Beeindruckende Einblicke und faszinierende Ausblicke: Wanderer des Affolterbacher Odenwaldklubs unternahmen Mehrtagestour auf dem Moselsteig

Vier herrliche Tage verbrachte der OWK Affolterbach vor kurzem an der Mosel. Moselsteig und Calmont-Klettersteig wurden ebenso in Augenschein und in Angriff genommen wie die Steillagen der Moselwinzer – und als krönender Abschluss die Burg Eltz. Gerade letztere begeisterte durch ihren Einblick ins Mittelalter und herrlichen Ausblick aufs Moseltal. Davon gab es während des Ausflugs etliche – einer schöner als der andere.

„Durch steilste Weinberge zu schönsten Aussichten“ hieß es am ersten Tag bei der Wanderung auf Moselsteig und Calmont-Klettersteig. Es ging direkt in den steilsten Weinberg Europas, den Bremmer Calmont. Eine Aussichtsplattform gab einen der schönsten Ausblicke des ganzen Wegs frei. Wenige Schritte weiter wurde der Blick auf die im Tal gelegene Ruine Kloster Stuben gelenkt – und den legendären Vierseenblick. Der Rückweg ab dem Gipfelkreuz führte auf dem Calmont-Klettersteig teils über Stufen oder Leitern, durch die steilen Hänge des Höhenzugs bergauf, bergab.

Es war aber nicht allein der erhabene Blick über das Moseltal, über schroffe Rebenhänge und die zerklüftete Landschaft, der die OWK-Wanderer begeisterte. Auch der Naturfreund, der seine Blicke im Umfeld des Pfades schweifen ließ, kam ins Schwärmen und voll auf seine Kosten. Eine bunte Vielfalt an seltenen Gewächsen und Blüten, Käfern und Schmetterlingen war überall anzutreffen. Auch Wildschweine, Rehe, Marder und Füchse fühlten sich in der warmen Südhanglage pudelwohl.

Am anderen Tag ging’s durch urwüchsige Kabainer Bachtal aufwärts zum Eisernen Mast mit wunderbarer Aussicht: moselaufwärts bis Beilstein, flussabwärts bis Cochem. Abwechslungsreich durch Wald und Wiese erreichte man die an der Hangkante gelegene „Schöne Aussicht“ bei Valwigerberg. Auf engem Pfad und über steile Weinbergtreppen wanderte man unter der fast senkrecht abfallenden Felswand der Brauselay hindurch. Allmählich geriet die eindrucksvolle Reichsburg Cochem mit hübscher Aussicht in den Blick. Eine Führung in der 200 Jahre alten Senfmühle in Cond schloss sich an.

Von Senheim durch die Briedener Schweiz zu einem märchenhaften Ort führte die dritte Etappe. Immer wieder warteten herrliche Aussichten ins Moseltal mit den Orten Senheim und Mesenich und beeindruckenden Schieferfels-Formationen auf die Teilnehmer. Auch der Kulturweg Mesenicher Steinreichskäpp verläuft hier. Vorbei an der großen Karmeliterkirche und der Ruine der Burg Metternich führte der Weg über die berühmte Klostertreppe nach Beilstein. Das kleine Dorf ist auch als „Dornröschen der Mosel“ bekannt, da es in der Vergangenheit mit seinen kleinen Gassen und der Fachwerkkulisse vielfach als Drehort für Heimatfilme genutzt wurde.

Der Abschlusstag war gleichzeitig der Höhepunkt: Herrliche Aussichten auf den Hochflächen des Moselplateaus und stille Auenlandschaften entlang des sprudelnden Elzbaches trafen mit einem einzigartigen Kulturdenkmal zusammen: der Burg Eltz. Sie überstand alle Kriege unbeschadet. Sie ist seit ihrer Erbauung bis heute im Besitz einer einzigen Familie. Sie hat eine unvergleichliche Architektur und eine originale Einrichtung aus acht Jahrhunderten. Ihre Geschichte ist reich an Mythen und Ereignissen, bedeutenden Persönlichkeiten und großer Kunst. Sie bietet eine Rüst- und Schatzkammer mit Gold- und Silberarbeiten von Weltrang. Sie steht auf einem Fels und liegt trotzdem im Tal.

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