Der Hammer kam 1838 unter den Hammer

Der ehemalige „kurpfälzische Eisenhammer in der Neckarstraße“ ist auch heute noch ein ortsbildprägendes Gebäude von Wald-Michelbach. Seit 150 Jahren erfüllt er zwar seinen früheren Zweck nicht mehr, da 1865 der Umbau in eine Mahlmühle erfolgte. Aber die Dimensionen lassen erahnen, was sich damals hinter den Mauern verbarg. Davon zeugt auch ein Bericht aus dem Heppenheimer Kreiswochenblatt von 1838, als der komplette Komplex aus dem Nachlass des Mannheimer Kaufmanns Carl Renner versteigert wurde.

Zu dieser Zeit hatte das Schloss bereits eine bewegte Geschichte hinter sich, die Hans-Günther Morr in seinem Buch „Bergbau und Industrie im Odenwald“ nachzeichnet. Eisenhammer, Wald-Michelbacher Hammer, Huy’scher Hammer oder Hammerschlösschen: Über die Jahrhunderte gab es viele Namen für das Gebäude. Sein Erbauer Ende des 16. Jahrhunderts, Johann Caton, findet sich allerdings nirgends wieder. Der ließ es damals als Herrenhaus zum industriellen Eisenhammer erbauen.

Vater Hans Caton nannte bereits das Kupferbergwerk bei Reichenbach, heute Lautertal, sein Eigen. Johann Caton wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts so etwas wie der „Hammer-Pate“ des Odenwalds. Ab 1606 gehörte ihm das Kupferbergwerk bei Gorxheim, fünf Jahre später kamen die Weschnitzer Eisenerzgruben dazu. Danach expandierte er weiter, wurde 1613 Chef einer Eisenhütte im Hunsrück und 1619 einer Schmiede bei Weilmünster. Er starb ohne Nachkommen 1623.

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 bedeutete einen großen Einschnitt, auch im Odenwald. Die Zeit stand still. 1657 erwarb der aus dem Elsass eingewanderte Conrad Ensinger den heruntergekommenen Eisenhammer. Im Familienbesitz blieb der Betrieb dann bis mindestens Ende des Jahrhunderts. Danach kamen verschiedene Eigentümer zu Zuge.

Zuerst folgte als Besitzer der Kaufmann Johann Heinrich Weyl, dem der Besitz aber kein Glück brachte. 1739 hatte er sich aber so überschuldetet, dass sein Gläubiger die Nutzungsrechte erhielt. Nach beider Ableben endete der folgende Rechtsstreit erst 1770. Ab 1779 folgte die Ära der Familie Renner. Von Johann Wolfgang Renner, der viel Geld in die Sanierung steckte, ist überliefert, dass er den Hammer mit Gewinn führte.

Sohn Carl trat in seine Fußstapfen, starb jedoch 1835 wohl ohne Erben. Hier setzt nun der Artikel aus dem Wochenblatt ein, in dem der Eisenhammer mitsamt Gerätschaften und Landbesitz in den höchsten Tönen gepriesen wird. Sieben Morgen Fläche werden für den Besitz angegeben. Dazu gehören ein „Factoriehaus mit einem Thurme sammt Uhr und Glocke“. Das Haus wird als dreistöckig mit sechs schönen Zimmern, zwei Küchen, Waschkammer, Dachzimmer, geräumigem Speicher und gewölbtem Keller beschrieben.

Scheuer, zwei Stallungen, ein Eisenmagazin und Geflügelställe werden ebenso erwähnt wie „vier Schweinställe unter einem Dache“. Natürlich kommt der industriellen Tätigkeit eine große Bedeutung zu. Deshalb ist auch von zwei „Großhammer-Gebäuden“ mit Großfeuern sowie Aufwerf- und Schwanzhammer die Rede, verschiedenen Reck-, Klein- und Kohlfeuern sowie diversen Wohnungen für die Arbeiterfamilien.

Das Großherzogliche Hessische Landgericht in Fürth bestimmt mit Datum 18. Juli 1838 den Versteigerungstermin auf „Freitag den 31ten August d.J., Vormittags 10 Uhr“. Es wird von sehr vorteilhaften Bedingungen für die Bieter gesprochen. „Fremde Steigerer haben sich mit legalen Vermögens-Zeugnissen auszuweisen“, heißt es weiter.

Die Straßenverbindung aus dem Überwald an den Neckar war damals schon in der Mache: „Hart am Werke vorüber wird demnächst aufs Staatskosten eine von Fürth nach Hirschhorn ziehende Chaussee erbaut“, ist in der Versteigerungsmitteilung zu lesen. Bietern wird der Mund wässrig gemacht: „Der gute Ruf und bedeutende Ablaß, dessen sich stets das Werk zu erfreuen hatte, sprechen am deutlichsten für den vortheilhaften Betreib desselben.“

Wie weit die Wege damals im Vor-Auto-Zeitalter waren, lässt an den Zeitangaben herauslesen. Denn das Werk „liegt in einem reizenden Thale des Odenwaldes, ungefähr eine Viertelstunde von dem nicht unbedeutenden Marktflecken Waldmichelbach“, entfernt. Drei Stunden wird die Reisezeit nach Weinheim angegeben, vier Stunden ach Heidelberg, drei Stunden an den Neckar und zwei Stunden zum Landgerichtssitz Fürth.

