesen, als der MGV auf dem Kerweplatz im Alten Weg zur geselligen Runde eingeladen hatte. Mit Blick auf die vielen Konkurrenzveranstaltungen rund um den 1. Mai zeigte sich die MGV-Spitze sehr zufrieden. „Viele Gäste fanden den Weg nach Unter-Schönmattenwag“, zeigten sich Wiegel und der Vorsitzende Christian Jöst erfreut über die Resonanz.

Der nächste Morgen gehörte der Blasmusik. Während deren Klängen füllte sich das Zelt schnell, so Anette Wiegel. Dazu trug sicherlich auch der Magnet „Haxen am Grill“ bei, die ebenso reißenden Absatz fanden wie die frisch gebackenen Schnitzel und der vor Ort angemachte Salat. Für diese kulinarischen Leckereien machte sich der Schwesterchor MGV Union Wald-Michelbach gerne zu Fuß auf und wanderte die paar Kilometer Ulfenbachtal abwärts.

Während die Blasmusik mit ihren bekannten Evergreens von Polka über Big-Band-Sound und Chansons bis hin zu Pop das volle Zelt unterhielt – natürlich durfte zum Schluss das Schimmeldewajer Lied nicht fehlen -, wurde kurzerhand nach draußen umgebaut. Das war auch der passende Platz, um dann Kaffee und Kuchen zu genießen. Ebenso schnell wie das Mittagessen war auch die Kuchentheke geplündert.

Das nachmittägliche Kinderprogramm am 1. Mai fand diesmal bei gutem Wetter großen Zuspruch, nachdem es vergangenes Jahr wegen des Regens reduziert werden musste. Das Kinderschminken durch Vereinsaktive wurde ebenso gut angenommen wie Torwandschießen und der Luftballonwettbewerb, bei dem laut Wiegel sowohl der weiteste als auch der kürzeste Flug ausgezeichnet werden. „Was zurückkommt, wird beim Oktoberfest prämiert.“

1989 führte der MGV sein erstes Maifest durch, damals noch mit einem Zelt. Inzwischen sind es sechs aneinander gebaute, in denen zwischen 50 und 60 Vereinshelfer an beiden Tagen für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Zusätzlich packen über zehn Aktive mit an, wenn es im Vorfeld darum geht, das Fest zu organisieren und die Zelte aufzubauen – und danach wieder den Kerweplatz aufzuräumen. „Gerade die Jungsänger engagierten sich stark“, stellte Wiegel den Nachwuchs lobend heraus. Denn der übernahm am Sonntagnachmittag die letzte Schicht.

Die jüngsten Chormitglieder des Kinderchors „Cantante Cintura Kids“, inzwischen unter der neuen Chorleiterin Katharina Zink mehr als 20 an der Zahl, waren es, die im Vorfeld des Festes den Maibaum mit bunten Bändern geschmückt hatten, ehe ihn die Jungsänger zusammen mit einigen Männerchor-Mitgliedern am Kerweplatz aufstellten. Nach dem Fest ist aber auch genug zu tun: Verschnaufen können alle erst, wenn das Zelt abgebaut ist. Das sollte beim gestrigen guten Wetter bis in den Abend hinein geschehen sein.

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