Abtsteinach: Schneeräumung kann manchmal eine hitzige Sache sein

Kaum fällt der erste Schnee, beginnen die Diskussionen, wer wann was zu räumen hat. Und die Klagen, dass gerade von den weißen Flocken gesäuberte Gehwege kurz darauf von den Schneeschiebern wieder zugeschoben werden. Bei der Bürgerversammlung in Abtsteinach wurde im Rahmen der Bürgerfragen dieses Thema ebenfalls angeschnitten.

Ein Punkt war der Gehweg zwischen Unter- und Ober-Abtsteinach. Auf dem, so ein Bürger, seien öfters in den Abendstunden die im unteren Ortsteil wohnenden Flüchtlinge auf ihrem Weg zum und vom Norma unterwegs. Letztens sei der Gehweg aber vollständig mit dem Schnee von der Straße zugeschoben worden „und die Leute mussten in der Dunkelheit auf der Straße laufen“. Das sei extrem gefährlich, meinte er.

Vom Prinzip her, so Bürgermeister Rolf Reinhard, sei hier das Land zuständig, weil es sich um eine Landesstraße handle. Priorität habe aber immer die Räumung der Fahrspuren, weswegen sich die Gemeinde um den Gehweg kümmere. Allerdings könne es hier wie auch anderswo passieren, dass der Gehweg gerade freigeräumt worden sei und kurz darauf der Schneeräumdienst die Arbeit wieder zunichtemache.

Eine Beschwerde, die auch von anderer Seite in Bezug aufs eigene Grundstück vorgebracht wurde. Reinhard konnte dies nachvollziehen, da er selbst auch schon damit konfrontiert worden sei. Nur: „Priorität hat die Freihaltung der Straßen.“ Die Räumpflicht für den Gehweg liege bei den Hauseigentümern. Er könne nur empfehlen, sich gegen eventuelle Risiken zu versichern, sagte er. Denn der Gehweg müsse unter Tags auch dann geräumt werden, wenn man selbst gar nicht zuhause sei.

Bei öffentlichen Wegen wie dem am Spielplatz in Ober-Abtsteinach liege die Räumpflicht bei der Gemeinde. Der Bürgermeister bat aber um Verständnis darum, dass die Bauhof-Mitarbeiter nicht überall gleichzeitig sein könnten. Man wolle sich an dieser Stelle aber um kurzfristige, übergangsweise Abhilfe bemühen. Eingehendere Maßnahmen lohnten sich nicht mehr, da dort seniorengerechtes Wohnen geplant sei und diese Ecke somit komplett anderweitig genutzt werden solle.

Angesprochen wurde daneben die Verschmutzung eines Löschteichs durch verunreinigtes Abwasser der Firma MET. Wie Reinhard hier erläuterte, sei dies wohl durch einen falschen Kanalanschluss erfolgt. Inzwischen habe die Firma alles untersucht und die entsprechenden Reparaturen vorgenommen. Der Rathauschef betonte, dass MET alle Kosten rund um diese Maßnahme und die Beseitigung der Folgen getragen habe. Die Gemeinde habe die entsprechenden Behörden rechtzeitig informiert und sei damit ihren Pflichten nachgekommen. Seinem Kenntnisstand nach hätten sich keine weitergehenden Verschmutzungen der Bäche ergeben.

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