Höchster Bieter dürfte damals in Fürth Ende August 1838 ein Baron von Riedheim gewesen sein, der als folgender Eigentümer genannt wird. 1853 ging das Werk an den Wald-Michelbacher Bürgermeister und späteren Landtagsabgeordneten Christian Huy über, der dem Eisenhammer einen weiteren Beinamen verschaffte. 1865 war im Zuge der industriellen Revolution langsam, aber sicher, die Zeit der Hammer vorbei. Aus dem Komplex wurde eine Mahlmühle.                                            tom

 

Zitat: „Der gute Ruf und bedeutende Ablaß, dessen sich stets das Werk zu erfreuen hatte, sprechen am deutlichsten für den vortheilhaften Betreib desselben.“

Aus dem Artikel über die Versteigerung des Wald-Michelbacher Eisenhammers 1838

 

Hintergrund:

Wald-Michelbach hatte im Jahre 1834 laut Akten 2040 Einwohner und war in mehrere Siedlungsflecken aufgeteilt, die heute noch als Straßennamen vorhanden sind. Beispiel hier sind der Seckenrain, der Binzig, die Spechtbach, Halle und Straßburg. Neben dem Hammerschlösschen gab es zur besagten Zeit auch noch den Aschbacher Hammer, das heutige Sägewerk Kurtz. Weiterhin gab es in Wald-Michelbach eine Papiermühle und zwei Mahlmühlen. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor waren der Abbau von Eisenerz sowie Sandstein- und Granitsteinbrüche, erläutert Andreas Arnold vom Museumsverein. Das in Wald-Michelbach vorkommende Mangan wurde noch nicht abgebaut, weil in der Eisenverhüttung das sogenannte Thomas-Bessemer-Verfahren noch nicht bekannt war. Dass in einer Heppenheimer Zeitung von Wald-Michelbach berichtet wurde, ist einem besonderen Umstand zu verdanken, weiß der Hobbyhistoriker. Denn der Ort wurde erst 1832 dem Kreis Starkenburg zugeschlagen, nachdem er bis 1803 kurpfälzisch war und zwischenzeitlich zu Lindenfels gehörte.

 

Die „Hall“ kann auf ihre treuen Fans zählen

Auf seine eingeschworenen Fans kann sich Carsten Piwko verlassen. Die Live Music Hall Weiher muss während der Corona-Pandemie wie andere Clubs auch natürlich geschlossen bleiben, aber „Caschi“, wie er von allen nur genannt wird, ist nicht untätig, um die Zukunft der Live-Location in der Odenwälder Provinz zu sichern. Seine „Heavy-Metal-Community“ greift ihm dabei nach Kräften unter die Arme. Eine am Wochenende ins Leben gerufene Spendenaktion dürfte aktuell schon über eine Monatsmiete reinbracht haben, freut sich der 40-Jährige.

Der Live Music Hall geht es derzeit wie vielen kleineren Club landauf, landab. Alles musste abgesagt werden, ein paar Wochen (oder Monate) wird nichts stattfinden, aber die Kosten laufen weiter. Da sind unkonventionelle Ideen gefragt, um die Existenz zu sichern. Den Spenden-Tipp bekam Piwko von Veranstalter-Kollegen. „Wir tauschen uns in regelmäßigen Abständen aus“, erzählt er. Besonders der 7er Club in Mannheim ist bei dieser Aktion sehr gut aufgestellt, weiß er. Ein Videoteam baute für die „Hall“ einen Clip mit Caschis persönlicher Botschaft, der auf die Homepage hochgeladen wurde.

60 bis 70 Prozent der Spender „sind regelmäßige Besucher“, hat er festgestellt. Den Rest lokalisiert er in der „alten Heimat“ (Piwko kommt aus der Heavy-Metal Hochburg Wacken) oder es sind einfach solche, die Kultur unterstützen wollen. „Die Szene ist mega“, freut er sich. Es gibt unheimlich viele Rückmeldungen.

Die Leute schreiben, „es muss weitergehen“, war der allgemeine Tenor. Sie wissen, was sie an der Location im kleinen Mörlenbacher Ortsteil haben, die sich im Laufe der Jahre zu einem begehrten Veranstaltungsort gemausert hat. Es gibt laut Piwko „ein sehr großes Interesse und viel Anteilnahme“. Die Szene ist aktiv und glänzt mit einem riesigen Zusammengehörigkeitsgefühl, weiß er. „Das ist echt Wahnsinn.“ Die Clubbetreiber helfen sich auch gegenseitig mit Spenden. „Es ist ein Geben und Nehmen.“ Alle wissen: „Wir sitzen im selben Boot.“

Die Live Music Hall will nach vorne schauen und „am Ende der stillen Zeit“ weiterhin wie gewohnt die fetten Konzerte bieten, verspricht er. „Seit nun knapp elf Jahren halten wir in einem kleinen Dorf im Odenwald die rockende Fahne hoch“, schmunzelt Caschi. „Das soll auch so bleiben“. Alles begann mit einem „Ach komm, wir machen mal ‚nen Live-Club“, erzählt er. Längst ist die Location eine feste Größe.

