Ausblick auf die Kirchengemeinderats-Wahlen und viel Unterhaltung beim katholischen Pfarrfest in Unter-Schönmattenwag

Die Kindergartenkinder haben einen Riesenspaß bei ihrem Auftritt. Lauthals singend stehen sie auf der kleinen Bühne des katholischen Pfarrheims, krähen bei den drei Liedern um die Wette. Im Publikum sitzen die stolzen Eltern, die das Wirken ihrer Sprösslinge mit gezückten Smartphones für die Ewigkeit festhalten. Unter der Leitung von Kiga-Leiterin Elfriede Schwöbel hatten die Kleinsten zusammen mit den vier Erzieherinnen einen der Höhepunkte des Pfarrfest-Nachmittags einstudiert.

Vor allem das „Laudato si“ zum Schluss hatte es den Steppkes angetan. Da legten sie noch einmal einen Zahn bei der Lautstärke zu. „Jeder Chorleiter wäre begeistert“, sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Matthias Staat lobend. „15 Strophen fortissimo von Anfang bis Ende“ seien klasse, meinte er schmunzelnd. Bereits die musikalische Schornsteinfeger-Aufführung davor hatte den Kindern viel Beifall eingebracht.

Start in den Sonntag war mit einem Familiengottesdienst in der nahe gelegenen Pfarrkirche. Der gebürtige Schimmeldewöger Pfarrer Heinz-Jürgen Förg feierte ihn gemeinsam mit seiner Heimatgemeinde. Er kam extra von seiner Wirkungsstätte in Bensheim wieder in den Überwald. Vom Team der Kindergruppe unter Maria Schroth wurde der Gottesdienst vorbereitet und sowohl von den Kindern als auch von der Vorsängergruppe mitgestaltet.

Zum gemeinsamen Mittagessen unterhielt die Blasmusik Unter-Schönmattenwag. Deftig ging‘s zu mit Schupfnudeln, Sauerkraut und Kasslerfleisch, aber auch Schnitzel oder heißer Wurst. Die musikalische Würze gab’s dazu bunt gemischt in Form von Polkas, aber auch modernen Stücken bis zur Überleitung zu Kaffee und Kuchen. Zusammen mit Pfarrer Peter Pristas freute sich Staat über den Besuch aus dem Ort und aus den anderen Gemeinden der Pfarrgruppe Überwald.

Der PGR-Vorsitzende dankte in seiner Ansprache allen, „die zum Gelingen des heutigen Tages beigetragen haben“. Er blickte auf die bisherige Arbeit des Pfarrgemeinderats zurück und rief die Gäste des nachmittäglichen Beisammenseins dazu auf, Anfang November bei den Neuwahlen aktiv mitzuwirken.

Im Mittelpunkt der vergangenen Zeit hätten die Baumaßnahmen im Kindergarten gestanden. Durch das neue Kinderförderungsgesetz (Kifög) seien verschiedene Umbauarbeiten notwendig gewesen, erläuterte er. So habe man etwa die Heizung erneuert. Gleiches stehe im kommenden Jahr auch in der Kirche an, sagte Staat. Der Schwerpunkt der PGR-Tätigkeit sei, „den Kindergarten fit für die Zukunft zu machen“. Man habe „viele Baustellen zu betreuen“, meinte er im übertragenen Sinne.

Mit dem Verlauf und dem Besuch des Pfarrfestes zeigte sich Staat zufrieden. „Viele ehrenamtliche Helfer aus der Pfarrgemeinde sorgen für einen reibungslosen Ablauf“, freute er sich. Und geplant wurde auch gut: „Das Mittagessen wurde aufgegessen.“ Auf Hilfe aus dem Ort kann man ebenfalls zählen: Der MGV Sängerbund stellte ein Zelt zur Verfügung. Dieses Jahr, erläuterte Matthias Staat, habe man das traditionsreiche Fest wieder im Pfarrheim gefeiert. Es findet dort im jährlichen Wechsel mit dem Haus des Gastes statt.

Der weitere Verlauf des Tages versprach viel Unterhaltsames für die kleinen und großen Besucher. Sechs Spielstationen warteten bei der Pfarrfest-Rallye nicht nur auf die Kinder. Auch die Eltern waren gefordert, sich auf Wiese und Terrasse zusammen mit ihren Sprösslingen in den verschiedensten Aufgaben zu messen. An der Schminkecke entstanden ruckzuck aus braven Kindern plötzlich Löwen, Katzen, Prinzessinnen, Schmetterlinge oder Elfen.

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