Helmut Gremm einstimmig als Siedelsbrunner Ortsvorsteher bestätigt

Der alte ist auch der neue: Helmut Gremm geht in seine vierte Amtszeit als Ortsvorsteher. Auf der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirats wurde er ebenso einstimmig bestätigt wie sein Stellvertreter Alfred Wolf. Dem Gremium gehören daneben Christian Böddicker, Horst Ehrhard und Iris Schlack an. Den ausgeschiedenen Hans Trumpfheller und Brigitte Schlack dankte Gremm mit einem kleinen Präsent für die gute Zusammenarbeit.

Gemeindevertreter-Vorsitzender Nothung Köhler, der zusammen mit Bürgermeister Joachim Kunkel und Hauptamtsleiter Ernst Gräber zur Sitzung gekommen war, sprach den Dank der gemeindlichen Gremien an die Gewählten aus, sich wieder für den Wald-Michelbacher Ortsteil zu engagieren. Er rief dazu auf, weiterhin den direkten Draht zur Gemeindeverwaltung zu pflegen. „Es ist erfreulich, wenn man sieht, dass es in den Ortsteilen voran geht“, brachte Köhler zum Ausdruck, wie viel in den vergangenen Jahren in Siedelsbrunn geleistet wurde.

Die einstimmige Wiederwahl des seit 15 Jahren amtierenden Helmut Gremm zum Ortsvorsteher und von Alfred Wolf zum Stellvertreter war mehr oder weniger Formsache. Schriftführer ist Tobias Johann, Stellvertreterin Marion Beutel. In seinem Ausblick streifte Gremm das Projekt „Glücksorte – Ortsglück“. Er sehe es als „große Chance für Siedelsbrunn“, um das Dorf schöner zu machen. Mit guten Ideen sei einiges ins Leben gerufen worden, sagte der Ortsvorsteher.

Er erwähnte unter anderen das Vorhaben, vorhandene Sitzbänke aufzufrischen, alte, kaputte, nicht mehr benötigte zu entfernen und neue aufzustellen. Am 17. Juni sei das nächste Treffen unter dem Motto „Krone lebt auf“ geplant, bei dem die verschiedenen Projekte vorgestellt werden sollten, so Gremm. Er hofft, bis dahin noch weitere Ehrenamtliche zur Teilnahme begeistern zu können.

Der wiedergewählte Ortsvorsteher regte daneben an, den Parkplatz unterhalb des Gasthauses Morgenstern bis zum Winter wieder zu öffnen. In der Zwischenzeit solle er als Schotterrasen angelegt und die Steine entfernt werden. Gremm erhofft sich Entlastung der Parksituation, weil im Winter durch Ausflügler „alles vollstand“ und die schmalen Ortsstraßen zugeparkt waren. Nachdem das Dach der Friedhofshalle inzwischen dicht ist, wünscht er sich nun die Weiterarbeit am Gebäude selbst, das durch die Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Bürgermeister Kunkel rief dazu auf, weiterhin das Prinzip der „kurzen Wege“ zur Verwaltung zu nutzen. Auf diese Weise habe man schon viel erreichen können. „Alles geht zwar nicht“, so Kunkel, aber in der vergangenen Zeit sei in Siedelsbrunn etliches geleistet worden – und davon vieles auf ehrenamtlicher Basis. Der Rathauschef stellte den kürzlichen Schützentag als „herausragendes Ereignis“ für die Großgemeinde heraus.

Er lobte den Mut der örtlichen Schützen, als kleiner Verein die Ausrichtung übernommen zu haben. „Die Veranstaltung war bestens organisiert“, gab Kunkel das Lob des Landesschützenverbands weiter. Hier zeige sich eindrucksvoll, wie positiv sich ein Verein entwickeln könne, wenn die Rahmenbedingungen stimmten. Er zielte damit auf die Entscheidung zum Bau von Bürgerhaus und Schießstand vor zehn Jahren ab. „Auf das Bürgerhaus können wir heute stolz sein“, so Kunkel.

Er sicherte die Unterstützung der Gemeinde beim Projekt Glücksorte zu. Zum Thema Friedhofshalle schlug der Verwaltungschef einen Ortstermin vor, um weitere Verbesserungen besprechen zu können. Bei einem Termin in Siedelsbrunn führt aktuell am Thema Windkraft kein Weg vorbei. Kunkel betonte, dass die Windenergieanlage (WEA) auf dem „Stillfüssel“ seit 2011 in zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen behandelt worden sei.

An Alfred Wolf gerichtet, sprach der Bürgermeister eine Einladung ins Rathaus für die Bürgerinitiative Gegenwind aus, um dort ins Gespräch zu kommen und alle Unterlagen in Augenschein zu nehmen. „Die Anlagen werden kommen und nicht zu verhindern sein“, zeigte sich Kunkel überzeugt. „Wir sollten uns darüber unterhalten, wie wir Auswucherungen verhindern können“, meinte Gremm. Es sei schlecht, wenn in der Bevölkerung Angst durch falsche Gerüchte geschürt werde, sagte er. Ähnlich äußerte sich auch Köhler. Dieser bedauerte es, dass von manchen Personen Informationen über die WEA – teilweise sogar wissentlich – falsch weitergegeben würden

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