Carsten Piwko hofft daneben auf die baldige Umsetzung der angekündigten staatlichen Förderung für Selbständige. Wenn hier die angekündigten 9000 Euro für Kleinbetrieb mit bis zu fünf Angestellten fließen, dann dürfte er inklusive der Spenden seine laufenden Kosten bis zum Sommer gedeckt haben, hofft er. Dann steht allerdings schon das Sommerloch vor der Tür. „Das muss man mit einplanen.“

Denn der Clubbetreiber ist Realist. Er rechnet vor dem Sommer nicht mit einer Wiederaufnahme der Konzerte. Die Termine im Mai und Juni stehen zwar pro forma noch im Kalender, aber wie er gehen auch die Kollegen eher davon aus, dass sie ebenfalls abgesagt werden könnten. Deshalb gilt es, die zur Verfügung stehenden Mittel sparsam einzusetzen, um bis September durchzuhalten. Zum Glück gab kein einziger Musikfan die bereits gekauften Eintrittskarten zurück, was Piwko ermöglicht, mit dem Geld bis zum Ausweichtermin zu arbeiten. Auch andere Clubs können auf diese Solidarität der Besucher zählen.

Wenn dann im Juli und August wieder Veranstaltungen laufen, „wird es indoor bei 40 Grad schwierig“, erläutert der Hall-Pächter. Deshalb dürfte bei ihm und seinen Kollegen, die keine Open-Air-Events anbieten können, das eigentliche Geschäft erst wieder im September loslegen und ab dann normal laufen. Piwko weiß „seine“ Bands hinter sich. Bisher sind schon vier Benefizkonzerte geplant, um den Club zu unterstützen. Die können ziemlich kurzfristig auf die Beine gestellt werden, „wenn es grünes Licht von oben gibt“.

Für ihn ist eine schnelle und unkomplizierte Staatshilfe das A und O, um die nächsten Monate durchzuhalten. Gerade kleine Clubs sind Piwko zufolge auf ihr Stammpublikum angewiesen, „weil die Leute im Sommer außer Haus sind“. Deshalb macht es keinen Sinn, „dann tonnenweise Shows reinzuballern“, zu denen zu wenig Besucher kommen.

Der Hall-Betreiber ist stolz darauf, dass die Spendenaktion bisher in diesem kleinen Rahmen so gut funktioniert. Die Aussagen „Caschi, wir glauben an dich“ und die große, persönliche Anteilnahme berühren ihn sehr, sagt er. „Ich will nur den Laden retten und mich nicht gesund stoßen“, bekräftigt Piwko, den Spenden dankend. Bei allem schwingt aber die latente Angst mit, dass die Schließungen noch länger dauern könnten. Weshalb er aufmerksam die täglichen Nachrichten verfolgt.

Info: Mehr unter www.live-music-hall-weiher.de

 

Zur Person: Carsten Piwko, 40, stammt aus Wacken in Schleswig-Holstein. Er kam 2001 in den Odenwald und übernahm 2009 die Live Music Hall. „Was als Spaßprojekt begann, wurde mittlerweile zu einer Lebensaufgabe“, erzählt er.

Überwälder Museumsverein macht Wellen

Was macht der Museumsverein in der Corona-Zeit? „Er macht Wellen“, meint Vorsitzender Gundolf Reh schmunzelt. Als Welle bezeichnet man Reisigbündel. „Wir haben uns den Baumrückschnitt unseres Nachbarn bringen lassen“, erzählt er. Einfach vier Stecken in den Boden, drei Hanfschnüre auf den Boden gelegt und den Reisig geschnitten. Wenn das „Gestell“ voll ist, stellt an sich mittendrauf und bindet die Schnüre, schildert er das Vorgehen.

Da der heimische Ofen 160 Zentimeter tief ist und die Ofentür etwa 20 Zentimeter hoch, ist das Maß damit festgelegt. „Reisig war früher schon das billigste Brennmaterial“, sagt Reh. Der Vorteil: Es brennt sehr schnell und gibt sofort Glut zum Anheizen oder Zwischenheizen. Natürlich muss es mindestens zwei Jahre trocken lagern.

Es ist in alten Pachtverträgen aus dem späten 18. Jahrhundert mit Bäckern für ein Gemeindebackhaus festgelegt, wie das  Backen von mitgebrachten Kuchen zu bezahlen ist, weiß der Vereinschef: für einen einfachen Kuchen eine Welle, für einen Hochzeitskuchen mit Blech zwei Wellen. Der Bäcker wurde also mit Brennmaterial bezahlt, mit dem er sein Brot backen und verkaufen konnte. Leider wird es bis auf weiteres keine Backtage des Museumsvereins geben, bedauert Reh. „Aber wir sind vorbereitet“, betont er.

Aus einem holprigen Start wurden 25 Jahre

Vor 25 Jahren war die Ordination des evangelischen Pfarrers Jörg Michas, für die Christen in Siedelsbrunn und Kreidach zuständig. Wir sprachen mit ihm über seinen Werdegang, seine Motivation, bewegend Momente und anstehende Projekte.

