Im Steinbruch Mackenheim soll es in die Tiefe gehen: Porphyrwerke Weinheim-Schriesheim stellten erste Planungen vor

Die Porphyrwerke Weinheim-Schriesheim wollen im Steinbruch Mackenheim in die Tiefe gehen. Auf der vergangenen Gemeindevertreter-Versammlung stellten Vorstandmitglied Peter Dickmeis, Professor Hossein Tudeshki von der TU Clausthal und Experte für die Planung, Projektierung und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung sowie dessen Mitarbeiter Thomas Hardebusch eine erste Planung vor. Diese soll am 2. Dezember bei einer Infoveranstaltung in Unter-Abtsteinach auch für die Bürger öffentlich gemacht werden.

Wie Bürgermeister Rolf Reinhard sagte, beschäftige man sich schon über ein Jahr mit dem Thema Steinbruch. Anfang 2015 habe das Gerücht die Runde gemacht, dass dieser zur Neige gehe. Deshalb seien etliche über Geschäftsbeziehungen mit dem Steinbruch verbundene Unternehmen auf die Gemeindeverwaltung zugekommen. „Daraus entwickelten sich dann Gespräche“, so Reinhard, die in der jetzigen Vorstellung mündeten.

„Wir wollen den Steinbruch innerhalb der genehmigten Fläche vertiefen“, leitete Dickmeis die Planvorstellung ein. Dazu habe man das renommierte Büro von Prof. Tudeshki beauftragt. Dieser versicherte, „dass es keine Verringerung des Abstands zur Nachbarschaft gibt“. Die in Frage kommende Fläche habe eine Ausdehnung von 3,5 Hektar.

Die beiden kegelförmigen Bereiche seien durch eine Art Flaschenhals in der Mitte miteinander verbunden, erläuterte er. Das zusätzliche Gesteinsvolumen belaufe sich auf 3,24 Millionen Tonnen. Wie Tudeshki sagte, werde es „keine Änderung der genehmigten Jahresproduktion von 600.000 Tonnen geben“, ebenso keine der Abbautechnologie.

Die Rekultivierungsplanung wird nach den Worten des Professors ebenfalls keine Umplanung erfahren. Durch die Verfüllung ergebe sich eine Wiederherstellung des aktuell genehmigten Zustands, führte er aus. Tudeshki erläuterte dem Gremium im Folgenden die verschiedenen Betriebsphasen, die aber nicht chronologisch sein müssten. Demnach soll es eine Vertiefung im Süden geben, den Rückbau des sogenannten Vorbrechersockels, eine vollständige Vertiefung auf 220 Meter und eine Verfüllung der Vertiefung bis zum aktuell genehmigten Niveau von 280 Meter.

Wie der Fachmann erklärte, seien sämtliche im Rahmen des Bundesimmissionsschutzgesetzes notwendigen Voruntersuchungen in die Wege geleitet. Man habe jeweils Werte für ein „Worst-Case-Szenario“ angenommen, um auf der sicheren Seite zu sein. Auf Vorschlag von Klaus Schmidt, CDU, soll es am 12. Dezember eine öffentliche Bauausschusssitzung direkt am Steinbruch geben, damit sich die Mitglieder vor Ort ein Bild machen können. Es ist geplant, dass dort auch Bürger ein Fragerecht bekommen.

Wie Vorstand Dickmeis daneben angekündigte, werden bei der Info-Veranstaltung am Mittwoch, 2. Dezember, in der Mehrzweckhalle Unter-Abtsteinach alle Gutachter anwesend sein. Man plane verschiedene Marktstände, an denen sich die Bürger über die einzelnen Punkte der Erweiterung informieren könnten. Er rief dazu auf, „mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen“. Denn es gebe durchaus Möglichkeiten, Anregungen aus der Einwohnerschaft noch in die Planungen mit aufzunehmen.

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