Wald-Michelbacher SPD-Vertreter sind angetan von der gut aufgestellten Bachmann-Schule

Die Eugen-Bachmann-Schule (EBS) ist klar im Aufwärtstrend, stellten die Wald-Michelbacher SPD-Vertreter nach einer Besichtigung der Schule zusammen mit Rektor Thomas Wilcke fest. Die Sozialdemokraten, die vor Ort schon immer für eine Stärkung des Schulstandorts im Überwald eingetreten sind, waren angetan davon, dass „nach einer langen Durststrecke“ auch die EBS mit modernen und zeitgemäßen Angeboten aufwarten kann und damit attraktiver für die Schüler sein.

Dies liege zum einen an den Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen durch den Kreis Bergstraße, die jetzt praktisch abgeschlossen sind. Zum anderen trägt die Verzahnung zwischen Grund- und weiterführender Schule, wie sie seit einiger Zeit mit Nachdrück im Überwald betrieben wird, zusehends Früchte. Dies kommt auch beim benachbarten Überwald-Gymnasium zum Ausdruck, das seit langer Zeit in diesem Schuljahr erstmals wieder vier fünfte Klassen bilden konnte.

Erster Beigeordneter Peter Bihn und Elternbeiratsvorsitzender Wolfgang Wojcik brachten zum Ende der Besichtigung ihre Eindrücke auf den Punkt: „Schicken Sie, liebe Eltern, Ihre Kinder auf Wald-Michelbacher weiterführende Schulen“, appellierten sie. Vom „hervorragenden Angebot“ der EBS könnten sich alle Bürger am Tag der Offenen Tür selbst ein Bild machen. Der finde am 13. Samstag, 13. Februar, ab 9.30 Uhr statt.

Zwölf Teilnehmer aus SPD-Fraktion, Gemeinde- und Ortsvereinsvorstand hatten sich an der Schule eingefunden. Zu Beginn bedankte sich Fraktionsvorsitzender Udo Klos bei Schulleiter Thomas Wilcke für die Möglichkeit der Besichtigung der EBS an einem Samstag. Neben Klos, Bihn und Wojcik nahmen unter anderem auch Kreistagsabgeordneter Sven Wingerter, Ortsvereinsvorsitzender Dr. Sascha Weber, Beigeordnete Lucia Schubert und Bea Boshoven Krämer, Vorsitzende des Jugend-, Senioren-, Sport- und Kulturausschusses.

Insgesamt zeigte sich Wilcke sehr zufrieden mit den durch die Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen geschaffenen Arbeitsbedingungen an der EBS. Auf die Frage von Lucia Schubert nach den gestiegenen Anmeldezahlen an Bachmann-Schule und Überwald-Gymnasium gab der Rektor einen Überblick über die gewachsene Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Lehranstalten im Einzugsbereich der EBS.

So seien alle Schulleiter im Überwald-Bereich, sowohl aus dem Grundschul-Bereich als auch von EBS ÜWG, im gemeinsamen Projekt GSWS (Grundschule/weiterführende Schulen) engagiert. Dort werde, so Wilcke, intensiv an einem gleitenden und nahtlosen Übergang gearbeitet. Zum Wohle der Kinder tauschten Schulleiter und Lehrer in diesem Gremium ihre Erfahrungen aus. Auch die Zusammenarbeit zwischen EBS einerseits und ÜWG andererseits habe sich stark weiterentwickelt. Hier gehe es darum, die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schulformen zu optimieren.

Auf Initiative des Elternbeiratsvorsitzenden Wojcik sei das starke Engagement der Elternbeiräte bei der Beratung zustande gekommen, welche Schule die richtige für die Kinder sei. Dies habe zu einer großen Akzeptanz der beiden weiterführenden Schulen bei den Eltern in Wald-Michelbach geführt. Das wiederum stoppte der Abkehr der Abwanderung der Überwald-Schüler in andere Regionen.

Im laufenden Schuljahr konnte laut Wilcke an der EBS eine dritte fünfte Klasse gebildet werden. Das bestätige den Aufwärtstrend der Schule. In diesem Zusammenhang erläuterte der Schulleiter den SPD-Vertretern das Konzept des gemeinsamen Unterrichts von Real- und Hauptschülern in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Das zeige sich nicht nur inhaltlich, „sondern auch sozialintegrativ als Erfolgsmodell“. Kinder unterschiedlicher Begabung lernten mit differenzierten Arbeitsmaterialien vor allem in Englisch und Mathematik gemeinsam.

Im Anschluss besichtigten die Kommunalpolitiker der SPD einige ausgewählte, grundsanierte und ausgebaute Bereiche der EBS. Vor allem der neue naturwissenschaftliche Trakt sowie die Räume für den Wahlpflichtbereich Arbeitslehre, Holzwerkstatt, Küche und Kunst begeisterten die SPD-Vertreter. Einige, machte es scherzhaft die Runde, würden unter solch guten Lernbedingungen wohl „gerne noch einmal die Schulbank drücken“.

Interessant war für die Gäste auch die Information von Schulleiter Wilcke, dass die Fächer Biologie, Chemie und Physik in den unteren Klassen ganzheitlich als Naturwissenschaften unterrichtet würden – genauso wie Erdkunde und Geschichte ins Fach Gesellschaftslehre integriert seien. Angesichts der gestiegenen Anforderungen an die Schulen gebe es mittlerweile auch zwei Intensivklassen mit Deutsch als Zweitsprache sowie Berufseinstiegsbegleiter für Kinder in Schwierigkeiten. Dahinter verberge sich ein Programm, für das sich die EBS extra beworben habe. Es sei lange nicht Standard an allgemeinbildenden Schulen.

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