Herr Pfarrer Michas, seit ihrer Ordination sind 25 Jahre vergangen: Hätten Sie damals schon an eine solch lange Zeit gedacht?

Jörg Michas: 25 Jahre sind ein langer Zeitraum. Die große Beteiligung der Gemeinde am Jubiläumsgottesdienst habe ich als besondere Wertschätzung empfunden. Bei aller Feierlichkeit, ich habe auch noch die Anfänge gut im Kopf. Damals sind viele angehende Pfarrerinnen und Pfarrer nicht sofort in den Dienst ge- oder nur mit eingeschränktem Dienstauftrag übernommen worden. Aber mein Ordinationswort stammt aus Psalm 25, aus dem auch mein Konfirmationswort stammt: „Der Herr hat Großes an uns getan, des sind wir fröhlich.“ Und so sind aus einem holprigen Start 25 Jahre geworden.

Was bewog Sie, diesen beruflichen Weg einzuschlagen?

Michas: Der Trotz. Mein Elternhaus hätte es sicher begrüßt, wenn ich den vorgezeichneten Weg in ein Bankhaus in der Nachbarstadt gegangen wäre. Aber es war mehr als der Widerstand gegen elterliche Zielvorstellungen. Von ihnen habe ich alle erdenkliche Freiheit und Unterstützung erfahren.  Der Trotz, obwohl ich Pfarrer geworden bin, liegt anders. Ich hätte auch Jura oder Medizin studieren können und glaube, an beiden Berufen hätte ich viel Freude gehabt. Wobei ich tatsächlich zwei Semester bei den Medizinern saß und dann meine Vorliebe für ethisch-theologische Fragestellungen mich wieder in den ursprünglichen Fachbereich wechseln ließ. Da ich auch handwerklich einigermaßen geschickt bin, hätte ich sicher auch dort arbeiten können. Ich habe diesen Beruf also nicht gewählt aus Verzweiflung, weil ich nichts anderes hätte machen können, oder aus einem inneren oder äußeren Ruf heraus, der ideologisch nichts anderes zugelassen hätte, sondern trotz oder obwohl es andere Möglichkeiten gegeben hat. Ich finde den Trotz eine gute Motivation.

Gab es jemals Momente oder Ereignisse, die Sie an ihrer Entscheidung zweifeln ließen?

Michas: „Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel“, mit diesem Zitat Bertrand Russels könnte ich mich fein rausreden. In der Tat war es ein langer Weg bis hinein in die berufliche Praxis, der immer wieder Stolpersteine hatte. Und der Selbstzweifel hat etwas Zerstörerisches. Ich weiß um viele, die es begrüßen würden, wenn ich sie besuche. Leider gelingt das nicht so, wie es wünschenswert ist.

Würden Sie im Rückblick diese Wahl so noch einmal treffen?

Martin Luther hat einmal sinngemäß gesagt, dass niemand mehr als 15 Jahre Kinder unterrichten soll. Die 15 Jahre habe ich überschritten und im Nachhinein könnte der vorhin angesprochene Trotz auch anders ausfallen, obwohl ich meinen Beruf aufgrund der Vielfältigkeit liebe. Und wer kann schon von sich sagen, dass er fürs Beten bezahlt wird?

Was ist Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben?

Es gibt so viele positive Erinnerungen, dass sie zu nennen quasi eine Abstufung anderer Ereignisse wäre. Eins aber kann ich sagen: Es ist die Begleitung von Menschen. Wir brauchen alle Support am Lebensanfang, am Ende und besonders dazwischen. Wenn ich das leisten kann, empfinde ich es als eine große Gnade Gottes.

Woraus bezogen/beziehen Sie in all dieser Zeit ihre Motivation, ihre Inspiration jeden Tag aufs Neue?

Letzte Woche hatte ich furchtbar schlechte Laune, auch das gibt es bei Pfarrern. Abends führte mich mein Weg in die Singstunde des Kirchenchores, der sich trotz meines Mitsingens bisher nicht aufgelöst hat. Und dann passierte etwas, was ich immer wieder in meinem beruflichen Alltag erlebe:  Mit dem gemeinschaftlichen Erleben macht sich eine innere Ruhe breit. Das ist wie eine Reset-Taste. Dann kommt man wieder zu sich und zu Gott. Der Alltag wird unterbrochen und die Sachzwänge der Gegenwart verlieren an Gewicht.  Der Geist Gottes weht ja bekanntlich, wo er will.

Wie haben Sie die Menschen in ihren Gemeinden kennengelernt?

Als Pfarrer stehen ihnen meistens die Türen offen. Das gilt auch für den Überwald. Es ist leicht, hier Kontakte zu knüpfen und sich beheimatet zu fühlen. Zugleich ist es notwendig, eine gewisse Distanz zu wahren. Ich möchte nicht nur Begleitung sein, sondern auch kritisches Gegenüber. Für alles Mitwirken der Gemeinde, aller Haupt- und Ehrenamtlichen und besonders des Kirchenvorstandes bin ich äußerst dankbar. Und zum Glück habe ich Kolleginnen und Kollegen in der Nachbarschaft, evangelische und katholische, die sich als Schwestern und Brüder im Glauben erweisen. So wird pastoraler Dienst erst möglich.

