Die Schönmattenwager Harmonie präsentierte sich beim Konzert einfach „tierisch gut“

Der begeisterte Beifall nach dem letzten Stück machte es deutlich: So schnell wollten die Gäste den Gesangverein Harmonie zusammen mit den „Unplugged friends“ nicht von der Bühne gehen lassen. Die ließen sich auch gerne für eine Zugabe bitten: „We are the world“ von Michael Jackson und Lionel Richie zeigte noch einmal in allen Facetten eindrucksvoll die ganze Bandbreite des Chorgesang auf. Der Verein hatte an diesem Abend unter dem Motto „Tier-isch gut im Konzert“ zum Auftritt in die gute Stube, das Haus des Gastes in Schönmattenwag, eingeladen.

Christof Klos führte seitens der Harmonie in den sehr kurzweiligen Abend ein. Nach dem ersten Motto-Konzert „Viva la musica“ anlässlich des 135-jährigen Bestehens vor zwei Jahren präsentiere sich der Gemischte Chor in diesem Jahr aufs Neue konzertant, sagte er. Mit dem doppeldeutigen Motto „Tier-isch gut“ wolle man die Gäste im ersten Teil mitnehmen auf einen kleinen musikalischen Streifzug durch die Tierwelt.

Anschließend präsentierten die „Unplugged Friends“ vier populäre Lieder mit Gesang, Gitarre, Bass und Cajon, so Klos. Und schließlich gehe es auf „aktuelle musikalische Pfaden“ mit modernen Melodien, die der Chor mit den „Friends“ und der Pianistin Elisabeth Nadler darbiete. Dirigentin Ria Günther hatte nicht nur das musikalische Programm zusammengestellt, „sie gibt uns selbstverständlich auch den guten Ton zum Gelingen unseres Konzertes an“, so Klos.

„Wann uns die Henn“, „Wenn ich ein Vöglein wär“, „Rabenlied“, „Ich wollt ich wär ein Huhn“ oder „The lion sleeps tonight“ bildeten den Rahmen für den ersten, eher „klassisch“ gehaltenen Teil des Konzerts. Ansagen von einzelnen Chormitgliedern zu den verschiedenen Stücken gaben den nötigen Hintergrund und versorgten die Gäste im gut gefüllten Haus des Gastes mit entsprechenden Infos.

Bei vier Stücken zeigten im Anschluss die „Unplugged Friends“ einen Ausschnitt ihres Könnens. Mit zwei akustischen Gitarren, Bass, Cajon und Gesang gewannen sie bekannten Poptiteln ohne den Einsatz von viel Technik eine ganz besondere Note ab. Timo Walter zeigte dabei des Öfteren, welche Power in seiner Stimme steckt.

Nicht nur bei „Simply the best“ von Tina Turner, sondern auch bei „Angels“ von Robbie Williams wusste er mit kraftvollen Tönen zu begeistern. Zusammen mit Tobias Walter (Cajon, Gesang), Benedikt Breitwieser (Bass, Gesang), Mara Mottl (Gitarre, Gesang) sowie Christof Klos (Gitarre, Gesang) gab’s daneben auch „Africa“ von Toto und „Blame it on me“ von George Ezra zu hören.

Im zweiten Set präsentierte sich ein eindrucksvoller Klangkörper auf der Bühne: 45 Sängerinnen und Sänger mit ihren roten und schwarzen Kleidungs-Farbtupfern zusammen mit der Band zelebrierten die einzelnen Stücke in vielen Facetten. Ein mehrstimmiges Chorerlebnis quer durch alle Oktaven, mal mit dominanten Männerstimmen, mal alles übertönend von den Frauen, gab den einzelnen Stücken einen besonderen Charme.

Dirigentin Ria Günther konnte dabei ein beeindruckendes Ergebnis ihrer bisherigen Probenarbeit demonstrierten. Die Einsätze saßen, das Wechselspiel zwischen Frauen- und Männerstimmen sowohl im Refrain als auch in den Strophen verlieh den Titeln eine ganz eigene Note. Unter anderem kam dies beim Song „Lemontree“ von Fools Garden zum Ausdruck. Wie hier zuerst die Männerbässe das Lied bestimmten, um dann von den hohen Frauenstimmen im Refrain fast übertönt zu werden, zeigte das Stück in einem bis dato völlig unbekannten Gewand. Als Solisten glänzten Anika und Christof Klos.

Aber auch „Daydream lullaby“, „Gabriellas Song“ mit dem Solo von Ulrike Klos, am Klavier begleitet von Elisabeth Nadler, oder der „Mann im Mond“ von den Prinzen bekamen im zweiten Set immer wieder viel Beifall von den Gästen. Einen Welthit hatte sich der Chor für den Schluss aufgehoben: „Super trouper“ von Abba. Der, so Christof Klos, habe „zeitlosen Charakter“ und dürfe eigentlich nirgends fehlen.

Absolut dominierend waren bei diesem mitreißenden Song die hohen Tonlagen der Frauenstimmen. Die perfekte Abstimmung unter dem Dirigat von Ria Günther hatte rhythmischen Beifall und laute Zugabe-Rufe zur Folge. Die wollten auch nach dem ersten zusätzlichen Stück, „We are the world“, nicht verstummen. Deshalb gab’s zum endgültigen Abschluss den Chorklassiker schlechthin: das „Schimmeldewaer Lied“. Mit diesem im Ohr machten sich die Gäste in dem Bewusstsein auf den Heimweg, einen musikalisch hochkarätigen Abend mit nicht alltäglichen Variationen bekannter Songs erlebt zu haben.

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