Zwei weitere Blitzer sind in Planung

Neckarsteinach. Noch kein Jahr steht die Blitzanlage an der B 37, am Ortsausgang von Neckarsteinach in Richtung Hirschhorn. Und doch lässt in dieser kurzen Zeit nach den Worten von Bürgermeister Herold Pfeifer beobachten, dass die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen und Rotfahrten über die Ampel entsprechend stark abgenommen hat. Oder, wie es Pfeifer formuliert: „Wir haben mehr Sicherheit hergestellt.“ Denn an der Kreuzung seien die gefährlichen Situationen zurückgegangen. Messungen vor Aufstellung des stationären Blitzers hätten immer wieder gezeigt, dass das Rot an der Ampel missachtet und viel zu schnell gefahren wurde.

Pfeifer betont, dass es ihm mit der Blitzampel um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gehe. „Wir wollen damit kein Geld verdienen.“ Kosten verursacht die Messanlage laut Pfeifer keine. Bau und Betrieb würden von einer damit beauftragten Firma übernommen, die dann der Stadt die Daten liefere und nach Aufkommen abrechne. Da es die Beobachtung gebe, dass manche Autofahrer nach dem Ampel in Richtung Stadtmitte wieder aufs Gaspedal treten, werde man weiterhin „auch mobil blitzen“.

Die stationäre Geschwindigkeitsmessung soll dem Bürgermeister zufolge nicht die einzige im Stadtgebiet bleiben. Großen Handlungsbedarf gebe es auch am Sportplatz. „Da fahren 20 bis 25 Prozent der Autofahrer zu schnell“, hätten die mobilen Messungen ergeben. Geplant sei deshalb auf der Landesstraße Richtung Schönau ein fester Blitzer in beide Richtungen. Pfeifer hofft, hier im ersten Halbjahr 2015 Vollzug melden zu können.

Eine dritte Anlage könnte in Lanzenbach an der B 37-Ortsdurchfahrt entstehen. Eine dortige Bürgerinitiative fordere Geschwindigkeitsmessungen im 50 km/h-Bereich. „Wir sehen die Notwendigkeit und sind dabei“, betont Pfeifer. Im Stadtteil, Richtung Hirschhorn gelegen, werde oft und viel zu schnell gefahren. Wenn alles klappt, soll dieser Blitzer Ende des Jahres installiert sein. Dass die Stadt relativ problemlos auch an Bundes- und Landstraßen tätig werden kann, liegt laut Pfeifer an der entsprechenden rechtlichen Situation in Hessen. Diese erlaube das Tätigwerden der Kommunen. „Wir ordnen es an und stellen es hin“, so Pfeifer lakonisch. Er wird nicht müde zu betonen, dass es ihm bei allen Maßnahmen immer um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gehe.

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