Haben Sie für die kommende Zeit bestimmte Projekte, die Sie angehen wollen?

Nichts beschäftigt uns so sehr wie das Coronavirus. Ich glaube, dass die Auseinandersetzung mit dieser Pandemie eine große Herausforderung für uns als Kirche ist. Wir bewegen uns da zwischen dem Bedürfnis, Gottes frohe Botschaft lebendig zu vermitteln, und der Verantwortung für die Menschen, die uns anvertraut sind. Wir haben den geplanten Kinderbibeltag in Siedelsbrunn abgesagt, weil viele Eltern besorgt sind. Natürlich hoffen wir, dass möglichst bald die geplanten Veranstaltungen durchgeführt werden können. Ich denke an Ostern, aber auch die Konfirmationen.

Was liegt Ihnen besonders am Herzen?

Ich bin seit Jahren besonders engagiert in der Kinder- und Jugendarbeit unserer Kirche. Mit einigem Stolz können wir in Siedelsbrunn auf einen wirklich intakten Kindergottesdienst blicken. Das Zentrum ist für mich der Gottesdienst. Ich versuche die Predigt, wie es der Schweizer Theologe Karl Barth einmal gesagt hat, mit der Bibel in der einen und der Zeitung in der anderen Hand zu gestalten. Wenn jeder aus dem Gottesdienst einen Satz oder ein Empfinden mit nach Hause nimmt, der froh stimmt oder nachdenklich, der trägt und die Verbindung mit Gott suchen lässt, war meine Arbeit nicht vergeblich.

 

Berufliche Werdegang Jörg Michas

1982                 Abitur in Mühlheim an der Ruhr

1982-1991       Theologiestudium in Marburg und Heidelberg

1991-1992       Studium der Diakoniewissenschaft in Heidelberg

1992-1994       Vikariat in Mörlenbach, anschließend Spezialvikariat als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Amt für Mission und Ökumene in Frankfurt

1997-1999       Pfarrer in Heppenheim

2000-2003        Pfarrer in Mörlenbach (0,5 Stelle)

Seit 1. August 2003     Pfarrer in Wald-Michelbach (Siedelsbrunn)

Charleys Tante wird nicht aufgeführt

„Es bricht uns das Herz und wir sind unendlich traurig“: Mit diesem Satz teilen die Aktiven der Theatergruppe Schönmattenwag die Absage ihrer drei Aufführungen von „Charleys Tante“ mit, die vom 20. bis 22. März im Haus des Gastes über die Bühne gehen sollten. Doch das Corona-Virus macht alle Pläne zunichte. „Nach intensiven Gesprächen mit den beiden Vorständen der Gesangvereine und dem Bürgermeister“ wurde am Wochenende alles gecancelt. Gerade die Entwicklungen der letzten Tage „haben uns zu diesem schweren Schritt veranlasst“, teilen die Laienakteure mit Regisseurin Renate Walter mit.

Schon die letzte Probe, die 42. seit dem Start am 7. Oktober des vergangenen Jahres, war von Unsicherheiten geprägt, ob die Premiere überhaupt über die Bühne gehen würde. Denn an diesem Tag hagelte es immer neue Horrornachrichten und Absagen anderer Kulturtermine in der Region und weit darüber hinaus. Noch herrschte das Prinzip Hoffnung vor, aber die schwand am Folgetag immer mehr, bis dann schließlich die Entscheidung getroffen wurde.

„Für uns hat die Gesundheit aller Besucher sowie der vielen Helfer oberste Priorität“, schreiben die Darsteller. Mit der Absage wollen sie präventiv einen Beitrag dazu leisten, das Ansteckungsrisiko zu reduzieren, um so eine weitere Verbreitung des Coronavirus möglichst zu verhindern. Die gesamte Gruppe ist sich einig, „dass wir keine Freude am diesjährigen Theater hätten, wenn wir wissen, dass die Veranstaltung als Risiko gilt“.

Das Stück „Charleys Tante“ soll nun im kommenden Jahr aufgeführt werden. Das aufwändige Bühnenbild, das bereits die Bühne im Haus des Gastes zierte, soll dann wieder zum Einsatz kommen. Knapp zehn handwerklich begabte Mitglieder von MGV Sängerbund und Gesangverein Harmonie um Dieter Walter und Ernst Siefert hatten sich nach Fasching an den Aufbau gemacht. Das Motiv zeigt die Gartenlaube neben der Wohnung der beiden Studenten und wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Jetzt muss es leider wieder abgebaut werden.

Samstag nach Fasching gingen auch die Schauspieler hier an Werk, nachdem sie zuvor mehr als fünf Monate lang im evangelischen Gemeindehaus geprobt hatten. „Charleys Tante“ machte allen so richtig Spaß, erzählt Renate Walter. Was natürlich nun die Absage umso betrüblicher macht. „Wir haben ein paar Tanz-Talente entdeckt“, schildert sie die Rock’n’Roll- und Tango-Ausflüge.

