Diesmal sollen die Weihnachtsbäume in Flammen aufgehen: Neuer Termin fürs Fastnachtsfeuer der Schönmattenwager Jugendwehr ist am Freitag, 26. Februar

Am Fastnachtsdienstag machte das stürmische und regnerische Wetter der Jugendfeuerwehr Schönmattenwag noch einen Strich durch die Rechnung. Jetzt steht der neue Versuch fürs Fastnachtsfeuer an: Am Freitag, 26. Februar, sollen die ausgedienten Weihnachtsbäume um 18.30 Uhr am Haus des Gastes angezündet werden. Die Bevölkerung ist eingeladen, fürs leibliche Wohl ist natürlich gesorgt. Die Bäume, weit über 100 an der Zahl, wurden zwischendurch am Gerätehaus gelagert.

Mit 20 Jugendlichen und fünf Betreuern fand am zweiten Januar-Samstag die Sammelaktion statt, damals noch als Jugendfeuerwehr Unter-Schönmattenwag. Inzwischen ist durch die Fusion das „Unter-“ entfallen. Die Christbaum-Sammlung hat im Ort schon eine Jahrzehnte lange Tradition. Ihr Erlös der Aktin fließt in die Jugendkasse für die Freizeitgestaltung. Dazu kommt das gemütliche Beisammensein in nettem Rahmen mit den anderen Feuerwehrangehörigen. Auch ist der Aspekt der Brauchtumspflege wichtig. Die Jugendwehr ist selbst bei widrigen Wetterverhältnissen unterwegs und bietet gerade älteren Mitbürgern einen gern genutzten Service. Diese müssen sich dann nicht selbst um die mühsame Entsorgung kümmern.

Ähnlich wie die am Fastnachtsdienstag zu Tal rollenden Feuerräder in Heddesbach oder Langenthal soll mit dem Verbrennen der Bäume, dem Licht und der Wärme, der Winter vertrieben und der Sommer begrüßt werden. Danach steht aber auch die Geselligkeit im Vordergrund. Deshalb kommen gerne Ortsbürger vorbei, um sich das eindrucksvolle Spektakel nicht entgehen zu lassen. Für die Verantwortlichen ein gutes Beispiel der Verbundenheit zwischen Feuerwehr und Bevölkerung.

Die (feurige) Entsorgung von Weihnachtsbäumen ist schwedisches Brauchtum. Dort dauert, wie in Norwegen und Finnland auch, die Weihnachtszeit 20 und nicht nur 13 Tage, also bis 13. Januar. Abschluss ist traditionell mit dem St.-Knut-Fest, das Ikea in Deutschland als „Knut“ verballhornt hat (mit Weihnachtsbaum aus dem Fenster werfen). Der St.-Knut-Tag geht auf den dänischen König Knut IV. aus dem 11. Jahrhundert zurück, der heiliggesprochen wurde und dem die Verlängerung der Weihnachtszeit bis zum 13. Januar zugeschrieben wird.

Ob nun die Schweden wirklich ums Weihnachtsbaum-Feuer tanzen, sei dahingestellt. Aber eine Tradition ist dieser gesellige Abschluss der langen Winternächte und Weihnachtszeit allemal. Er findet in Deutschland in Form der Weihnachtsbaum-Verbrennung inzwischen in vielen Städten Nachahmer und trägt zur Belebung des gesellschaftlichen Lebens in den jeweiligen Orten bei.

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