Herbstfest von Feuerwehr und Harmonie Ober-Schönmattenwag: Die 35-Kilo-Wildsau hatte viele Abnehmer

Armin Falter hatte die Wildsau immer im Blick. Der zweite Vorsitzende des Feuerwehrvereins in Ober-Schönmattenwag kümmerte sich mit anderen Helfern darum, dass nichts anbrannte. Denn es wäre zu schade gewesen, wenn das 35-Kilo-Wildbret am Ende nicht genießbar gewesen wäre. Schließlich war es die kulinarische Hauptattraktion beim Herbstfest, das Feuerwehr und Gesangverein Harmonie aus Ober-Schönmattenwag zusammen veranstalteten.

Der gemeinsame Grillauftakt im vergangenen Jahr kam laut dem Harmonie-Vorsitzenden Christof Klos „so gut an“, dass jetzt die Fortsetzung folgte. Er hoffte nachmittags noch auf stabiles Wetter, was sich im weiteren Verlauf des Abends allerdings leider nicht bewahrheitete. Denn schon bei der Generalprobe 2014 am Kohlenmeiler habe ein Wolkenbruch das Grillen erschwert, während bei der Festpremiere im September herrliches Wetter herrschte, erläuterte Klos.

Immerhin: Nach über sechs Stunden Rotieren ging der begehrte Wildschwein-Braten noch trocken über die Theke und auf die Teller. Rechtzeitig zuvor füllte sich der Grillplatz am Raubacher Weg ab 16 Uhr immer mehr, denn die super Qualität des Essens hat sich herumgesprochen. Das bestand aber nicht nur aus rein fleischlichen Genüssen, dazu gab’s etwa auch Knödel und Rotkraut. Bäckermeister Matthias Sauer, ebenfalls Harmonie-Mitglied, warf rechtzeitig am späten Nachmittag den Ofen an, sodass es gegen Abend auch von ihm belegte Roggenteig-Flammkuchen mit Lauch, Speck, Kräutern und Schmand gab.

Am Nachmittag hatte bereits Josef Plaha aus Ober-Abtsteinach mit verschiedenen alten Schlagern und Volksliedern auf dem Akkordeon für Unterhaltung gesorgt. Gegen Abend folgte der Auftritt der über 30 Harmonie-Sänger. Drei Stücke wurden dargeboten, unter anderem das Schimmeldewaer Lied in vierstimmigem Satz und „Daydream Lullaby“.

Nachdem das Wildschwein zur Sättigung beigetragen hatte, sorgten die „Unplugged Friends“ für Stimmung. Da sowohl die Band als auch die Gäste im Zelt saßen, konnte auch der zwischenzeitliche Regen ihnen nichts anhaben. „Super Stimmung“ herrschte bis spät in die Nacht, so der Feuerwehrvereinsvorsitzende Jürgen Walter. Man habe noch lange bei angenehmen Temperaturen gefeiert. „Wir sind absolut zufrieden“, sagte Walter.

Von Schlager bis Rockmusik hatte die Gruppe alles im Programm ihres „gitarrenbetonten Pop“, der beileibe nicht nur unplugged ist. Songs von Dieter Thomas Kuhn oder „Aber bitte mit Sahne“ wechselten sich ab mit „Sexy“ von Westernhagen, „Angel“ von Robbie Williams oder „Black & White“ von Michael Jackson. Die Besetzung ist mehr oder weniger „vereinsintern“: Tobias Walter (Schlagzeug), Timo Walter (Gesang), Christof Klos (Gitarre), Mara Mottel (Gitarre) und Benedikt Breitwieser (Bass).

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