„Wir hatten sehr lustige Proben“, bekräftigt Jürgen Walter. „Ein Making-of wäre klasse gewesen“, schmunzelt Nadine Pohl. Hans-Dieter Martin, der vor 32 Jahren in der damaligen, längeren Aufführung bereits den Colonel Sir Francis Chesney spielte, nennt das Stück einen „echten Klassiker“. Es ist für ihn handwerklich richtig gut aufgebaut. Das Beste: „Die Uniform von früher passt mir noch“, grinst er. Dass in der neueren Variante die Handlung gestrafft und ein paar Personen entfallen sind, wertet Renate Walter positiv: „Jetzt sind die Längen raus.“

Die Textsicherheit läuft, schaut die Regisseurin grinsend zu Jürgen Walter. Der lächelt beschwichtigend-gequält, nachdem er schon in der halben Stunde zuvor das Skript intensiv studiert hat. Wer den Text nicht so gut beherrscht, muss einen Wein mitbringen, erklärt Renate Walter mit Blick auf die paar Flaschen auf dem Tisch lachend. „Habe ich schon ein paar Mal“, meint Jürgen trocken und lässt den Korken ploppen.

„Lange haben wir noch gedacht, das wird was“, schildert die Chefin im Theater-Ring die allgemeine Hoffnung, dass es nicht zur Pandemie kommen würde. Denn gerade wurden die letzten Feinheiten wie Aktschlüsse und Laufwege einstudiert, erläutert Timo Walter. Jeden Abend wären am kommenden Wochenende um die 300 Gäste gekommen, um sich bei der Komödie aufs Beste zu amüsieren. Der Vorverkauf lief bis zuletzt gut, hat sie festgestellt.

„Wir haben viel Herzblut in das Stück gesteckt“, erzählen die Aktiven. Mit „Charleys Tante“ fand man darüber hinaus nach der modernen Aufführung im vergangenen Jahr eine Adaption, die allen so richtig lag und innerhalb der Truppe bestens ankam. Dazu noch die Proben seit sechseinhalb Monaten, zuerst zwei Mal in der Woche, seit zwei Wochen dann täglich und das detailreich gezimmerte Bühnenbild: Es schmerzt, nun vor dem „Nichts“ zu stehen. Aber die Unabwendbarkeit dieses Entschlusses ist allen klar.

 

Info: Bereits gekaufte Karten können bis 31. Mai an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, wo sie auch gekauft wurden. Gutscheine behalten grundsätzlich für das nächste Jahr ihre Gültigkeit, können aber natürlich auch zurückgegeben werden. Ansprechpartnerin ist hier Renate Walter, Telefon 06207/7823.

Wie man im eigenen Haus Stürze vermeiden kann

Sturzprophylaxe ist im Alter das A und O. Der VdK-Ortsverband Schönmattenwag hatte als Referentin zu seinem Kaffee-Nachmittag eine Fachfrau eingeladen: Uta Brand von PauLa, der psychosozialen Fachkraft auf dem Land. Vorsitzende Renate Lautenschläger freute sich, dazu im katholischen Pfarrheim an die 40 Gäste begrüßen zu dürfen. Neben der Vorstellung ihrer Arbeit gab Brand auch ganz praktische Tipps fürs tägliche Leben.

Die Referentin animierte die Besucher, sie zu diesen und weiteren Themen gerne auch direkt und persönlich anzusprechen. Brand wies darauf hin, dass sie der Schweigepflicht unterliegt und somit alles, was an sie herangetragen wird, vertraulich bleibt. Sie nannte daneben auch die verschiedenen sozialen Dienste im Überwald als Ansprechpartner. So referiert sie in Kürze bei der AWO in Wald-Michelbach und betonte, dass dieser Vortrag für alle offen ist. „Man muss dazu kein Mitglied sein.“

Es geht laut Brand darum, die Sturzrisiken im eigenen Umfeld zu erkennen. Das kann der Teppich im Wohnzimmer sein oder das fehlende Nachtlicht im Schlafzimmer. „Die Sinne lassen im Alter nach“, betonte die Referentin. Man wird langsamer und sollte sich das rechtzeitig ins Gedächtnis rufen. Sichere Bewegungen sollen gewährleistet und gezielt gefördert werden. Brand nutzte das gemeinsame Kaffeetrinken dann für ein paar persönliche Gespräche.

Danach waren die praktischen Übungen dran. Als Aufwärmtraining gab es Bewegung auf dem Stuhl, dann wurde das Aufstehen geübt. Die Füße sollten ältere Menschen nicht parallel stellen, empfahl die PauLa-Mitarbeiterin. Bei weniger Kraft ist es besser, wenn sie versetzt angeordnet sind. Auch die Hände kann man zu Hilfe nehmen, wenn es einem schwerer fällt hochzukommen.

Aber ebenso die entgegengesetzte Bewegung will sorgsam ausgeführt sein: „Schauen Sie, dass sie sich dort hinsetzen, wo der Stuhl steht“, mahnte sie. Sie erwähnte die altersspezifischen Veränderungen des Skelettsystems und der Sinne. Feste, geschlossene Schuhe sind ratsam. Dazu kommt das seelische Befinden. Traurigkeit, Depression, Sturzangst nannte die Vortragende.

