Wald-Michelbacher Jugendförderverein hat jetzt auch Abtsteinach mit im Boot

Die Zusammenarbeit im Jugendfußball wird noch breiter aufgestellt. Mit ihrer Unterschrift besiegelten die Vorsitzenden der beiden Abtsteinacher Fußball-Vereine, Hans Josef Arnold für die SGU und Michael Jöst für den FCO, die Kooperation mit dem Jugendförderverein (JFV) Wald-Michelbach. Der wird bisher bereits getragen von SG und SV Eintracht als Stammvereinen, deren Kinder und Jugendliche hier betreut werden. Für die SG setzte Gerhard Berger sein Autogramm unter die Vereinbarung, Peter Bihn war leider erkrankt und konnte an der Vertragsunterzeichnung nicht teilnehmen.

Schon bisher betreute der JFV zwischen 130 und 150 Kinder von den beiden Wald-Michelbacher Sportvereinen SG und Eintracht in Mannschaften ab der A-Jugend abwärts. Mit der neuen Kooperation werden es über 200 sein. „Wir sind Breiten- und Leistungssport orientiert“, betont Vorsitzender Christian Fornoff. Ihn freut es, dass auch immer mehr Mädchen unter den Fußball begeisterten Kinder und Jugendlichen seien.

Mit der Kooperation werden unter dem Dach des JFV über zehn Mannschaften von der A- bis zur E-Jugend aktiv sein. Manche Altersgruppen sind in Zukunft dann gleich mehrfach vertreten. Fornoff versprach sich von der breiteren Aufstellung Synergien in Vorstands- und Jugendarbeit sowie den Zugriff auf mehr Trainer und qualifizierte Betreuer.

Grundsätzlich möchten der Jugendförderverein seine Kooperationspartner „mehr Kinder und Jugendlichen für den Fußball begeistern“, so Fornoff. Denn der Zulauf für den Fußball sei heute nicht mehr so stark wie in früheren Jahren. Die Kinderzahlen gingen zurück, dazu gäbe es mehr Konkurrenzangebote und Nachmittagsschule. Die Vereine müssten mehr Werbung für sich machen, was zeitintensiver sei – und besser funktioniere, wenn man die Arbeit auf mehr Schultern verteilen könne, sagte der Vorsitzende.

Weiterer Hintergedanke der intensivierten Zusammenarbeit sei der Wunsch, „Kinder und Jugendliche, die die gleiche Schule besuchen, in einem Verein zusammenzuführen“, betont Fornoff. Denn bereits seit diesem Schuljahr spielten Siebtklässler des ÜWG in einer Fußball-AG unter Trainer Alexander Rütger gemeinsam. Der, ausgebildeter Sportlehrer, trainiert beim JFV außerdem die B-Jugend. Diese begonnene Kooperation mit der Schule möchte der Verein langfristig ausrichten.

Eine „zielgerichtete Arbeit auf einem guten qualitativen Niveau“ hat sich der JFV laut Fornoff auf die Fahnen geschrieben. Zu den verschiedenen Vereinstrainern stießen auch zusätzlich qualifizierte Externe, um die vielen Teams betreuen zu können. Er stellt viel Zulauf aus dem benachbarten Odenwaldkreis fest, gerade im Bereich der A- bis C-Jugend. Dies nicht nur bei den Jugendlichen, sondern auch bei den Betreuern.

Die Überlegungen innerhalb des JFV-Vorstands und die folgenden Gespräche über eine Kooperation hätten sich langsam entwickelt, erläutert Fornoff. Zu Beginn der vergangenen Runde habe es bereits die Überlegung gegeben, gemeinsam mit Abtsteinach eine weitere C-Jugend zu melden – da der JFV zu viele Spieler für eine Mannschaft hatte. Das war dann zwar zu kurzfristig, aber daraus folgten die intensiveren Beratungen, die Jugendarbeit im Überwald stärker zu bündeln.

Um die Jugendarbeit breiter aufzustellen, rücken Vertreter von SG Unter- und FC Ober-Abtsteinach in den JFV-Vorstand ein. Dem gehören bisher neben Fornoff die zweite Vorsitzende Marion Pluschke, Kassenwartin Melitta Ernst, Schriftführer Sascha Gölz und Beisitzer Hermann Unser an. Weitere Beisitzer-Posten mit bestimmten Funktionen werden nun geschaffen. Ein weiterer, ganz praktischer Gesichtspunkt ist Fornoff zufolge, dass man in Zukunft drei Sportplätze zur Verfügung hat und nicht nur den einen an der Wald-Michelbacher Rudi-Wünzer-Halle.

Mehr Infos: http://www.jfv-waldmichelbach.de

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