Fachbereiche am Überwald-Gymnasium präsentieren sich beim Tag der offenen Tür von ihrer besten Seite

Spanien ließ grüßen: „Viva España“ hieß es gleich am Eingang des Überwald-Gymnasiums (ÜWG). Die Nachos hatten aber einen tieferen Zweck: Die Schüler der Spanisch-Klasse transportierten die Infos über dieses ÜWG-Angebot durch den Magen. Ganz etwas anderes auf der gegenüberliegenden Seite des Erdgeschosses: „Headis“, ein Mix aus Tischtennis, Fußball und Badminton und ebenfalls am ÜWG angeboten ließ sich hier bestaunen. Und das waren nur zwei Stationen, die von angehenden Fünftklässlern und ihren Eltern beim Tag der offenen Tür in Augenschein genommen werden konnten.

Dieser ist einer von drei Bestandteilen, mit denen ÜWG und benachbarte Eugen-Bachmann-Schule (EBS) um neue Schüler werben. Am Anfang standen Besuche bei den Elternabenden der Grundschulen. Schulleiter Reinhard Fahrenholz und Susanne Arnold stellten hierbei die Schulform Gymnasium vor. Dem folgte eine Infomesse in der Mensa. Und eben jetzt die Präsentation sämtlicher Fachbereiche mit Themen rund um den Übergang von Grund- zu weiterführender Schule. Für den Elternbeirat informierte dessen Vorsitzende Martina Tavaglione über die Arbeit dieses Gremiums.

Neben den Fächerinhalten ging’s dabei auch um formale oder rechtliche Fragen. Was etwa müssen Eltern beachten, die in Baden-Württemberg wohnen? Denn das ÜWG hat inzwischen einen Einzugsbereich von 25 Kilometern, betonte Reinhard Fahrenholz. Der reicht über Birkenau und Gorxheimertal bis hinüber ins Weschnitztal, auf der anderen Seite bis hinunter an den Neckar – mit der badischen Exklave Heddesbach als Besonderheit. Gerade aus dem südlichen Bereich, stellte er fest, kämen immer mehr Schüler ans ÜWG – was Fahrenholz auf das hier angebotene G9 im Vergleich zu den Gymnasien in Eberbach oder Neckargemünd zurückführt.

Vorgestellt wurden beim Tag der offenen Tür auch das Ganztagsprogramm mit der „bewegten Pause“. In der siebten Stunden können Schüler nämlich mit Erlaubnis der Eltern Go-Karts oder Roller nutzen. Wovon natürlich auch an diesem Tag ausgiebig Gebrauch gemacht wurde. Dazu durfte die Mensa an der EBS getestet werden. Dazu waren die diversen Mitmachstationen auf die Viertklässler zugeschnitten.

Musik wird am ÜWG groß geschrieben. Brass Stars, Bläser- und Gesangsklasse waren deshalb den ganzen Vormittag in Aktion zu erleben. Denn die kommenden Fünftklässler (oder deren Eltern) müssen sich vor Einschulung entscheiden, ob sie den Schwerpunkt der folgenden zwei Jahre auf Musik oder Gesang legen möchten. Natürlich gibt’s auch die „Standard“-Variante des Schulbesuchs. Neben „Mathematik zum Anfassen“ wurden auch die erste Fremdsprache Englisch in die pädagogische Arbeit in der Klasse 5 erwähnt. Die Bilder-Ausstellung mit Schülerwerken stieß auf große Resonanz.

Bewährt habe sich bei er inzwischen traditionsreichen Veranstaltung das relativ neue Konzept der Info-Stände, beobachtete Arnold. Der gute Austausch mit der EBS in Form des parallelen Termins mache Sinn. Die Eltern informierten sich breit gefächert. „Viele wissen auch schon, was sie wollen“, ergänzte Reinhard Fahrenholz, da bereits zuvor die Schulen viele Infos transportierten. So waren Grundschulkinder schon zum „Schnuppern“ da.

Seiner Beobachtung nach beschäftigt oft die Grundschulempfehlung die Eltern. „Es gibt die Angst, sich falsch zu entscheiden.“ Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der EBS könne man hier Hilfe anbieten. Durch die Rückkehr zu G9 am ÜWG sei nun ein Wechsel zwischen den Schularten leichter möglich. Die Durchlässigkeit sei eher gegeben. „Wir helfen dabei wenn nötig“, so Fahrenholz. Auch könne die Wahl der zweiten Fremdsprache in Ruhe überlegt werden, da sie erst mit der siebten Klasse relevant werde.

Der „sanfte Übergang“ von Grund- zu weiterführender Schule hat sich nach den Worten von Susanne Arnold bewährt. Rechtzeitig vor den Sommerferien werde bereits informiert, berichtete Christiane Köhler. Die Schüler wüssten dann bereits, mit wem sie in eine Klasse kommen (Wünsche sind möglich) und wer Klassenlehrer sei. In der ersten Unterrichtswoche gebe es Schulhausrallye und Kennenlernspiele, später fahren laut Köhler alle fünften Klassen zusammen auf Burg Breuberg.

„Es geht darum, dass sich die Kinder am ÜWG wohlfühlen“, so Arnold. Der sanfte Übergang trage ebenfalls zur gesteigerten Attraktivität des Gymnasiums bei, das in diesem Schuljahr erstmals seit vielen Jahren wieder vier fünfte Klassen bilden konnte. Dazu kommen die in den vergangenen Jahren auf den neuesten Stand sanierten Räume – unter anderen der Physik- und Chemiebereich.

Als letzter Baustein wird gerade die Sporthalle saniert, derzeit kommen neue Fenster rein. Laut Fahrenholz soll sie ab Anfang März wieder nutzbar sein. Ab dem Frühsommer rechnet man mit einer neuerlichen Sperrung. Dann wohl bis zum Jahresende, wenn der Boden ausgetauscht wird. Rechtzeitig zum Frühjahr hin will man nach den Osterferien den neu gestalteten Außenbereich vor Aula und Cafeteria einweihen. Sitzbänke und Tische stehen dort bereits, zwei Sonnenschirme warten noch im Innern geparkt auf besseres Wetter.

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