Ganz wichtig laut Brand: immer in Bewegung bleiben und nicht einrosten. Koordination, Kraft, Gleichgewicht, Dehnung, Entspannung sind hier wesentliche Punkte. Senioren müssten sich darüber im Klaren sein, dass sie eine langsamere Reaktionszeit haben. Die Referentin hob hervor, dass sich Übungen auch im Sitzen absolvieren lassen. Das Ganze ist ihren Worten nach „kein Wettbewerb“. Jeder solle es so machen, wie er kann. Brand regte an, die Verbesserung der Wahrnehmung zu trainieren und Freude an der Bewegung zu haben.

Uta Brand hatte diverses Infomaterial im Gepäck. Etwa mit dem Titel „Gleichgewicht Kraft“ die „Einführung in die Sturzprävention“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die verschiedene Tipps und Hilfen bereithält. Im zweiten Teil gibt es Trainingsanleitungen und Illustrationen. Das Ziel: fit und beweglich im Alter zu sein. Denn: „Alles, was ich nicht benutze, geht verloren.“ Die Schriften können Interessierte bei Renate Lautenschläger erhalten.

„Bewegung aktiv“ nennt sich die Kartensammlung mit 25 Übungen, eine Aktivitätssteigerung zur alltäglichen Anwendung. Die Ähnlichkeit mit einer Medikamentenschachtel ist sicher gewollt. Das „Alltagstrainingsprogramm“ bringt Bewegung ins Leben. Brand hatte außerdem eine Checkliste für die eigene Wohnung im Gepäck, um diese risikofrei zu machen.

Unter anderem geht es um vorhandene Schwellen, ausreichende Türbreiten, Treppen mit rutschhemmendem Belag, Handläufen innen und außen, hörbarer Türglocke oder gut erreichbarem Telefon. Sie wies darauf hin, sich auf eine Tätigkeit zu fokussieren und nicht multitasking sein zu wollen: „Stop walking while talking“, bleib stehen beim Reden. PauLa bietet daneben ein Schulungsprogramm zur Stärkung der Gesundheitskompetenz von Senioren und Hochbetagten an, informierte Brand.                     tom

 

 

 

Info: Anmeldungen für den Tages- und Mehrtagesausflug des VdK Schönmattenwag sind jetzt möglich. Der Tagesausflug führt am Donnerstag, 14. Mai, nach Haibach zu den Adlerwerken. Bei Lohr gibt es eine Schifffahrt auf dem Main. Die Fünftagesfahrt geht vom 6. bis 10. September nach Aurich in Ostfriesland. Ein Ausflug zur Meyer-Werft in Papenburg, eine Ostfrieslandrundfahrt und eine Tour nach Wilhelmshaven sind geplant. Anmeldungen nimmt Renate Lautenschläger, Telefon 06207/81466, E-Mail renate.lautenschlaeger@vdk.de, entgegen. Mehr unter www.vdk.de/ov-schoenmattenwag. Dort gibt es auch Bilder vom Kaffeenachmittag.

Sehr wichtiger Bestandteil für den Brandschutz

Das Jahr 2019 stand ganz im Zeichen des neuen Löschfahrzeugs (LF) 10 KatS, berichtete Wehrführer Tobias Walter auf der Jahreshauptversammlung von Einsatzabteilung und Feuerwehrverein. Viele Stunden akribischer Feinarbeit wurden in Vorbereitung und Einarbeitung investiert. Er listete fürs vergangene Jahr 19 Einsätze auf, davon sieben technische Hilfeleistungen und neun Brände.

Das neue Löschfahrzeug bewährte sich ab Indienststellung in der zweiten Jahreshälfte, freute sich Walter. Er sprach von verbesserten Arbeitsbedingungen. Der Wehrführer erwähnte besonders den Einsatz beim Brand in der Hintergasse Ober-Schönmattenwag, als die Wehrleute eine überwältigende Hilfsbereitschaft der Bevölkerung erfuhren. Es gab 46 Ausbildungen – und in diesem Jahr sind die Brandschützer bereits bei 17 Seminaren und Lehrgängen angemeldet. Walter erwähnte lobend die „gewohnt hohe Ausbildbereitschaft“.

Jugendwart Kevin Lörsch ging auf die Teilnahme am Staffelwettbewerb des Landesfeuerwehrverbandes Hessen in Hünfeld ein. Jugendsprecherin Lea Walter bezeichnete diese als mehr als aufregend. Die JFW Schönmattenwag kam als erste aus Wald-Michelbach bei einem Leistungswettkampf so weit nach vorn. Aktuell befinden sich zwölf Kinder in der Jugendfeuerwehr. Nadine Koudele, die seit November gemeinsam mit Carolin Schäfer die Kinderfeuerwehr leitet, sagte, dass dort aktuell neun Jungen und zwei Mädchen mitwirken.

