Freude über drei neue Spielgeräte: Kinder nahmen Schaukeln und Kletterturm auf dem Siedelsbrunner Spielplatz schon längst in Beschlag

„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ schritt Ortsvorsteher Helmut Gremm zur Einweihung von drei neuen Spielgeräten auf dem Spielplatz am Bürgerhaus. Denn nur ein paar Tage zuvor hatten Rowdys das dortige Holzhäuschen kurz und klein geschlagen, sodass es nicht mehr zu reparieren ist. Andererseits freute sich Gremm sehr darüber, dass der Platz mit den drei zusätzlichen Spielmöglichkeiten eine schöne Attraktivitätssteigerung erfahre.

Vor einem halben Jahr, so Gremm, „hätte ich nicht geglaubt, dass dies so kurzfristig umgesetzt werden könnte“. Doch dank der großzügigen Spende der gebürtigen Siedelsbrunnerin Dorothea Freudenberg sei die Verwirklichung so schnell möglich gewesen. Sei Dank ging auch an Jochen Kreis aus der Elternschaft, der in aufwändiger „Kleinarbeit“ zusätzlich eine Lokomotive mit zwei Wagen als Sitzgelegenheiten schuf.

„Ich wollte an dieser Stelle schon immer einen Begegnungsort für Alt und Jung schaffen“, so Gremm. Mit dem Erlös aus der 1000-Jahr-Feier 2012 sei der Bouleplatz gestaltet worden, erläuterte er. Die Idee eines „Mehrgenerationen-Spielplatzes“ verfolge man nun seit inzwischen eineinhalb Jahren. Die Aufwertung des Kinderspielplatzes nannte der Ortsvorsteher einen „ersten Schritt“ dazu.

Es sei schade, sagte Gremm, dass das Spielhaus „von Unvernünftigen so zerlegt wurde, dass man es nicht mehr aufbauen kann“. Man hoffe, „dass der Täter schnell gefasst wird“, meinte er. Andererseits freute sich der Ortsvorsteher über die spontane Unterstützung aus der Bevölkerung. Denn für eine Neuerrichtung seien bereits Spenden in Aussicht gestellt worden.

Der Spielplatz zusammen mit den drei neuen Geräten „wird von den Kindern sehr gut angenommen“, beobachtete Gremm. Auch am Nachmittag der offiziellen Eröffnung waren schon wieder einige mit ihren Eltern gekommen und tollten auf der Spielfläche herum. „Hier ist immer Betrieb“, freute sich der langjährige Ortsvorsteher. Davon konnte sich auch Beatrix Boshoven-Krämer überzeugen, die Vorsitzende des Vorsitzende des Jugend-, Senioren-, Sport- und Kulturausschusses der Wald-Michelbacher Gemeindevertretung.

Bürgermeister Joachim Kunkel lobte den „wunderbaren Bereich“ rund ums Bürgerhaus. Er sei froh, dass sich die Eltern dahintergeklemmt und auf eine Neuanlegung des Spielplatzes gedrängt hätten. Dieser Punkt sei nicht der einzige, an dem man aktiv sei, meinte Kunkel mit Blick auf ein angedachtes Gesamtkonzept für den gesamten Ortsteil. Leider sei er auch nicht der einzige, an dem es Vandalismus gebe, bedauerte er. „Das ist kein Kavaliersdelikt“, machte der Bürgermeister unmissverständlich deutlich.

In einer Arbeitsgruppe, sagte Kunkel, werde derzeit ein Konzept für ganz Siedelsbrunn erstellt. Der Spielplatz sei ein Baustein davon. Man tendiere dazu, einzelne Punkte herauszustellen und keinen Rundwanderweg zu schaffen. Dies könnte etwa ein „Ort mit Weitblick“ sein – oder auch ein „Ort der Stille“. Auch das Thema Gesundheit könne mit Blick auf die Systelios-Klinik ein weiterer Baustein sein. „Wir haben uns schon Gedanken gemacht, wie sich alles aufziehen lässt“, meinte der Bürgermeister. Im Januar solle das Konzept auf einer Ortschaftsratssitzung öffentlich vorgestellt werden. Davor solle es noch eine Anliegerbesprechung geben.

Ernst Gräber vom Hauptamt der Gemeinde lobte sich unbürokratische Zusammenarbeit mit dem Geo-Naturpark. Der habe seine 40-prozentige Kostenbeteiligung schnell bereitgestellt. Seitens des Bauhofs, der für die Fundamenterstellung zuständig war, machte sich dessen Leiter Christoph Vogel ein Bild des fertiggestellten Platzes. Eine Wippschaukel, ein Kletterturm mit Rutsche sowie eine Kinder- und Nestschaukel stehen nun zur Verfügung.

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