Siedelsbrunn: Verschiedene Glücksorte sollen zum Ortsglück beitragen

„Glücksorte – Ortsglück“ hieß es geheimnisvoll auf der Einladungskarte. Auf der Rückseite luden verschiedene Siedelsbrunner, aber auch der Geo-Naturpark, Systelios oder Buddhas Weg in den Krone-Saal ein, ohne vorab zu viel verraten zu wollen. Die Buschtrommeln hatten aber anscheinend doch gut funktioniert, denn der Raum war mit 100 Interessierten sehr gut besetzt. Es sollte darum gehen, stellte sich im Verlauf der Veranstaltung heraus, Siedelsbrunn mittels verschiedener Ideen attraktiver für Einheimische und Auswärtige zu machen.

Alfred Wolf trug zu Beginn die Rede des verhinderten Ortsvorstehers Helmut Gremm vor. Der hatte ganz am Anfang den Gedanken, sich mit dem Bereich um Sportplatz und Bürgerhaus für eine alla-hopp!-Anlage zu bewerben. Das zerschlug sich zwar, aber „die Idee, aus dem schön gelegenen und sehr gut frequentierten Platz etwas zu machen, blieb bei mir hängen“, so Gremms Worte. Ein Mehrgenerationen-Spielplatz wäre in seinen Augen genau das Richtige, da sich an dieser Stelle viele Eltern mit ihren Kindern tummelten.

Außerdem, trug Wolf vor, gebe es noch den Antrag von Stella Postel zur Errichtung eines Natur- und Erlebnispfades, „der von allen Parlamenten positiv aufgenommen wurde“. Jedoch sei klar, dass die Gemeinde ein solches Projekt finanziell nicht alleine stemmen könne. Vor diesem Hintergrund kam es laut Gremm zu einem ersten Treffen mit Vertretern der Gemeinde, des Geo-Naturparks Bergstraße, Sebastian Schröder von der ZKÜ, Stella Postel und Jochen Kreis, der sich als Siedelsbrunner Bürger stark in die Spielplatzgestaltung eingebracht hatte.

„Die Idee fand einen positiven Anklang bei allen Beteiligten“, so Gremm. Da das Ganze ja auch eine Aufwertung für die beiden Kliniken vor Ort bedeuten könnte, wurden für das zweite Treffen Vertreter der von Systelios und des Gesundheitszentrums Buddhas Weg eingeladen. „Auch hier fiel die Idee auf fruchtbaren Boden.“ Als er von diesem Treffen nach Hause ging, betonte Gremm, „dachte ich ‚Wow‘!“. Wenn von diesen Vorschlägen nur einiges verwirklicht werden könnte, wäre dies „eine Aufwertung für den ganzen Ort“.

Bei den danach folgenden regelmäßigen Treffen ab dem Spätjahr 2015 wurde dann das Schlagwort „Glücksorte“ kreiert. Da man für das Projekt die ganze Bevölkerung mit ins Boot holen wolle, kam es nun zu dieser Veranstaltung. Schwester Hue Nghiem vom Gesundheitszentrum Buddhas Weg und von Mechtild Reinhard von der Systelios-Klinik stellten den weiteren Verlauf vor. Natur, Besinnung, Gesundheit und Stille lauten die Schlagworte. Außerdem machten sich die weiteren in der Arbeitsgruppe aktiven Personen den Zuschauern bekannt.

„Welche Glücksorte haben Sie?“, richtete Reinhard die Frage an die Besucher, welche gebe es schon oder welche gelte es noch herzurichten? Beim „Brainstorming“ der Anwesenden wurden um die 20 Ideen auf die ausliegenden Blätter eingetragen und in den „Dorfbrunnen“ in der Mitte des Raums geworfen. Diese sollen nun von der Projektgruppe gesichtet werden. Eine Vorstellung und Auswertung ist beim nächsten Treffen am 24. Februar geplant.

Aus der Runde wurde darüber hinaus angeregt, einen Dorftreff als Kommunikationsmittelpunkt in Siedelsbrunn zu schaffen. Dies könnte eventuell auch über die Gastronomie geschehen. Reinhard brachte außerdem den Krone-Saal, der den Systelios-Kliniken gehört, für Kino-Abende ins Spiel. Die könnten erst einmal vierteljährlich, bei entsprechender Resonanz auch monatlich stattfinden.

Aus der Arbeitsgruppe heraus wurden bei den bisherigen Treffen bereits verschiedene Ideen entwickelt, die von der Systelios-Frau nach Einsammeln der Ideen aus der Bürgerschaft vorgestellt wurden. So sei angedacht, den kleinen Teich in der Eiterbachstraße mit seinem Umfeld als „Ort der Ruhe“ ins Konzept aufzunehmen.

Reinhard hob daneben auf diverse Aussichtspunkte ab, die sich auf Siedelsbrunner Gemarkung befänden. Diese seien Auswärtigen, die die Klinik oder das Gesundheitszentrum ansteuerten, oft nicht bekannt. Zum einen könnten sie mit einer Ruhebank versehen und damit aufgewertet werden, zum anderen solle man sie besser in der Öffentlichkeit publik machen.

Hinter dem Schlagwort „Stuhlgang“ verbirgt die Idee, nicht mehr benötigte Gartenmöbel bei der Bevölkerung einzusammeln, sie wieder in Schuss zu bringen und dann alle paar Meter an der Straße aufzustellen. Sie sollen dann laut Reinhard älteren Mitbürgern als willkommene Rastmöglichkeit auf dem Gang durch den Ort dienen.

Schwester Hue Nghiem vom Kloster Buddhas Weg skizzierte den dort geplanten Zengarten. Dieser sei als Ort der Meditation und Stille gedacht und solle öffentlich zugänglich sein. Und schließlich ist die als Erlebnisweg oder Märchenpfad angedachte Idee von Stella Postel noch mit im Pool.

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