Wald-Michelbachs Fußballer-Maskenball kehrte zurück zu seinen Wurzeln

Klein, aber fein: Der Fußballer-Maskenball, kurz Fumaba, fand in diesem Jahr erstmals im Sportlerheim neben und nicht mehr in der Rudi-Wünzer-Halle statt. „Back to the roots“ sozusagen, denn auch die Anfänge der SG-Veranstaltung vor ein paar Jahrzehnten liefen in kleinerem Rahmen ab. Wenn aber auch dieses Mal nicht ganz freiwillig. Denn die Wünzer-Halle erwies sich in den vergangenen Jahren als zu überdimensioniert für die zurückgehende Zahl von Besuchern.

Das Sportlerheim war von den Aktiven zum gemütlichen Partyraum umgestaltet worden. Optisch und technisch wurde so eine hervorragende Clubatmosphäre geschaffen, in der sich die Gäste nicht wie im großen Saal verloren, sondern bestens feiern konnten. Dafür sorgten an diesem Abend 20 aktive Fußballer der SG, die sich an Bar, Tresen und im Hintergrund ums Wohl der Besucher kümmerten. Weitere 15 hatten bereits im Vorfeld bei Planung, Organisation oder beim Aufbau geholfen.

Die Besonderheit in diesem Jahr war, dass die Veranstaltung auf 199 Besucher limitiert wurde. Warum gerade diese Zahl? „Ab 200 Gästen gelten andere, strengere Veranstaltungsvorschriften“, erläuterte Dimitri Loenko von den SG-Fußballern. Vergangenes Jahr in der Rudi-Wünzer-Halle zählte man gerade noch 350 Gäste, hatte aber einen ungleich größeren Aufwand. Deshalb kamen die Organisatoren überein, dieses Mal eine Art „Neustart“ hinzulegen.

„Im Laufe der Jahre gingen die Zahlen immer weiter nach unten“, bedauerte Loenko. Irgendwann, in den besten Zeiten, quetschten sich mal 1200 Gäste in die Wünzer-Halle. Immer mehr Faschingsveranstaltungen an denselben Tagen, dazu noch kurze Kampagnen mit Terminballungen ließen den Andrang immer mehr zurückgehen. Trotzdem „war es eine harte Entscheidung“, das gewachsene Umfeld zu verlassen.

„Das ist jetzt wieder wie in alten Zeiten“, blickte der SG-Mann auf die Gästeschar. „185 Karten gingen im Vorverkauf weg“, zeigte er sich zufrieden, da die Werbung vor allem über den Bekanntenkreis und Facebook gelaufen sei. Der Rest wurde über die Abendkasse ausgegeben. Je später die Besucher kommen, desto früher wird’s in der Regel am nächsten Morgen: Erst nach 22 Uhr füllte sich der Raum zusehends, gegen 23 Uhr wurde es langsam richtig voll, bis nach 4 Uhr wurde gefeiert

Und die Stimmung stieg ständig: Für diese sorgte wie auch im Jahr zuvor Nils Maday als DJ M2Y, der von Partyhits bis hin zu Clubsounds eine breite Palette an Musik auflegte. Diesmal auch „jüngere und frischere Titel“, wie es Loenko beschrieb: Man habe auf die Gästewünsche aus dem vergangenen Jahr reagiert und mehr aktuelle Songs mit reingenommen.

Vor allem aus Wald-Michelbach, aber auch aus dem Weschnitztal oder von den Hammelbacher Fußballern kamen die tanz- und feierwütigen Gäste. Die meisten auch verkleidet, so wie es ein Maskenball eigentlich erfordert. Dem Einfallsreichtum waren dabei keine Grenzen gesetzt. Da konnte es nur der lustige Hut sein, ebenso aber ein komplettes Kostüm wie Panda, Clown, Vampir oder orientalische Schönheit.

Die Männer hinter der Theke standen der Kreativität der Gäste in nichts nach. „Von den aktiven Senioren bis hin zu den alten Herren“ waren an diesem Abend altersübergreifend alle Sparten der SG-Fußballer im Einsatz. Man wolle, sagte Loenko, nach der Veranstaltung auch das Feedback auf die verkleinerte Version abfragen. Danach geht’s in die Beratungen, wie ein Fumaba 2017 aussehen könnte.

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