„Hoteleröffnung“ an der Neckartalschule

Hirschhorn. Nach mehrmonatiger Bauzeit wurde jetzt das neue Insektenhotel im Heckenlabyrinth des Schulhofes der Neckartalschule aufgestellt. Erste Gäste waren trotz der noch kalten Jahreszeit ein Marienkäfer und eine Biene. Auf regen Zuspruch, wenn es Richtung Frühling geht, hoffen die Schüler. Entstanden ist das Bauwerk in mühsamer Handarbeit durch die Kinder der AG „Natur und Umgebung“, betreut von Sandra Fink und Florian Heckl. Bevor sie überhaupt starten konnten, mussten sie sich noch um Rohstoffe kümmern: Sie brauchten leere Konservendosen – und zwar viele. Diese wurden mit allerhand Sachen befüllt: Kastanien, Bambusrohre, Eicheln oder Fichtenzapfen. Währenddessen bereiteten andere Kinder der AG bereits die Einzelteile für den Rahmen des Hotels, das etwa 1,20 x 1 x 0,2 Meter groß sein sollte, vor oder legten das Fundament mit Kies an.

Dabei zeigten alle viel Geschick im Umgang mit Gartenscheren, Schaufeln und Eimern, Sägen, der Bohrmaschine, Nägel und Hammer. Hier konnten die älteren den jüngeren Kindern (aber durchaus auch andersherum) nicht selten mit ihren Erfahrungen zur Seite stehen. Natürlich brauchten die Zweit- bis Viertklässler auch eine Menge mathematisches Verständnis: Wie ist der Bauplan zu lesen? Welche Abstände sind für die einzelnen Bohrlöcher oder Bretter sinnvoll? Wie funktioniert eigentlich ein Winkel und wie trägt man einen geraden Strich an? Wie die Kinder diese mathematischen Fragen bewältigt haben, kann nun im Labyrinth der Neckartalschule besichtigt werden.

Dankbar war die Schulleitung Sandra Fink, die mit dem Sachverstand ihrer „Insektenfirma“ der Arbeitsgemeinschaft zur Seite stand, und Florian Heckl für den pädagogischen Background und den organisatorisch-inhaltlichen Überblick. Hausmeister Michael Carl werkelte kräftig mit und die Familie Grimm stellte vielerlei Baustoffe kostenlos zur Verfügung. Das Team der Neckartalschule merkte dabei, dass ein richtiger Werkraum mit entsprechender Ausstattung fehlt. Nicht nur deshalb wäre die Wiederbelebung des Altbaus (in Zusammenarbeit von Kreis und Stadt) immer noch ein lohnenswertes Ziel für eine Schulzeit mit Nachhaltigkeit.

Advertisements