Planerfirma rückt Windpark-Präsentation nicht raus

Thomas Uhrig ist sauer. Der Hirschhorner CDU-Stadtverordnete monierte auf der vergangenen Sitzung, dass ihm Informationen zum geplanten Windpark auf dem Greiner Eck seitens der Planerfirma 3P Energieplan aus Viernheim vorenthalten würden. Uhrig hatte nach der Bürgerversammlung Ende Oktober zu diesem Thema, an der er nicht teilnehmen konnte, angefragt, ob ihm die dortige Präsentation zur Verfügung gestellt werden könne. Die Antwort der Firma: Nein. Aus grundsätzlichen Erwägungen – wegen schlechten Erfahrungen durch unerlaubte Weitergabe und Online-Veröffentlichung – würden Präsentationen grundsätzlich nicht mehr zur Verfügung gestellt, hieß es in der 3P-Antwort auf der letzten Stavo-Sitzung im vergangenen Jahr.

„Sind die Stadtverordneten nicht vertrauenswürdig?“, fragte Uhrig mehr als verärgert. Denn die Unterlagen seien doch bereits öffentlich gezeigt worden, womit die jetzige „Verschlusssache“ keinen Sinn ergebe. Zusätzlich ärgerte Uhrig, dass er jetzt eine Visualisierung und weitergehende Infos unserem Medium entnehmen konnte, aber ihm selbst diese nicht zur Verfügung gestellt würden. „Das ist wissentliche Zurückhaltung von Informationen“, so seine Klage. Unterstützung erhielt er in der Sitzung vom Hirschhorner CDU-Vorsitzenden Lukas Hering: „Ein solches Verhalten spricht nicht für Transparenz.“

Bürgermeister Rainer Sens entgegnete, er habe sich „für die Herausgabe eingesetzt“. Die Entscheidung der Firma, dies nicht zu tun, bedauere er. Es gebe aber keine Rechtsgrundlage für die Stadt, die genannten Infos einzufordern. 3P plant und baut im Auftrag der Investoren Stadtwerke Viernheim und Bad Vilbel den Windpark. Fünf Rotoren mit ca. 200 Meter Höhe sollen dort entstehen, jeder mit einer Leistung von 8000 Megawattstunden. Früheste Fertigstellung könnte das zweite Quartal 2016 sein.

Lukas Hering war es im Anschluss, der den aktuellen Sachstand zum Stöckbergweg wissen wollte. Dessen Wiedereröffnung war Ende vergangenen Jahres für den Frühling in Aussicht gestellt worden (wir berichteten). Sens sagte, dass hierzu in Absprache mit Hessen Forst ein Antrag ans Regierungspräsidium gestellt werden müsse. Außerdem seien noch verschiedene kleinere Sicherungsarbeiten nötig, darunter die Aufstellung von Schildern, dass das Begehen auf eigene Gefahr erfolge. Er sei aber guter Hoffnung, dass der Weg zu Beginn der Wandersaison wieder geöffnet werden könne. Beim Stöckbergweg handelt es sich um eine Hangstrecke, die vom Hirschhorner Schloss oberhalb des Neckars entlang des Feuerbergs Richtung Eberbach führt. Er bietet herrliche Ausblicke auf Fluss und Tal. Mehrere Jahre war er gesperrt gewesen. DAs Foto von Joe Bierbaum zeigt den schon bestehenden Windpark bei Mossautal.

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