Langbein-Sammlung wird „regionales Kulturerbe“

Hirschhorn. Die Langbein-Sammlung wird als „regionales Kulturerbe“ ausgezeichnet: Durch eine Kommission des Kreises Bergstraße, die vergangenen Herbst im Langbeinmuseum tagte und von der Ausstellung sehr angetan war, wird die Sammlung als besonderes Kulturgut des Kreises Bergstraße gewürdigt. Die Preis-Übergabe erfolgt beim Neujahrsempfang der Stadt an diesem Freitag, 23. Januar, um 19 Uhr in der Turnhalle der Neckartalschule. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises Langbein’sche Sammlung und Heimatmuseum Hirschhorn mitgeteilt. Um die Verleihung zu feiern und die Sammlung in der Stadt noch bekannter zu machen, wird das Museum am Sonntag, 1. Februar, von 11 bis 17 Uhr außer der Reihe geöffnet sein. Ein kleines Programm für die Besucher ist geplant.

Zur Jahreshauptversammlung begrüßte der Vorsitzende Ulrich Spiegelberg eine ansehnliche Zahl an Mitgliedern. Er gab einen Rückblick auf die Ereignisse 2014. Der Verein habe 50 Mitglieder, vier traten im vergangenen Jahr ein. Zu den Vereinsaktivitäten gehörte die weitere Überführung des Magazinbestandes ins neue Magazin – vornehmlich der geologischen Sammlung. Guten Anklang fand der Museumsausflug nach Mauer mit Besuch der Fundstätte des homo heidelbergensis sowie des dortigen urgeschichtlichen Museums. Spiegelberg erinnerte daneben an Karl Korner, den Gründer, langjährigen Vorsitzenden und Ehrenmitglied des Vereins, der 2014 auf tragische Weise ums Leben kam.

Im Langbein-Museum fand eine Ausstellungsserie von Ludwig Schmeisser mit guter Resonanz statt – „Reisebilder-Bilderreise“ mit Soireen, Gesprächen und Sonderführungen. Ebenso stießen der Museumskaffee am 1. Advent und die Weihnachtsausstellung (mit Objekten aus der Sammlung Belzner, Hirschhorn) auf viel Widerhall. Im Rahmen der Adventsfensteraktion war von der Stadt der Ausstellungsraum des Museums als Startpunkt ausgewählt worden, so dass damit ein gern genutztes zusätzliches Angebot bestand. Gut angenommen wurde auch der Ferienspieltag im Museum, an dem Hirschhorner Kinder dessen Attraktionen erkunden konnten.

Die Audioguidespuren wurden mit der Aufnahme der „Kinderspur“ vervollständigt, gesprochen mit viel Begeisterung von den Hirschhorner Kindern. Auch wurden die alten Audioguides durch bediensichere Geräte ersetzt. Spiegelbergs Dank galt allen engagierten Mitgliedern. Zusammen mit der Firma Museumsreif wurde ein Flyer erstellt und vom Verein finanziert, ein wichtiger Bestandteil im Museumsmarketing. Im Folgenden wurden die Ausstellungsvorhaben 2015 besprochen. Laut Spiegelberg wird die Vortragsreihe im Frühjahr wieder aufgenommen mit einem Vortrag zur Geschichte der Hirschhorner Steinbrüche vom Eberbacher Hans Klinge. Geplant ist auch eine Museumsfahrt ins neu eröffnete und gestaltete Museum in Viernheim.

Es folgten die Vorstandswahlen. Neben langjährigen Vorstandsmitgliedern kamen auch „neue Gesichter“ hinzu. Somit ist der Vorstand bestens gerüstet, auch künftig das Langbeinmuseum im Geiste Carl Langbeins zu erhalten, weiter zu entwickeln und zu beleben. Gewählt wurden: Ulrich Spiegelberg (Vorsitzender), Peter Rossmann (zweiter Vorsitzender), Jürgen Waibel (Schatzmeister), Monika Hofmann (Schriftführerin) und als Beisitzer E. Christoffers, R. Rossmann, A. Weber, W. Geyer, B. Meschede, W. Schuler und G. Wagner. Das private Bild zeigt den neuen Vorstand.

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