Danny Lörsch verlas den Bericht des Spielmannszug-Vertreters. Jörg Wetter referierte zu den Aktivitäten des Spielmannszuges. Er informierte über seinen Rücktritt als Stabführer zum Jahresende 2019. Sofern es gewünscht sei, werde er sich jedoch weiterhin um die musikalische Begleitung des Kerweumzugs kümmern. Ernst Siefert verlas den mit Erhard Möckel erstellten Bericht der Alters- und Ehrenabteilung. Stefan Siefert referierte für den Bereich Atemschutz, Benedikt Staat berichtete über die regelmäßig durchgeführten Geräteprüfungen und Technik.

Bürgermeister Dr. Sascha Weber überbrachte die Grüße der gemeindlichen Gremien. Er dankte für die geleistete, großartige Arbeit. Die Zusammenlegung der Einsatzabteilungen sowie die Neugründung eines Feuerwehrvereines sei ein Erfolg. Die Ausrichtung der Kerwe in beiden Ortsteilen wertete er als großes Projekt, eine Feuerprobe für den Verein. Zum Anbau ans Haus des Gastes informierte Weber, dass im Gemeindehaushalt hierfür in 2020 kleinere Summen, jedoch in 2021 größere eingestellt seien. Fertigstellung und Einzug sind für 2022 geplant.

Gemeindebrandinspektor Peter Capuani war sehr angetan von der Aufzählung der einzelnen geleisteten Arbeiten. Die Feuerwehr Schönmattenwag sei eine hochmotivierte Truppe und ein sehr wichtiger Bestandteil für den Brandschutz in der Großgemeinde. Kreisbrandmeister Sven Falter lobte die ungebrochene Einsatzbereitschaft und die hohe Motivation. Kreisstabführer Roland Ritter dankte stellvertretend dem ausgeschiedenen Stabführer Jörg Wetter.

Rolf Sauer erläuterte den Kassenbericht. Die Kassenprüfer Christiane Koudele und Ramon Jöst bestätigten eine ordentliche Finanzführung des Feuerwehrvereins. Die Entlastung des Gesamtvorstandes erfolgte einstimmig. Ramon Jöst und Markus Martin wurden danach einstimmig von der Versammlung zu Kassenprüfern gewählt.

Vereinsvorsitzender Jürgen Walter bedankte sich bei Ralf Scheib, der bis vergangenes Jahr den Verein in Unter-Schönmattenwag leitete, für dessen Engagement und geleistete Arbeit in den verschiedenen Vorstandspositionen. Er schlug der Versammlung vor, ihn zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen, was einstimmig angenommen wurde. Scheib war ab 1992 zuerst als stellvertretender, dann bis 2000 als Jugendwart tätig, hatte ab 2001 erst den stellvertretenden, ab 2003 bis 2019 dann den Vereinsvorsitz der Feuerwehr Unter-Schönmattenwag inne. Von 2001 bis 2008 war er auch stellvertretender Wehrführer.

Walter berichtete, dass der Mitte vergangenen Jahres neu gegründete Verein, der aus den zuvor selbständigen Organisationen in Unter- und Ober-Schönmattenwag hervorging, inzwischen eingetragen sei. Außerdem erhielt man die Gemeinnützigkeit durchs Finanzamt erteilt. Der Weihnachtsmarkt, erstmals am Feuerwehrhaus durchgeführt, war ein voller Erfolg. „Für das nächste Mal gibt es einiges zu verbessern“, erläuterte der Vorsitzende. Die Themen wurden bereits bei einer Nachbesprechung angeschnitten.

Mit Blick aufs laufende Jahr erwähnte er die Ausrichtung der Kerwe in Ober-Schönmattenwag als zentralen Punkt. Traditionell werden am Freitagabend wieder „Six Pack“ und „Thousand Years Later“ auftreten. Auch der Sonntag mit der Kerweredd und dem Bunten Abend ist gesetzt. Um die Kerwe im unteren Ortsteil, ebenfalls von der Feuerwehr gestemmt, kümmert sich federführend Ralf Scheib.

 

Ehrungen/Beförderungen

Marcel Sauer wurde Übungsbester der Einsatzabteilung.

Sebastian Hirsch wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert, Marcel Sauer und Kevin Lörsch zum Löschmeister, Rene Zink zum Hauptlöschmeister, Marc Ritter zum Oberbrandmeister.

Anerkennungsprämien des Landes Hessen für langjähriges Engagement: Georg Walter (20 Jahre aktiver Dienst), Hans-Georg Karl (40).

Jörg Wetter wurde für seine 40-jährige aktive Musikertätigkeit mit dem Ehrenzeichen für Hessische Feuerwehrmusik in Gold ausgezeichnet. Ebenso erhielt er die goldene Ehrennadel für 40-jährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr.

Harald Falter wurde die goldene Ehrennadel für langjährige Feuerwehrzugehörigkeit und zum Übergang in die Alters- und Ehrenabteilung verliehen.

Jürgen Stay wurde das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40 Jahre aktiven Dienst verliehen. Ebenso erhielt er die goldene Ehrennadel für 40-jährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr.

Julia Koudele, Nico Wetter und Matti Arnold wurden Übungsbeste der Jugendfeuerwehr.

Den  „Feuerwehr-Oskar 2019“ für besondere ehrenamtliche Unterstützung erhielt Benedikt Staat.